Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal (1623–1662) hatte im Jahre 1654 eine mystische Erfahrung, die er in seinem berühmt gewordenen Mémorial (Erinnerungsblatt) beschrieb.

Es handelt sich um einen Text auf einem schmalen Pergamentstreifen, den Pascal bis zu seinem Tod offensichtlich immer wieder neu in das Futter seines Rockes eingenäht hatte und der nach seinem Tod von einem Diener zufällig entdeckt wurde. Pascal trug diesen Zettel immer bei sich; diese mystische Erfahrung musste ihm also sehr viel bedeutet haben. In stammelnden Worten, Rufen und mit langen Gedankenstrichen beschreibt sie Pascal. Inhaltlich sagt er, dass Gott nicht über das Denken zu finden sei in philosophischen Gottesbeweisen („nicht der Gott der Philosophen und Gelehrten“), sondern dass Gott eine Erfahrung sei wie Feuer, wobei er mit seinen Worten auf die Erzählung vom brennenden Dornbusch ausdrücklich anspielt; : „Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs“. Auch andere Ausdrücke sind der Bibel entnommen.

Weblinks

Bibelstellen

Literatur Robert Leuenberger: Pascals Mémorial – Gerhard Ebeling zum 85. Geburtstag Rainer Zaiser: Die Epiphanie in der französischen Literatur – Zur Entmystifizierung eines religiösen Erlebnismusters. Gunter Narr Verlag, 1995, ISBN 3-8233-4616-4 Angela Berlis: Nicht aus heiterem Himmel – Über Fundstätten von Offenbarung

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