Gustav Oppel (* 26. September 1891 in Volkstedt; † 22. Juni 1978 in Dresden) war ein deutscher Bildhauer und Porzellanmodelleur.

Leben und Werk Oppel studierte Bildhauerei an Kunstakademien und Kunstgewerbeschulen in Dresden, München und Berlin. Von 1918 bis 1931 arbeitete er als freischaffender Bildhauer in Dresden, dann in Berlin. Im Dresdner Adressbuch ist er zuletzt 1931 als Akademischer Bildhauer im Schilfweg 9 verzeichnet.

Als freier Mitarbeiter schuf Oppel figürliche Modelle für renommierte Porzellanmanufakturen wie die Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst in Unterweißbach, die Porzellanfabrik Ph. Rosenthal und & Co. in Selb und die Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur und Rudolf Kämmer in Rudolstadt-Volkstedt. Für Kämmer schuf er u. a. Büsten von Musikern und Denkern. 1925 gestaltete Oppel anlässlich der Herbstmesse aus Porzellan ein neues Zeichen für die Leipziger Messe.Elektrotechnische Zeitschrift, 1925, S. 1124 Vor allem bis Ende der 1920er Jahre wurde Oppel häufig als zeitgemäßer Porzellanmodelleur gewürdigt.

Oppel nahm als Soldat der Wehrmacht am Zweiten Weltkrieg teil.

Nach dem Ende des nationalsozialistischen Staats gehörte Oppel mit Hermann Hensel, Dörte Gujot, Hans Steffen und Karl Pohl zu einer losen „Wirkungsgruppe bildender Künstler Weißensee“, die 1945 mit Gästen eine Winterausstellung durchführte.

Oppel modellierte weiter im traditionellen Stil Porzellanplastiken für die Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur und Kämmer. Die Zeitschrift des Verband Bildender Künstler der DDR Bildende Kunst erwähnte 1971 den 80. Geburtstag Oppels.

Arbeiten Oppels gehören zum Bestand mehrerer Museen und öffentlicher Sammlungen und sind im Kunsthandel präsent.

Zeitgenössische Rezeption

Ausstellungen (Auswahl) 1920: Dresden, Sommerausstellung der Künstlervereinigung Dresden 1923: Berlin, Große Berliner Kunstausstellung 1928/1929: Wanderausstellung der American Federation of Arts 1929: Barcelona, Weltausstellung

Posthum 1982: Hannover, Kestner-Museum („Rosenthal – hundert Jahre Porzellan“)

Literatur

Sandy Alami: Zwischen Moderne und Tradition – das Œuvre des Porzellanmodelleurs Gustav Oppel. In: Porzellanland Thüringen. 250 Jahre Porzellan in Thüringen. Verlag Städtische Museen Jena, 2010, ISBN 978-3-942176-10-1, Seite 239–241. Silvia Glaser: Tänzerin aus Porzellan. Berthold Boeß im Wettstreit mit Gustav Oppel. In: Kulturgut, Germanisches Nationalmuseum, IV. Quartal 2016, Heft 51, S. 1–3.

Weblinks

Einzelnachweise

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