Wiechowice (deutsch Wehowitz, 1936–1945 Wehen, ) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Branice im Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie mini|links|Ortseingang Das Angerdorf Wiechowice liegt zwölf Kilometer südöstlich von Branice, 27 Kilometer südlich von Głubczyce (Leobschütz) und 91 Kilometer südlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene an der Landesgrenze zu Tschechien, die an der Oppa verläuft.

Nachbarorte von Wiechowice sind im Nordwesten Dzierżkowice (Dirschkowitz) und im Norden Uciechowice (Auchwitz). Jenseits der Landesgrenze liegen im Südosten Opava (Troppau) und im Südwesten Vávrovice (Wawrowitz).

Geschichte mini|Annakirche Urkundliche Erwähnungen des Dorfes im Mittelalter liegen nicht vor.Stanisław Drzażdżyński: Die Slavischen Ortsnamen des Kreises Leobschütz. Leobschütz, 1896. S. 15 Digitale Version des Werkes Erst 1613 wird der Ort erstmals erwähnt.Geschichte des Ortes, branice.pl (poln.)

1723 zählte Wehowitz einen Müller, zwei Bauern mit sehr großem Hof, neun Bauern mit größerem Hof, zwei Bauern mit mittlerem Hof und ein Bauer mit kleinem Hof sowie 16 Kleinbauern. Der Ort zählte eine Fläche von 486 ha. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Wehowitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1789 wurde im Ort eine Schule eingerichtet. 1793–94 wurde die katholische Kirche erbaut.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Wehowitz ab 1816 zum Landkreis Leobschütz im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Kirche, eine katholische Schule, vier Wassermühlen und 70 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Wehowitz 413 Einwohner, davon vier evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 726. 1861 wurden 13 Bauern-, 17 Gärtner-, sowie 14 Häuslerstellen gezählt.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 864 1874 wurde der Amtsbezirk Preußen Boblowitz gebildet, dem die Landgemeinden Boblowitz, Dirschkowitz, Waissak und Wehowitz sowie die Gutsbezirke Boblowitz und Waissak eingegliedert wurden.Amtsbezirk Boblowitz/Hedwigsgrund in: territorial.de 1894 wurde im Ort ein neues Schulhaus erbaut. 1903 wurden weite Teile des Ortes durch ein Hochwasser der Oppa überflutet. Dabei wurde die Brücke zerstört.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Wehowitz 412 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und keine für Polen. Wehowitz verblieb wie der gesamte Stimmkreis Leobschütz beim Deutschen Reich. 1933 zählte der Ort 538 Einwohner. Am 12. Juni 1936 wurde Wehowitz in Wehen umbenannt. 1939 zählte Wehen 515 Einwohner. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Leobschütz.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Wiechowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien eingegliedert. 1950 wurde Wiechowice der Woiwodschaft Oppeln zugeteilt. Seit 1999 gehört es zum Powiat Głubczycki.

Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische St.-Anna-Kirche (Kościół św. Anny) wurde 1793–1794 errichtet und 1916 erweitert. Seit 1966 steht der Kirchenbau unter Denkmalschutz.Denkmäler Woiwodschaft Opole S. 22 (polnisch)

Literatur Georg Beier: Die Dörfer des Kreises Leobschütz 1914–1946. Oberschlesischer Heimatverlag Dülmen, 1990. ISBN 3-87595-277-4

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Einzelnachweise

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