mini|hochkant=1.3|Siegerwagen Cadillac V-Series.R mit der Startnummer 31, gefahren von Jack Aitken, Luís Felipe Derani und Alexander Sims mini|hochkant=1.3|Der zweitplatzierte BMW M Hybrid V8 von Connor De Phillippi, Sheldon van der Linde und Nick Yelloly in der Nacht Das 71. 12-Stunden-Rennen von Sebring, auch 71th Mobil 1 Twelve Hours of Sebring Presented by Advance Auto Parts, fand am 18. und 19. März 2023 auf dem Sebring International Raceway statt und war der zweite Wertungslauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship dieses Jahres.
Das Rennen
Eine Kollision der drei führenden Fahrzeuge 15 Minuten vor Rennschluss war der Höhepunkt eines spannenden 12-Stunden-Rennens. Vorher, nach einer Fahrzeit von 11 Stunden und 30 Minuten war die elfte von zwölf Safety-Car-Phasen zu Ende gegangen. Zu diesem Zeitpunkt führte Jack Aitken im Cadillac V-Series.R vor dem Porsche 963 von Mathieu Jaminet, dem Acura ARX-06 von Filipe Albuquerque und dem zweiten Penske-Porsche mit Felipe Nasr am Steuer. Dahinter fuhr Nick Yelloly im BMW M Hybrid V8. Nach der Rennfreigabe fiel Aitken an die vierte Stelle zurück und erstmals im Rennen lag ein Porsche in Führung. Im dichten Überrundungsverkehr versuchte Albuquerque in Turn 1 Jaminet links zu überholen. Jaminet fuhr ebenfalls nach links, da vor ihm zwei GT-Fahrzeuge nebeneinander fuhren. Dabei übersah er den Acura und es kam zu einer leichten Berührung der beiden Wagen mit unglücklichem Ausgang. Albuquerque geriet aufs Gras neben der Fahrbahn und prallte mit hohem Tempo in Turn 3 schräg in den Jaminet-Porsche. Zwischen GT-Wagen eingeklemmt konnte Nasr nicht mehr ausweichen und fuhr mit seinem Porsche über den Vorderwagen des Teamkollegen. Für alle drei Rennwagen war das Rennen zu Ende. Dazu die Fahrer nach dem Rennen. Filipe Albuquerque: „Ich habe es in Kurve 1 außen versucht, aber den Grip vorne verloren. Ich war überrascht, dass er nicht nach links gezogen ist und bin mit viel Risiko reingestochen. Er hat mich nicht gesehen und zum ersten Mal getroffen. Dadurch war ich mit zwei Rädern im Gras, konnte es aber noch kontrollieren und bremsen. Aber dann hat er mich ein zweites Mal getroffen und das war brutal. Da bin ich komplett im Gras gelandet und war nur noch Passagier. Ich stand auf der Bremse, schloss die Augen und wusste nicht, wen ich rammte. Dann wurde ich noch mal getroffen, das war ziemlich heftig. Aber die Autos sind sehr sicher gebaut.“Felipe Albuquerque zum Unfallhergang Mathieu Jaminet erklärte nach dem Rennen: „Ich wusste nicht, dass er da war. Als ich gemerkt habe, dass er da ist, habe ich versucht, nach rechts auszuweichen. Aber er war schon im Gras und ich habe die Kontrolle verloren. Das ist sehr schade und es tut mir leid für die #10. Ich habe mich sofort bei Filipe entschuldigt, als ich aus dem Auto gestiegen bin, und er hat sich auch dafür entschuldigt, dass er es im Gras versucht hat.“Die Sicht von Mathieu Jaminet Sowohl für die Fahrer als auch für die Rennleitung war die Kollision ein bedauerlicher Rennunfall, sodass gegenseitige Beschuldigungen und Strafen ausblieben.
Fünf Minuten vor dem Ablauf der 12-Stunden-Distanz wurde das Rennen noch einmal freigegeben und Jack Aitken fuhr sicher zum Gesamtsieg, dahinter Nick Yelloly, der für BMW die erste Podiumsplatzierung der LMDh-Ära einfuhr. An der dritten Stelle platzierte sich der beste LMP2-Wagen, mit John Farano, Scott McLaughlin und Kyffin Simpson am Steuer eines Oreca 07.
Während es für den Debütanten Jack Aitken und dessen Teamkollegen Alexander Sims der erste Sebring-Gesamtsieg war, gewann Luís Felipe Derani nach 2016, 2018 und 2019 das Rennen bereits zum vierten Mal.
Ergebnisse
Schlussklassement
Pos. Klasse Nr. Team Fahrer Fahrzeug Runden 1 GTP 31 Whelen Engineering Racing Jack Aitken Luís Felipe Derani Alexander Sims Cadillac V-Series.R 322 2 GTP 25 BMW M Team RLL Connor De Phillippi Sheldon van der Linde Nick Yelloly BMW M Hybrid V8 322 3 LMP2 8 Tower Motorsports John Farano Scott McLaughlin Kyffin Simpson Oreca 07 318 4 LMP2 11 TDS Racing Scott Huffaker Mikkel Jensen Steven Thomas Oreca 07 318 5 LMP2 18 Era Motorsport Ryan Dalziel Dwight Merriman Christian Rasmussen Oreca 07 318 6 LMP2 52 PR1 Mathiasen Motorsports Paul-Loup Chatin Ben Keating Alex Quinn Oreca 07 318 7 LMP2 04 CrowdStrike Racing by APR Ben Hanley George Kurtz Nolan Siegel Oreca 07 318 8 LMP2 20 High Class Racing Dennis Andersen Anders Fjordbach Ed Jones Oreca 07 317 9 LMP3 74 Riley Motorsports Josh Burdon Felipe Fraga Gar Robinson Ligier JS P320 309 10 LMP3 13 AWA Matthew Bell Orey Fidani Lars Kern Duqueine M30 - D08 308 11 LMP3 85 JDC-Miller MotorSports Till Bechtolsheimer Dan Goldberg Tijmen van der Helm Duqueine M30 - D08 308 12 LMP3 17 AWA Wayne Boyd Anthony Mantella Nicolás Varrone Duqueine M30 - D08 307 13 LMP3 4 Ave Motorsports Trenton Estep Tõnis Kasemets Seth Lucas Ligier JS P320 306 14 GTD-Pro 9 Pfaff Motorsports Klaus Bachler Patrick Pilet Laurens Vanthoor Porsche 911 GT3 R (992) 303 15 GTD-Pro 14 Vasser Sullivan Racing Ben Barnicoat Jack Hawksworth Kyle Kirkwood Lexus RC F GT3 303 16 GTD-Pro 79 WeatherTech Racing Maro Engel Jules Gounon Daniel Juncadella Mercedes-AMG GT3 Evo 303 17 GTD-Pro 63 Iron Lynx Romain Grosjean Jordan Pepper Franck Perera Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 303 18 GTD-Pro 3 Corvette Racing Antonio García Tommy Milner Jordan Taylor Chevrolet Corvette C8.R GTD 303 19 GTD-Pro 62 Risi Competizione Gabriel Casagrande Davide Rigon Daniel Serra Ferrari 296 GT3 303 20 GTD-Pro 95 Turner Motorsport Bill Auberlen Chandler Hull John Edwards BMW M4 GT3 302 21 GTP 60 Meyer Shank Racing with Curb-Agajanian Tom Blomqvist Colin Braun Hélio Castroneves Acura ARX-06 301 22 GTD 1 Paul Miller Racing Corey Lewis Bryan Sellers Madison Snow BMW M4 GT3 301 23 GTD 96 Turner Motorsport Michael Dinan Robby Foley Patrick Gallagher BMW M4 GT3 301 24 GTD 92 Kelly-Moss with Riley Julien Andlauer David Brule Alec Udell Porsche 911 GT3 R (992) 301 25 GTD 70 Inception Racing Brendan Iribe Ollie Millroy Frederik Schandorff McLaren 720S GT3 Evo 301 26 GTD 12 Vasser Sullivan Racing Frankie Montecalvo Aaron Telitz Parker Thompson Lexus RC F GT3 301 27 GTD 16 Wright Motorsports Ryan Hardwick Jan Heylen Zacharie Robichon Porsche 911 GT3 R (992) 301 28 GTD 91 Kelly-Moss with Riley Jaxon Evans Alan Metni Kay van Berlo Porsche 911 GT3 R (992) 301 29 GTD 77 Wright Motorsports Alan Brynjolfsson Trent Hindman Maxwell Root Porsche 911 GT3 R (992) 301 30 GTD 44 Magnus Racing Andy Lally John Potter Spencer Pumpelly Aston Martin Vantage AMR GT3 301 31 GTD 32 Team Korthoff Motorsports Mikaël Grenier Kenton Koch Mike Skeen Mercedes-AMG GT3 Evo 301 32 GTD 83 Iron Dames Sarah Bovy Rahel Frey Michelle Gatting Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 300 33 GTD 66 Gradient Racing Katherine Legge Marc Miller Sheena Monk Acura NSX GT3 Evo22 298 34 GTD-Pro 23 Heart of Racing Team Ross Gunn David Pittard Alex Riberas Aston Martin Vantage AMR GT3 297 35 GTD 21 AF Corse Francesco Castellacci Simon Mann Miguel Molina Ferrari 296 GT3 294 36 LMP3 38 Performance Tech Motorsports Christopher Allen Robert Mau Tristan Nunez Ligier JS P320 93 37 GTD 47 Cetilar Racing Antonio Fuoco Roberto Lacorte Giorgio Sernagiotto Ferrari 296 GT3 290 38 GTD 80 AO Racing Team P. J. Hyett Gunnar Jeannette Sebastian Priaulx Porsche 911 GT3 R (992) 285 39 LMP3 33 Sean Creech Motorsports João Barbosa Nico Pino Lance Willsey Ligier JS P320 283 Ausgefallen 40 GTP 6 Porsche Penske Motorsport Dane Cameron Mathieu Jaminet Nick Tandy Porsche 963 315 41 GTP 10 Wayne Taylor Racing with Andretti Autosport Filipe Albuquerque Louis Delétraz Ricky Taylor Acura ARX-06 315 42 GTP 7 Porsche Penske Motorsport Matt Campbell Michael Christensen Felipe Nasr Porsche 963 315 43 LMP2 51 Rick Ware Racing Devlin DeFrancesco Pietro Fittipaldi Eric Lux Oreca 07 289 44 GTD 27 Heart of Racing Team Roman De Angelis Ian James Marco Sørensen Aston Martin Vantage AMR GT3 287 45 LMP3 30 Jr III Racing Ari Balogh Dakota Dickerson Garett Grist Ligier JS P320 282 46 GTD 78 Forte Racing Powered by US RaceTronics Misha Goikhberg Benjamin Hites Loris Spinelli Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 279 47 GTP 01 Cadillac Racing Sébastien Bourdais Scott Dixon Renger van der Zande Cadillac V-Series.R 241 48 LMP3 36 Andretti Autosport Jarett Andretti Gabby Chaves Glenn van Berlo Ligier JS P320 230 49 GTD 57 Winward Racing Indy Dontje Philip Ellis Russell Ward Mercedes-AMG GT3 Evo 198 50 GTD 93 Racers Edge Motorsports with WTR Danny Formal Ashton Harrison Kyle Marcelli Acura NSX GT3 Evo22 186 51 GTP 24 BMW M Team RLL Philipp Eng Augusto Farfus Marco Wittmann BMW M Hybrid V8 172 52 LMP2 35 TDS Racing François Hériau Josh Pierson Giedo van der Garde Oreca 07 132 53 GTD 023 Triarsi Competizione Alessio Rovera Charlie Scardina Onofrio Triarsi Ferrari 296 GT3 95
Nur in der Meldeliste
Zu diesem Rennen sind keine weiteren Meldungen bekannt.
Klassensieger
Klasse Fahrer Fahrer Fahrer Fahrzeug Platzierung im Gesamtklassement GTP Jack Aitken Luís Felipe Derani Alexander Sims Cadillac V-Series.R Gesamtsieg LMP2 John Farano Scott McLaughlin Kyffin Simpson Oreca 07 Rang 3 LMP3 Josh Burdon Felipe Fraga Gar Robinson Ligier JS P320 Rang 9 GTD-Pro Klaus Bachler Patrick Pilet Laurens Vanthoor Porsche 911 GT3 R (992) Rang 14 GTD Corey Lewis Bryan Sellers Madison Snow BMW M4 GT3 Rang 22
Renndaten
Gemeldet: 53 Gestartet: 53 Gewertet: 39 Rennklassen: 5 Zuschauer: unbekannt Wetter am Renntag: trocken und warm Streckenlänge: 6,019 km Fahrzeit des Siegerteams: 12:00:53,382 Stunden Gesamtrunden des Siegerteams: 322 Gesamtdistanz des Siegerteams: 1938,118 km Siegerschnitt: unbekannt Pole Position: Luís Felipe Derani – Acura ARX-06 (#31) – 1:45,836 Schnellste Rennrunde: Renger van der Zande – Cadillac V-Series.R (#02) – 1:48,311 = 200,050 km/h Rennserie: 2. Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2023
Weblinks
Rennbericht Rennergebnisse
Einzelnachweise
Vorgängerrennen24-Stunden-Rennen von Daytona 2023 IMSA WeatherTech SportsCar Championship Nachfolgerennen1:40-Stunden-Rennen von Long Beach 2023
Kategorie:12-Stunden-Rennen von Sebring nach Jahr Kategorie:Rennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2023