mini|Ingolsthal mini|Gurniggmühle mini|Kirche Ingolsthal Ingolsthal ist eine Ortschaft in der Gemeinde Friesach im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage Die Ortschaft liegt im Nordwesten der Gemeinde Friesach, in der Katastralgemeinde St. Salvator, etwa 7 km nordwestlich von St. Salvator, in den Metnitzer Alpen, beim Zusammenfluss von Rossbach und Gwerzbach.
In der Ortschaft werden folgende Hofnamen geführt: im Dorf: Gatterer (Nr. 10), Lampl (Nr. 12), Schneider (Nr. 13), Bruckenwirth (Nr. 14), Schuster (Nr. 17), Messnerhaus (Nr. 18), Krämer (Nr. 19), Schmied (Nr. 20), Wagner (Nr. 21), Kaltbacher (Nr. 24). entlang des Bachs zwischen dem Dorf und Staudachhof: Wucherer (Haus Nr. 1), Peinhart/Peinhard (Nr. 2), Gurnigg (Nr. 3), Platschkeusche (Nr. 6), Bachkeusche/Gattererkeusche (Nr. 7), Groichermühle (Nr. 26). an den Hängen rechtsseitig des Bachs: Schönberger (Nr. 4), Trempler (Nr. 5), Perzl (Nr. 8), Grasser (Nr. 9), Buchhäusl (Nr. 11).
Geschichte 1164 wurde der Ort als Mingoistal erwähnt, was sich von einem slawischen Personennamen (Menegoj) ableiten soll. Die heutige Pfarrkirche Ingolsthal stammt als Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert, damals noch als Filialkirche von Grades. In der Gegend wurde im frühen Mittelalter Silber abgebaut.Siegfried Hartwagner: Österreichische Kunstmonographie. Band VIII: Der Bezirk St. Veit an der Glan. St. Peter, Salzburg 1977, S. 119f.
In den linksseitigen Seitentälern des immerhin 30 km langen Metnitztals, in denen es sonst nur Streusiedlungen gibt, ist Ingolsthal das einzige Dorf. Welche Berufe im Dorf ausgeübt wurden, erkennt man noch an den Hofnamen (Bruckenwirt, Schuster, Schneider, Krämer, Schmied, Wagner); das Dorf war seit 1531 Pfarrort und es gab hier lange Zeit auch eine einklassige Schule.
Auf dem Gebiet der Steuergemeinde St. Salvator liegend, gehörte Ingolsthal in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Dürnstein. Bei Gründung der Ortsgemeinden in Verbindung mit den Verwaltungsreformen Mitte des 19. Jahrhunderts kam Ingolsthal an die Gemeinde St. Salvator. Seit 1973 gehört der Ort zur Gemeinde Friesach.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 26 Häuser, 173 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 65. 1880: 26 Häuser, 154 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 52. 1890: 25 Häuser, 166 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894, S. 52. 1900: 25 Häuser, 173 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905, S. 70. 1910: 27 Häuser, 154 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918, S. 34. 1923: 26 Häuser, 141 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 14. 1934: 154 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 14. 1961: 29 Häuser, 154 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965, S. 254. 2001: 39 Gebäude (davon 34 mit Hauptwohnsitz) mit 44 Wohnungen; 128 Einwohner und 2 Nebenwohnsitzfälle; 43 Haushalte; 4 Arbeitsstätten, 17 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004, S. 101. 2011: 42 Gebäude, 122 Einwohner, 47 Haushalte, 3 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt 2014. 2021: 42 Gebäude, 94 Einwohner, 42 Haushalte, 11 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt 2024, S. 35.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Friesach) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan Kategorie:Ersterwähnung 1164