Trzebnik (deutsch: Trebnig; vormals auch Trebnitz) ist ein Ort in der Landgemeinde Łagiewniki (Heidersdorf) im Powiat Dzierżoniowski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
Lage Nachbarorte sind Sokolniki (Wättrisch) im Westen, Radzików (Rudelsdorf) im Südwesten, Mleczna (Mlietsch) im Norden, Pożarzyce (Poseritz) im Osten.
Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Trebnik“ im Jahre 1373. Es gehörte zum Herzogtum Brieg, das seit 1329 ein Lehen der Krone Böhmen war. Nach dem Tod des Herzogs Georg Wilhelm I. 1675 fiel Trebnig zusammen mit dem Herzogtum Brieg als erledigtes Lehen durch Heimfall an die Krone Böhmen.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1741/42 fiel Trebnik mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Besitzer waren bis zum 18. Jahrhundert die Herren von Poser, die sich nach dem Gut „Poser auf Trebnig“ nannten. Möglicherweise befand sich der Stammsitz der Familie im benachbarten Poseritz. Heinrich Wilhelm von Poser und Groß-Naedlitz (1688–1749) erbte das Gut von seinem Vater Caspar, der es seinem Sohn Carl Wilhelm von Poser und Groß-Naedlitz auf Trebnig (1738–1803) vererbte. 1783 zählte das Dorf ein Vorwerk, drei Bauern, eine Windmühle, elf Gärtner, acht andere Häuser und 172 Einwohner. Die Einwohner lebten größtenteils von der Landwirtschaft.
Als letzter Besitzer der Herren von Poser erscheint im 19. Jahrhundert Karl Heinrich von Poser und Groß-Naedlitz, Erbherr auf Trebnig († 23. Februar 1817 in Trebnig). Dessen Erben verkauften den Besitz an die Herren von Schickfus. Der Wert des Gutes belief sich im Jahre 1832 auf 30.000 Reichstaler. 1845 gehörte das Gut dem Georg Friedrich Alexander von Schickfus. Es bestand damals aus 33 Häusern, einem herrschaftlichen Schloss, zwei Vorwerken, 228 Einwohnern (20 katholisch und der Rest evangelisch), evangelische Kirche zu Rudelsdorf, katholische Kirche zu Rothschloß, eine Windmühle, eine Brauerei, eine Brennerei, sechs Handwerker und zwei Händler. 1874 wurde der Amtsbezirk Wättrisch aus den Landgemeinden Rudelsdorf, Trebnig und Wättrisch sowie den gleichnamigen Gutsbezirken gebildet. Nach der Auflösung des Landkreises Nimptsch 1932 gehörte Trebnig bis 1945 zum Landkreis Reichenbach, mit dem es biss 1945 verbunden blieb.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Trebnig mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen. Nachfolgend wurde es in Trzebnik umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Sehenswürdigkeiten Das Schloss Trebnig wurde nach 1945 abgerissen. Erhalten blieben der Landschaftspark und Mauerfragmente.
Einzelnachweise
Kategorie:Gmina Łagiewniki Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien