Das Sherrington-Kirkpatrick-Modell ist in der statistischen Physik ein lösbares Spin-Glas-Modell, welches 1975 von David Sherrington und Scott Kirkpatrick eingeführt wurde. Es ist ein Mean-Field-Modell für das Spin-Glas.

Definition Das Sherrington-Kirkpatrick-Modell besteht aus einer Konfiguration bestehend aus binären Spins und einem Hamiltonoperator gegeben durch

wobei die unabhängige und normalverteilte Zufallsvariablen sind, das heißt für .

Üblicherweise ist man nun an

(für eine Realisation der Zufallsvariablen ) interessiert.

Eigenschaften ist zentriert und gaußsch. Es gilt

wobei ein normalisiertes euklidisches Skalarprodukt ist.

Grenzwertverhalten Die Partitionsfunktion ist

wobei der inverse Temperatur-Parameter ist. Die freie Energie ist

Dann gilt

wobei

Verallgemeinerungen Eine natürliche Verallgemeinerung ist das gemischte p-Spin-Modell, dessen Hamiltonian aus linearen Kombinationen von Spins (statt nur ) besteht.

Literatur

M. Mezard, G. Parisi, M. A. Virasoro: Spin glass theory and Beyond. (= World Scientific Lect. Notes in Physics. Band 9). World Scientific, Singapore 1987, ISBN 9971-5-0115-5.

Einzelnachweise

Kategorie:Magnetismus Kategorie:Statistische Physik Kategorie:Stochastik