Julie Hayward (* 1. April 1968 in Salzburg) ist eine österreichische Bildhauerin und Zeichnerin.
Leben Julie Hayward, deren Eltern ursprünglich in London lebten und dann nach Österreich emigrierten,Götz Bury: Präsentation Julie Hayward. 04.2000. In: basis-wien.at. wurde in Salzburg geboren. Sie absolvierte von 1987 bis 1993 ein Diplomstudium im Fach Produktgestaltung / Keramik bei Matteo Thun an der Universität für angewandte Kunst Wien, das sie mit dem akademischen Grad Magistra artium abschloss. Von 1997 bis 2007 unterrichtete sie an der Internationalen Sommerakademie Salzburg. 2002 und 2010 hielt sie sich mit Atelierstipendien des Landes Salzburg in New York und Berlin auf. 2011/2012 lehrte sie in der Abteilung Plastische Konzeptionen / Keramik an der Kunstuniversität Linz.Julie Hayward. In: artothek.info. Abgerufen am 13. März 2023.
2014 wurde Hayward mit dem Großen Kunstpreis des Landes Salzburg ausgezeichnet. Die Jury zeigte sich von „der Konsequenz ihrer Wertentwicklung“ und „der persönlichen Bildsprache ihrer Skulptur-Konzepte“ beeindruckt. Hayward arbeite „überzeugend in unterschiedlichen Zusammenhängen, ob Kunst im öffentlichen Raum, im historischen Ambiente oder bei Themenausstellungen“.Julie Hayward. In: salzburg.gv.at. Abgerufen am 13. März 2023. 2017 erhielt Hayward den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst.Preise der Stadt Wien an Neuwirth, Winiewicz und Klauhs. In: Salzburger Nachrichten. 19. Juli 2017. Abgerufen am 13. März 2023.
Hayward lebt und arbeitet in Wien. Sie ist Mitglied der Wiener Secession, der IG Bildende Kunst und des Salzburger Kunstvereins.Biographie Julie Hayward. In: salzburgmuseum.at. Abgerufen am 13. März 2023.
Werk Zu Julie Haywards Gesamtwerk gehören Skulpturen und skulpturale Installationen, Zeichnungen und Fotografien. Charakteristisch für ihr Frühwerk sind lebensgroße Keramik-Skulpturen, wobei sie archaische, organoide und erotische Motive wählte. Im Laufe ihrer künstlerischen Entwicklung löste sie sich von schweren Materialien wie Ton und Gips und begann stattdessen mit leichteren Werkstoffen wie Aluminium, Textilien (Plüsch, Fellimitate), Epoxy, Silikon, Polyester und Schaumstoff zu arbeiten. Gleichzeitig wechselte sie von geschlossenen zu offenen Formen. Ihre Arbeiten weisen philosophische, psychologische und traumhafte Bezüge auf. Sie werden als „kosmonautisch und utopisch“ oder „technoid-surreal“ beschrieben.Zirzenrufe aus der Zwischenwelt. Julie Hayward. In: Kunstmagazin Parnass. 23. April 2014. Abgerufen am 13. März 2023.
Werke von Julie Hayward befinden sich unter anderem in den Sammlungen der Neuen Galerie Graz, Lentos Kunstmuseum Linz, MAK in Wien, Museum der Moderne Salzburg, der Kunstsammlung des Stifts Admont, den Sammlungen des Bundes, der Landesregierung Salzburg und der Kulturabteilung der Stadt Wien sowie in der Privatsammlung Liaunig.
Kunst im öffentlichen Raum (Auswahl) mini|Don’t try to be ..., 2005, Fassadengestaltung Schule Pfeilgasse, Wien|hochkant=1.2 Cyclass, 2002, Objekt aus Aluminium, aus dem Wasser tropft („cycle assistant“ = Assistent für den Naturkreislauf) innerhalb eines Biotops, Landwirtschaftsschule Kleßheim Don’t try to be ..., 2005, zweizeiliger Schriftzug (Thema Gruppenzwang, Aufforderung, zu sich selbst zu stehen) an der Turnsaalfassade der Schule Pfeilgasse, Blindengasse 22–24, Wien abtauchen/auftauchen, 2009, künstlerische Gestaltung der Unterführung Löwengasse mit Schriftzügen, Leuchtstreifen und großformatigem Leuchtbild, Wienabtauchen / auftauchen. Julie Hayward. In: Kör - Kunst im öffentlichen Raum Wien. Abgerufen am 13. März 2023. ich atme innerlich ..., 2011, Schriftzüge (Thema positive Affirmationen für Kinder, nach einem Gedicht von Ernst Jandl) an der Fassade der Volksschule Krenglbach die augen hören..., 2019, Terrazzo-Gestaltung (nach einem Gedicht von Ernst Jandl) im Eingangsbereich der Joseph-Rehrl-Schule, Salzburg Himmel auf Erden, 2019, Terrazzo-Gestaltung (mit dem Abbild des Sternenhimmels) im Atrium der 3-zügigen Grundschule, Hochstrasse 29, München
Skulpturen (Auswahl) Sweet Lullaby, 2000, Epoxy, Silikon, Aluminium, Schaumstoff und Plüsch, 300 × 70 cm, Kunstmuseum Lentos Transformator, 2001, Epoxy, Silikon, Alu, Schaumstoff, 2 Würfel je 70 × 50 × 50 cm, hängendes Teil: 200 × 70 × 50 cm, Kunstmuseum LentosHayward Julie, Transformator. In: sammlung.lentos.at. Abgerufen am 13. März 2023. Oops, 2002, Epoxy, Silikon, Aluminium, Schaumstoff, Plüsch, 300 × 50 × 70 cm, Kunstmuseum Lentos Sublimator, 2003, Aluminium, Plexiglas, Schaumstoff, Plüsch, Lackstoff, 145 × 270 × 66 cm, Kunstmuseum Lentos Home on legs, 2005, Aluminium, Schaumstoff, Kunststoff, Plüsch, Kunstleder, 190 × 70 × 300 cm, MAK WienWerke von Julie Hayward. In: sammlung.mak.at. Abgerufen am 13. März 2023. Kitzelkorsett, 2005, Aluminium, Schaumstoff, Kunststoff, Plüsch, Kunstleder, 110 × 160 × 120 cm, MAK Wien Shelter, 2006, Polyester, Aluminium, Textil, Schaumstoff, 80 × 320 × 140 cm, Museum LiaunigMuseum Liaunig auf der ART&ANTIQUE 2015. In: museumliaunig.at. Abgerufen am 13. März 2023.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1997: Theseustempel, Wien 2004: Julie Hayward / Christoph Urwalek, Galerie Ernst Hilger, Wien 2005: Thomas Reinhold - Julie Hayward, synergie:paradox, Museum Stift Admont
Ausstellungsbeteiligungen 2001: Central artLab: Neue Kunst aus Mitteleuropa, Museum Morsbroich, Leverkusen 2002: Sweet Nothing, Kunsthaus Baselland, Basel (mit Katalog) 2004: Vision einer Sammlung, Museum der Moderne Salzburg (mit Katalog) 2006: Ein gemeinsamer Ort, Lentos Kunstmuseum Linz (mit Katalog)Ein gemeinsamer Ort. In: lentos.at. Abgerufen am 13. März 2023. 2007: eccentricpaths, Museu Coleção Berardo, Lissabon (mit Katalog) 2008: Leben? Biomorphe Formen in der Skulptur, Kunsthaus Graz / Universalmuseum Joanneum / Alte Galerie (mit Katalog)Leben? Biomorphe Formen in der Skulptur. In: museum-joanneum.at. Abgerufen am 13. März 2023. 2012: Realität und Abstraktion 2, Museum Liaunig 2013: 10 Jahre Lentos, Lentos Kunstmuseum LinzJulie Hayward. In: archiv.belvedere.at. Abgerufen am 13. März 2023. 2015: Du dessin dans l'espace, Musée d’Art Moderne et Contemporain (MAMC), Saint-Étienne 2017: Faktor X – das Chromosom der Kunst, Haus der Kunst, München
Literatur
Weblinks
Julie Hayward bei basis wien Homepage von Julie Hayward
Einzelnachweise
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