mini|Am Zeughaus 14 (2023) mini|Am Zeughaus 14 (2011) mini|Am Zeughaus 14 (um 1910) Das Fachwerkhaus Am Zeughaus 14 ist eines der historischen Gebäude unterhalb der Außenseite der alten Stadtmauer in Iserlohn. Das Wohnhaus ist bereits im Urkataster der Stadt Iserlohn von 1829/1830 unter der Straßenbezeichnung „Am Kirchhof“Stadt Iserlohn: Straßenverzeichnis, Am Zeughaus, abgerufen am 20. März 2023. verzeichnet.Iserlohn-denkMal.de (Gefährdet/Verloren): Haus `Am Zeughaus 14/14a´, abgerufen am 20. März 2023. Das Innere und Äußere des zweigeschossigen Gebäudes wurde mit seinem später angebautem Hinterhaus Am Zeughaus 14a am 3. Mai 2013 als Denkmal unter Schutz gestellt und in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Iserlohn unter laufender Nummer 234 eingetragen.Denkmalliste der Stadt Iserlohn: Denkmalkarte Listenteil A Nummer 234, abgerufen am 20. März 2023.

Architektur und Geschichte Das Haupthaus mit einem acht Gebinde langen Gerüst, das geschossig abgezimmert und mit Kopfstreben ausgesteift wurde, befindet sich über einem aus Bruchstein gemauerten und mit Balkendecke geschlossenen Keller. Der Hauseingang befindet sich in der Mitte der dreiachsig, symmetrisch angelegten südlichen Straßenfront. Die Symmetrie setzt sich auch im Inneren des Hauses fort. Die Verschieferung der Gebäudewest- und Südseite erfolgte später. Auch etwas später wurde an der straßenseitigen Traufe ein fast hausbreiter Giebel mit einer Ladeluke herausgebaut. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Hinterhaus (Am Zeughaus 14 A) angebaut und schloss eine Lücke zu dem etwas oberhalb liegenden ebenfalls denkmalgeschützten Hinterhaus Südengraben 12 A.Büro für Ratsangelegenheiten und Controlling der Stadt Iserlohn (Schriftsatz vom 7. Februar 2013): Beanstandung von Beschlüssen des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung, abgerufen am 19. März 2023.

Nachweislich erster Bewohner des Hauses war im Jahr 1818 bis in das Jahr 1829 der Lehrer Reinhard C. D. Lürmann mit seiner Familie. Zu dieser Zeit hatte das Gebäude die Anschrift „Am Kirchhoff“. Später lautete die Straßenbezeichnung in einem Stadtplan von 1882 „Inselstraße“, 1980 umbenannt in „Am Zeughaus“.Hermann Holtmeier und Manfred Reinertz: Iserlohner Straßennamen erzählen. In: Förderkreis Iserlohner Museen e.V. (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde für Iserlohn und den märkischen Raum (Band 19). Zimmermann Druck + Verlag, Balve, 1. Auflage 2009, ISBN 978-3-89053-121-2, S. 144/145

Als das Haus 1980 zum Verkauf stand, interessierte sich der Förderverein Iserlohner Museen für das Gebäude. Zu einem Verkauf an den Verein kam es jedoch nicht.Iserlohn-denkMal.de: Artikel vom 1980-04-23 IKZ: Vor dem Verkauf Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung Haus ‚Am Zeughaus 14/14a‘, abgerufen am 20. März 2023.

1992 gab es Diskussionen darüber, ob für den Straßenzug an der alten Stadtmauer „Am Zeughaus 2 bis 14“ ein Denkmalbereich auszuweisen wäre. Hierzu kam es jedoch nicht.Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, Ausgabe Nummer 30 vom 5. Februar 1992: Verwalter will schutzwüridges Ensemble "Am Zeughaus" aufmöbeln, abgerufen am 20. März 2023. 2011 setzte sich das FriedensPlenum Iserlohn für den Erhalt des Hauses Am Zeughaus 14 ein. Der Eigentümer des Gebäudes hielt aber eine wirtschaftliche Nutzung nicht für möglich.Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (Bericht vom 7. November 2011): Den Verfall am Zeughaus stoppen, abgerufen am 20. März 2023. Nach Eigentumsaufgabe im Jahr 2013 sah sich die Stadt Iserlohn wegen der Einsturzgefahr des Gebäudes gezwungen, das Haus im Zuge der Gefahrenabwehr zu übernehmen. 2014 wurde die Iserlohner gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (IGW) mit der Erarbeitung und Umsetzung einer Revitalisierungsstrategie beauftragt.Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft: Das Quartier/Revitalisierungsstrategie, abgerufen am 20. März 2023. 2014 erwarb die Iserlohner gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft das Gebäude Am Zeughaus 14/14a zusammen mit anderen historischen Objekten und es gab erste Planungen zur Sanierung und späteren möglichen Nutzung des mittlerweile denkmalgeschützten Hauses 14/14a. Zusammen mit der Stadt Iserlohn wurden 2016 Fördermittel für die sehr hohen Sanierungskosten beim Land Nordrhein-Westfalen (Städtebauförderung) beantragt.Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft: Baustein Am Zeughaus 14-14a/Südengraben 12a, abgerufen am 20. März 2023. Ende 2017 wurde die Förderung bewilligt. 2018 folgten Architektenplanungen, Bauantrag und denkmalrechtliche Erlaubnis. 2019 konnte mit der vollständigen denkmalgerechten Kernsanierung des Hauptgebäudes Am Zeughaus 14 und der Fachwerksanierung begonnen werden.Cafe und Restaurant Schnöggel: Historie, abgerufen am 20. März 2023. Aufgrund der extrem schlechten Bausubstanz der beiden Anbauten Am Zeughaus 14a mussten diese im März 2019 abgerissen werden. Im Hauptgebäude wurden teilweise erhaltene Lehmwände freigelegt.Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft: Bautagebuch „Am Zeughaus 14“, abgerufen am 20. März 2023.

Am 12. Juni 2019 erfolgte die Grundsteinlegung.

Nicht mehr erhaltbare Teile des Fachwerks wurden durch neue ersetzt. Es folgte die Ausmauerung der Gefache und der Einbau denkmalgerechter Holzsprossenfenster. Im Inneren des Gebäudes wurde das Fachwerk teilweise mit Lehmputz versehen und die Wetterseiten der West- und Südfassade mit Schiefer verkleidet.

Auf Initiative der IGW, der Arbeiterwohlfahrt Hagen und des Jobcenters Märkischer Kreis eröffnete im August 2020 in dem denkmalgerecht sanierten Gebäude eine gastronomische Einrichtung, die die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen fördern soll.Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (Bericht vom 23. Juli 2020): Das „Schnöggel-Team“ startet am 8. August, abgerufen am 20. März 2023.

Literatur Gedicht von Ernst Dossmann: „Das alte Haus“

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Einzelnachweise

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