mini|Gertrud van Eyseren als Rundfunksprecherin, 1932 veröffentlichte Zeichnung Maria Elisabeth Gertrud van Eyseren (* 16. Juli 1896 in BerlinGeburtsurkunde des Standesamtes Berlin IVa vom 21. Juli 1896, Nummer 681/1896; † 26. August 1977 in HamburgSterbeurkunde des Standesamtes Hamburg, Sterbegeneralregister 49195, 1972–1977, Staatsarchiv Hamburg) war eine deutsche Sprachlehrerin und die erste Rundfunksprecherin der Funkstunde Berlin.

Leben Gertrud wurde als Tochter des Kaufmanns Jan Theodor van Eyseren und seiner Ehefrau Johanne Alwine Therese von Eyseren in der Wohnung der Familie in der Teltower Straße 16 in Berlin geboren.Geburtsurkunde des Standesamtes Berlin IVa vom 21. Juli 1896, Nummer 681/1896 Sie heiratete am 8. Januar 1927 in Berlin Paul Artur Richard Ruszczynski, führte jedoch ihren bisherigen Namen fort. Als Familienname trat Ruden hinzu. Die Ehe wurde 1950 wieder geschieden.Heiratsurkunde des Standesamtes Berlin VIII vom 8. Januar 1927, Nummer 10/1927, mit Nachtrag zur Namensführung vom 4. September 1931 und Scheidungsvermerk von 1954

Sie war von 1926 bis 1928 Lehrerin an einer gewerblichen Privatschule. Danach machte sie Sprachsendungen für Französisch für die Deutsche Welle aus der Hans-Bredow-Schule für Volkswissenschaft zusammen mit Claude Grander.Anzeiger für Zobten am Berg und Umgebung vom 4. Januar 1930, S. 10 (PDF), Rundfunkprogramm für 10. Januar 1930; auch in vielen anderen Tageszeitungen im RundfunkprogrammJoachim-Felix Leonhard: Programmgeschichte des Hörfunks in der Weimarer Republik, Teil 1, 1997, S. 230; erwähnte die Sprachsendungen von Gertrud van Eyseren und anderen

1932 war Gertrud van Eyseren Regie-Assistentin bei der Funk-Stunde Berlin.Volksstimme, Magdeburg, vom 21. Juni 1932, [S. 9] (PDF), in der Nachricht über die Ernennung, mit Zeichnung am Mikrophon Im Juni wurde sie als erste Frau zur Ansagerin (Nachrichtensprecherin) des Senders. Sie folgte damit auf den verstorbenen populären Carl Wessel. Dies erregte einiges Aufsehen und sorgte für Proteste von konservativer Seite, die der Meinung waren, dass eine Frau für eine solche Tätigkeit wenig geeignet sei.Lacey, 200; mit einigen Zeitungskommentaren, zum Beispiel der Berliner Zeitung vom 20. Juni und die Deutsche Zeitung vom 23. Juli 1932 Sie war dort mindestens bis 1933, Van Eyserens weitere Tätigkeit im Rundfunk während des Nationalsozialismus und nach 1945 sind bislang kaum erforscht.

Später lebte sie in Hamburg, nachweislich wohnte sie 1958 in der Hochallee 113Amtliches Fernsprechbuch für den Bezirk der Oberpostdirektion Hamburg, 1958-1959, Seite 661 und zuletzt in der Hochallee 119, Harvestehude, Bezirk Eimsbüttel.Sterbeurkunde des Standesamtes Hamburg, Sterbegeneralregister 49195, 1972–1977, Staatsarchiv Hamburg

Gertrud van Eyseren verfasste außerdem einige Sprachführer für die spanische Sprache.

Literatur Kate Lacey: Feminine Frequencies. University of Michigan, 1998. p. 200, mit einigen Angaben Elli Tschauner: Frauen im Rundfunk. Zeitschrift Der Deutsche Rundfunk, 1932, Jg. 10, H. 3, S. 4–5

Weblinks Frauen sprechen hören Bundeszentrale für politische Bildung, Bild 9 Dokumente über Gertrud van Eyseren in der Deutschen Digitalen Bibliothek

Einzelnachweise

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