rahmenlos|rechts|Wappen derer von Klützow Klützow (historisch auch: Clossowe, Clutsow, Clutzowe, Clutzsow, Klutzow oder Clützo) ist der Name eines uckermärkisch-brandenburgischen Adelsgeschlechts.

Geschichte mini|Herrenhaus Dedelow um 1871/73, Sammlung Alexander Duncker Das Geschlecht gehört zum pommerscher Uradel, wo es mit dem gleichnamigen Klützow im späteren Kreis Pyritz seinen Stammsitz hatte. Mit Heidenricus de Clutsow wurde es ebd. 1269 zuerst urkundlich genannt.Rodgero Prümers: Pommersches Urkundenbuch, Band 2. Abt. 1: 1254–1278. In Commission bei Th. von der Rahmer, Stettin 1881, S. 211, Nr. 884; umk.pl (PDF). Die Familie siedelte noch im Mittelalter in die Uckermark über, wo sie seit spätens 1375 mit Dedelow ihr neues Stammgut hatte. Am 2. März 1384 wird dort Hans von Klützow als Grundherr der Familie genannt.Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis. 7,1: Chronologisches Register zu sämmtlichen Bänden. Band I: 768–1414. Berlin 1867, S. 416. Zeitweise bestanden noch zwei Rittersitze in Dedelow.Erich Blunck, Paul Eichholz, Friedrich Solger, Willy Spatz, Willy Hoppe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Prenzlau. In: Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. Band III, Teil 1. Hrsg. Brandenburgischer Provinzialverband. Vossische Buchhandlung, Berlin 1921, S. 33 f. Mit Jakob von Klützow auf Dedelow beginnt um 1500 die Stammreihe der Familie. Das Gut war seit 28. Oktober 1877 ein Fideikommiss, blieb bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in Familienbesitz und umfasste zuletzt mit dem Vorwerk Steinfurth 936 ha.Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. 4. vermehrte und verbesserte Auflage. In: Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII. Selbstverlag der Niekammer’s Güter-Adressbuch (Paul Niekammer), Leipzig 1929, S. 84. Weiterer zeitweiser Gutsbesitz in Brandenburg bestand bei Prenzlau zu Falkenhagen, Kraatz, Petznick, Raakow, Trampe, Schönfeld, Sperrenwalde sowie Markau.Leopold Freiherr von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1, Ludwig Rauh, Berlin 1855, S. 443. Im 19. Jahrhundert war die Familie auch kurzzeitig zu Rzuchau und Krausendorf in Schlesien begütert. Mindestens bis 1914 wurde für eine Generation das 460 ha-Gut Gieshof im ostbrandenburgischen Landkreis Lebus mitbewirtschaftet.Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Brandenburg. . Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe über 20 ha. Nach amtlichen Angaben. Handbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 2. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 286–287.

Krausendorf im Kreis Landeshut wurde Mitte der 1930er Jahre durch die Deutsche Ansiedlungbank Berlin (Deutsche Ansiedlungsgesellschaft) aufgeteilt worden.Schlesisches Güter-Adreßbuch 1937. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter sowie die größeren Landgüter der Provinzen Nieder-und Oberschlesien, 15. Auflage, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1937, S. 472. Dedelow verblieb als letzter namhafter Besitz. mini|Erbbegräbnis derer von Klützow, Mausoleum Dedelow auf dem Friedhof der Dorfkirche Dedelow (2018)

Angehörige Hermann von Klützow (1813–1902), preußischer Wirklicher Geheimer Rat, HauptritterschaftsdirektorS. Exz. v. Klützow auf Dedelow. In: Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1881/1882. R. v. Decker (Marquardt & Schenck), Berlin 1881, S. 145 f. google.de/books des Kur- und Neumärkisches Ritterschaftliches Kreditinstituts, Mitglied im Preußischen Herrenhaus,Hermann Crüger (Hrsg.): Chronik des Preussisches Herrenhauses. Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an das dreißigjährige Bestehen des Herrenhauses. Selbstverlag, Berlin 1885, S. 181; . Domherr von Brandenburg, Ordens-Schatzmeister des JohanniterordensCarl Herrlich: Die Balley Brandenburg des Johanniter-Ordens von ihrem Entstehen bis zur Gegenwart. Carl Heymanns Verlag, Berlin 1886, S. 105. google.de/books Heinrich von Klützow (1816–1861), preußischer Major, Kommandeur des Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 Alfred von Klützow (1828–1878), preußischer Landrat des schlesischen Kreises Landeshut

mini|hochkant|Wappen derer von Klützow bei Johann Siebmacher

Wappen Blasonierung: In Gold ein silberner Schrägrechtsbalken, belegt mit drei roten Rosen mit goldenen Butzen und grünen Blattspitzen zwischen den Blättern. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken eine rote Rose mit natürlichem Blätterstengel.

Literatur Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 5. Friedrich Voigt, Leipzig 1864, S. 147. Otto Titan von Hefner, Alfred Grenser, George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Band 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Band 1, Teil 1: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute A–L. Bauer & Raspe, Nürnberg 1878, S. 203. und Tfl. 252. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser 1918 (Stammreihe). Justus Perthes, Gotha 1917, S. 406–409; . Fortsetzungen: 1921, S. 409; ff. 1928, S. 275; ff. 1932, S. 304 ff. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Teil A (Uradel) 1940. Justus Perthes, Gotha 1939, S. 421 f. Letztausgaben zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon, Band VI, Band 91 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1987, S. 302. ISBN 3-7980-0791-8.

Weblinks Das Gutsdorf Dedelow. dedelow.de, 2023. Familienfideikommiß von Klützow-Dedelow. Deutsche Digitale Bibliothek. von Klützow-Dedelow (Auszug). Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA).

Einzelnachweise

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