Edmund Franz Sabott (* 6. Januar 1898 in Spandau bei BerlinGeburtsregister Standesamt Spandau, Nr. 51/1898; † 2. Dezember 1956 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller.
Leben Edmund Sabott wurde 1898 in Spandau geboren. Direkt von der Schulbank musste er in den Ersten Weltkrieg ziehen. Nach dem Ende des Krieges versuchte er sich in einem bürgerlichen Beruf, entdeckte aber schon bald seine schriftstellerische Begabung. Sabott war Autor zahlreicher Romane, die zum Teil verfilmt wurden. Insgesamt veröffentlichte Sabott rund 70 Bücher. Er veröffentlichte auch unter den Pseudonymen Horst Peter und Martin Mohl. Durch Lesungen in der direkten Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs kam Sabott, der bis dahin keine Kinder- und Jugendliteratur verfasst hatte, in Kontakt mit jungen Zuhörerinnen und Zuhörern, die seine Lesungen nutzten, um sich in den Wintermonaten in einem geheizten Raum aufwärmen zu können. Im Nachgang zu diesen Lesungen wurde er immer wieder von Kindern und Jugendlichen gefragt, ob er nicht auch für sie Geschichten im Repertoire hätte. Viele dieser kleinen Zuhörer berichteten Sabott von ihren eigenen Erlebnissen, die ihm als Basis zahlreicher Erzählungen dienten. Sabott verfasste auch Stücke für das Kasperletheater und Weihnachtsgeschichten.
Edmund Sabott war im Literaturbetrieb seiner Zeit vernetzt und unterhielt unter anderem Briefwechsel mit den Schriftstellern Kurt Türke und Martin Gregor-Dellin sowie dem Lexikographen Franz Brümmer. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
Schriften (Auswahl) Jan Fock, der Millionär. Ullstein-Verlag, Berlin 1928. Lix zwischen Brüdern. Ullstein-Verlag, Berlin 1930. Ein Wanderer geht vorbei. Zeitschriftenverlag, Berlin 1935. Einer muß weichen. Verlag Scherl, Berlin 1936. Übers Meer! Übers Meer! Buchmeister-Verlag, Berlin 1936. Die Bande Barkenthin. Zeitschriftenverlag, Berlin 1936. Die Sieben und ein Spion. Aufwärts-Verlag, Berlin 1943. In den neuen Tag. Nauck-Verlag, Berlin 1946. Die Wandlung des Joachim Borck. 1948. Eine ganz andere Welt. 1949. Drei in dieser Zeit. Sachsenverlag, Dresden 1949. Die verhexte Ferienfahrt, 1955. Die Schwarze Kralle, C. Bertelsmann Verlag, 1956. Antje im Glück. F. Schneider-Verlag, München 1964. Fundsache I/68. Neuer Jugendschriften Verlag, Hannover 1980.
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Erzählung Kategorie:Drama Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (Deutschland) Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Schriftsteller (Berlin) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1898 Kategorie:Gestorben 1956 Kategorie:Mann