mini|Frida Konstantin, Selbstporträt Frieda Konstantin, auch Frida Konstantin oder Frieda Konstantin Lohwag (* 10. Mai 1884 in Wien als Frida Lohwag; † 29. Dezember 1918 in Budapest)Konstantin Frieda, belvedere.at, abgerufen am 18. März 2023. war eine österreichisch-ungarische Malerin, Radiererin und Grafikerin.

Leben und Werk mini|Porträt Margit Czóbel, 1913 Frieda Konstantin war die Tochter des Schriftstellers Ernst Lohwag (1847–1918) sowie die Schwester und Schülerin der Malerin Ernestine Lohwag (auch Ernesztin Szablya-Frischauf, 1878–1940).Szablya-Frischauf, Ernesztin; geb. Lohwag (1878–1940), Malerin. ÖBL. Um nicht mit ihr verwechselt zu werden, nannte sie sich Frieda Konstantin. Weiter war sie ab 1905Konstantin, Frida 1884–1918, kieselbach.hu, abgerufen am 18. März 2023. Schülerin ihres Schwagers Ferenc Szablya-Frischauf, der in den Jahren 1903 bis 1907 eine Malschule leitete.A „KÉVE“ MŰVÉSZEGYESÜLET. XIII-IK, KIÁLLÍTÁSA és ennek keretében KONSTANTIN FRIDA festőművésznő KÉVE-TAG MŰVÉSZ HAGYATÉKÁNAK BEMUTATÁSA. Ausstellungen des Nationalen Salons, Kataloge der Ausstellungen des Nationalen Salons 1921–1923, Die 13. Ausstellung des Kunstvereins „KÉVE“, Präsentation des Nachlasses der Kéve-Mitgliedskünstlerin Konstantin Frida, Februar 1922, S. 11f. (Digitalisat: 305f.).

In Budapest gründete sie 1907 mit anderen Kunstschaffenden die Vereinigung Kéve („Garbe“) und beteiligte sich an deren Ausstellungen. Studienreisen führten sie nach Triest und Venedig. Später bereiste sie Deutschland und besuchte London. Im Jahr 1913 hielt sie sich zu einem längeren Aufenthalt in Strážky bei Spišská Belá (damals ungarisch Nagyőr) auf. Dort waren die Baroninnen Margit und Marianna Czóbel, Nichten des Malers László Mednyánszky,Top pick: Strážky Chateau: A hidden treasure. 21. Juli 2003, abgerufen am 18. März 2023. ihre Malschülerinnen. Sie fertigte in dieser Zeit Studien von Menschen und Tieren, porträtierte die Mitglieder der Familie Mednyánszky/Czóbel und schuf Bilder von Schloss Strážky und der Umgebung. Ihre Tierzeichnungen bildeten die Fortsetzung vorheriger Serien aus dem Schönbrunner Tiergarten und den Londoner Dorfställen. Ihr gefiel es in Strážky so gut, dass sie mehrmals zurückkehrte. Die Winter verbrachte Konstantin oft bei ihrer Schwester. Sie setzte dort die Eindrücke aus dem Sommer u. a. in Radierungen um, von denen die Hofbibliothek in Wien einige erwarb.

In den Jahren 1910 bis 1914 war sie korrespondierendes Mitglied des Hagenbundes. 1918 heiratete sie János Szablya, der der Künstlervereinigung Kéve ebenfalls angehörte und zu der Zeit vorstand. Sie bezog nach der Hochzeit ein möbliertes Atelier in Rózsadomb und begann, Stillleben zu malen. Sie starb im Jahr ihrer Hochzeit mit 34 Jahren an der Spanischen Grippe. Eine Sammlung ihrer Werke findet sich in der Slowakischen Nationalgalerie.

Arbeiten (Auswahl) Im Park, vor 1910Im Park, Ausstellung der ungarischen Künstlervereinigung Kéve, Katalog, 1910. Marianna Czóbel, Öl auf Karton, 1913 Studie eines Mädchenkopfes, Öl auf Leinwand, 1913 Ehrenhof auf Schloss Strážky, Öl auf Karton, 1913 Bauernhaus, Öl auf Karton, 1913 Winterlandschaft, Aquatinta, undatiert Ruhendes Kalb, Aquatinta, undatiert Spielende Hunde, Aquatinta, undatiertHrajúci sa psi (Spielende Hunde) Frida Konstantin, webumenia.sk Interieur, Aquatinta, undatiertInteriér Frida Konstantin, webumenia.sk Fressende Ziegen, Aquatinta, undatiertPijúce kravy Frida Konstantin, webumenia.sk

Ausstellungen (Auswahl) ab 1909: Ausstellungen der Vereinigung Kéve in Budapest, Wien und MünchenFrieda Konstantin, Database of Modern Exhibitions (DoME). European Paintings and Drawings 1905–1915, abgerufen am 18. März 2023. 1910 bis 1914: Hagenbundausstellungen in Wien, Berlin, Düsseldorf, Dresden und MünchenKonstantin Lohwag Frieda, Katalog der Herbst-Ausstellung, 1910–1911, Hagenbund, S. 50.Kleine Nachrichten, in: Kunst und Kunsthandwerk, Monatszeitschrift XIV, Heft 5, 1911, S. 318. Posthum 1922: Gedächtnisausstellung, initiiert durch die Vereinigung Kéve 1930: Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs 25. Jänner 2019 bis 19. Mai 2019: Stadt der Frauen. Künstlerinnen in Wien 1900–1938, Unteres Belvedere, Wien

Literatur Kunstchronik. 21, 1910, S. 268. Die 13. Ausstellung des Kunstvereins „KÉVE“, Präsentation des Nachlasses der Kéve-Mitgliedskünstlerin Konstantin Frida. Februar 1922, S. 11f. (Digitalisat: 305f.).

Silvie Aigner: Stadt der Frauen. Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938. Ausstellungskatalog. Unteres Belvedere 2019. Prestel-Verlag, München 2019, ISBN 978-3-7913-5865-9, S. 165, 282, 296.

Weblinks

Konstantin, Frieda. Österreichisches Biographisches Lexikon Konstantin Frieda. Malerin, biografiA Frida Konstantin, Werke, webumenia.sk

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Ungarn) Kategorie:Radierer (Ungarn) Kategorie:Grafiker (Ungarn) Kategorie:Person (Transleithanien) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1918 Kategorie:Frau