Boryty () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Sępopol (Stadt- und Landgemeinde Schippenbeil) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein).

Geographische Lage Boryty liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Bartoszyce ().

Geschichte Erstmals wurde das kleine Dorf Boritten im Jahre 1502 erwähnt.Dietrich Lange: Boritten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Die Landgemeinde Boritten kam 1874 zum neu errichteten Amtsbezirk Stolzenfeld (polnisch Stopki) im ostpreußischen Kreis FriedlandRolf Jehke: Amtsbezirk Langendorf/Stolzenberg (ab 1927: Kreis Bartenstein).

63 Einwohner lebten 1905 und 1910 in Boritten.

Am 30. September 1928 gab die Landgemeinde Boritten ihre Eigenständigkeit auf und schloss sich mit dem benachbarten Gutsbezirk Langhanken zur neuen Landgemeinde Langhanken zusammen.

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Boritten die polnische Namensform „Boryty“. Heute ist der Ort Teil der Stadt- und Landgemeinde Sępopol (Schippenbeil) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein), zwischen 1975 und 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Boryty 23 Einwohner.

Kirche Bis 1945 war Boritten in die evangelische Kirche SchippenbeilWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 456–457 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Bruno in Bartenstein, damals im Bistum Ermland gelegen, eingepfarrt.

Heute gehört Boryty katholischerseits zur Pfarrei Sępopol im jetzigen Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Kirche Bartoszyce, einer Filialkirche von Kętrzyn (Rastenburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Boryty liegt an einer Nebenstraße, die von der Stadt Sępopol (Schippenbeil) bis nach Szczurkowo (Schönbruch) an der polnisch-russischen Staatsgrenze führt – und vor 1945 weiter bis nach Domnau () in der heutigen Oblast Kaliningrad (Königsberger Gebiet) verlief. Außerdem ist der Ort über zwei Nebenstraßen mit der Nachbarregion verbunden.

Eine Anbindung an den Bahnverkehr existiert nicht.

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1502 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Sępopol