mini|Wappen derer von Monnich Die Herren von Monnich (auch: Mönnich, Monnick, Münnich o. ä.) sind ein erloschenes westfälisches Adelsgeschlecht, das im Emsland, im Oldenburgischen, und in Osnabrück auftrat.
Die Familie ist von den oldenburgischen Münnich und den westfälisch-niedersächsischen Münch/Monnich zu unterscheiden.
Geschichte Wohl gleicher Herkunft wie das aus Oberlangen an der Ems stammende, wappensverwandte Geschlecht derer von Langen, wurde das Adelsgeschlecht mit Jacob von Mönnich 1360 als Bentheimer Burgmann in Haselünne erwähnt. Seine Nachfahren waren dort auf Gut Eickhoff besitzlich. Johann von Monnich (* um 1390) kaufte urkundlich 1441 von Heinrich von Thuine dessen Burgmannshof am Hasetor in Haselünne. Sein gleichnamiger Sohn heiratete eine Verne von Elen, deren Sohn Roleff eine Agnes von Westrup.
Unter deren vier Söhnen sind die Stifter Johann († 1563) und Engelbert Monnick († 1577) erwähnenswert. Erstmals 1533 in einer Urkunde des Osnabrücker Johannisstifts genannt, waren Johann und Engelbert dortige Scholaster, wobei letzterer zudem ab 1563 als Thesaurar von St. Johann, Propst des Zisterzienserinnenklosters Levern und Gegner der Reformation erwähnt wird. Die Gebrüder hinterließen die 1580 gegründete Monnicksche Armenstiftung und sind auf einem Epitaph in St. Johann verewigtDI 26, Stadt Osnabrück, Nr. 137 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di026g003k0013708, ebenso wie ihr Testamentsvollstrecker, Neffe Caspar von Monnick.
Ein anderer Sohn, Roleff von Monnich, amtierte 1529 bis 1550 als Richter in Haselünne und heiratete 1532 Elisabeth Brawe zu Harme (wohl Tochter einer N.N. von Osterwedde bzw. Westrup)nach A. Fahne (1858), S. 301 und hatte vier bekannte Nachkommen (Rudolf, Caspar, Cord, Ilse). Sein Sohn Rudolf war 1577 bis 1608 Herr auf Harme bei Bakum, wobei dieser Zweig der Familie 1688 (oder 1683) mit dessen Enkel Rudolf Lubbert erlosch. Ein Conrad von Monnich gelangte durch die Ehe 1580 mit Mette von Sütholte in den Besitz des Gutes Sudholt-Tribbe bei Bakum, das 1600Otto Gruber: Die Wappen des südoldenburgischen Adels. In: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1971. Vechta 1970, S. 24f. auf Christoph von Monnich überging. Zudem war das Geschlecht zu Boclo, Haren, Herslich, Holte, Nordhorn und Nienburg besitzlichLedebur (1856), S. 131 und ist gegen 1700 erloschen. Spießen (1901–1903) S. 91
Familienangehörige (Auszüge)
Wappen Blasonierung: in Weiß pfahlweise gestellte, geschlossene rote Schafschere (Tuchmacherschere). Auf dem rot-weiß bewulsteten Helm zwei nach außen geneigte rote Schafscheren.
Literatur Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 90; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 221. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 6: Loewenthal – Osorowski. Leipzig 1865, S. 412. Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 131f. Anton Fahne: Geschichte der westphälischen Geschlechter, 1858, S. 301. Mitteilungen des hist. Vereins zu Osnabrück (ebd. 1864) Bd. 7, VII: Osnabrückische Stammtafeln S. 313 (Weitere Namensträger im Osnabrücker Bürgertum)
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Niedersächsisches Adelsgeschlecht Kategorie:Adelsgeschlecht (Mittelalter) Kategorie:Ersterwähnung 1360