Der grönländische Forschungsrat (, , , abgekürzt NIS) ist ein Gremium zur Beratung und Finanzierung von Forschung in Grönland.
Geschichte Der Forschungsrat wurde am 1. Januar 2014 durch das Gesetz Nr. 5 vom 29. November 2013 zur Forschungsberatung und Bewilligung von Forschungsmitteln gegründet.Inatsisartutlov nr. 5 af 29. november 2013 om forskningsrådgivning og bevilling af forskningsmidler. NIS. Er löste damit die 1878 gegründete Kommission für Wissenschaftliche Untersuchungen in Grönland ab.Martine Lind Krebs: Grønlandsk forskningsinstitution lukker og slukker. Kalaallit Nunaata Radioa (19. Dezember 2012).
Aufgaben Der Rat hat gesetzlich die Aufgaben zu erfüllen, die von der Regierung angesetzten Forschungsziele zu erreichen, die Regierung forschungsmäßig zu beraten, über Förderanträge von Forschungsprojekten zu entscheiden, zu gewährleisten, dass bei Forschung in Grönland in gleichem Maße traditionelles, lokales, nationales und internationales Wissen einbezogen werden, Forschung zu vermitteln und die Forschung in Grönland zu bewerten. Zudem hat der Rat die Möglichkeit relevante Forschungsbereiche vorzuschlagen und stärken zu lassen. Die Finanzierung der Forschungsprojekte wird durch ein aus der Landeskasse stammendes Budget gewährleistet.
Organisation Der Forschungsrat besteht aus acht Mitgliedern, die von der grönländischen Regierung für eine Amtszeit von drei Jahren ernannt werden, nachdem sie von Forschungsinstitutionen und ähnlichem vorgeschlagen worden sind. Die Mitglieder müssen keine Grönländer sein, sollen aber Wissen über Grönland besitzen. Mindestens die Hälfte des Rats soll aus international anerkannten Forschern bestehen. Dabei soll auf ein breites Fachspektrum geachtet werden und Naturwissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Geisteswissenschaften und Technologie abgedeckt werden.
Folgende Personen wurden Anfang 2024 in den Forschungsrat berufen:Rådet. NIS. Miillaaraq Lennert, selbstständige Beraterin, Vorsitzende Lorenz Meire, Pinngortitaleriffik, Vizevorsitzender Gert Mulvad, Dronning Ingrids Hospital/Grønlands Center for Sundhedsforskning/Ilisimatusarfik Inoqut Kristensen, Nalik Ventures Kirsty Langley, Asiaq Louise Sandbjerg Sørensen, Danmarks Tekniske Universitet Rasmus Leander Nielsen, Ilisimatusarfik Vivi Noahsen, Nunatta Katersugaasivia Allagaateqarfialu
Vorsitzende Apr. 2014 – Dez. 2015: Minik Rosing, Geologie-Professor an der Universität Kopenhagen Jan. 2016 – Jun. 2017: Gitte Adler Reimer, Institutsleiterin für Kultur, Sprache und Geschichte am Ilisimatusarfik Jun. 2017 – Dez. 2023: Josephine Nymand, Abteilungschefin am Pinngortitaleriffik Feb. 2024 – Nov. 2024: Miillaaraq Lennert, selbstständige Beraterin seit Jan. 2025: Mari Kleist, Rektorin am Ilisimatusarfik
Weblinks Offizielle Website.
Einzelnachweise
Kategorie:Wissenschaftliche Organisation (Grönland) Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 2014