Die definitio accidentalis () ist in der Logik eine Definition, welche die zufälligen oder die nur unter besonderen Umständen zutreffenden Merkmale eines Begriffs beinhaltet.Gertrud Bauer, Synthetische Definitionsversuche, 1928, S. 44 Pendant ist die definitio essentialis (Essentialdefinition).

Herkunft Die Unterscheidung stammt von den Peripatetikern und wird Johannes Scottus Eriugena zugeschrieben.Johannes Scottus Eriugena, De divisione naturae I, 43Karl Samstag, Die Dialektik des Johannes Skottus Eriugena, 1929, S. 44

Verwendung Die Akzidentaldefinition gibt die sekundären, eher unwesentlichen Attribute eines Begriffs an.Friedrich Ueberweg, System der Logik und Geschichte der logischer Lehren, 1865, S. 137 Da Einzelwissenschaften um präzise Definitionen bemüht sind, kann die Akzidentaldefinition lediglich „unterdefinierte“ Begriffe anbieten, die als unwissenschaftlich anzusehen sind. So gelten in der Ästhetik Schmutz und Schund – ähnlich wie andere pejorativ benutzten Begriffe – tendenziell als erheblich unterdefiniert.Matthias Harder, Schund/Trash, in: Achim Trebeß (Hrsg.), Metzler Lexikon Ästhetik, 2006, S. 341 f.

Eine besondere Bedeutung besitzt die Akzidentaldefinition nicht, weil sie nur auf sehr mittelbarem Weg erreicht, was die Essentialdefinition viel unmittelbarer erzielt.Charles Cecil van Liew, Die Begriffsbestimmung, 1893, S. 32

Sonstiges Die Akzidentaldefinition ist mit der Nominaldefinition verwandt.Friedrich Ueberweg, System der Logik und Geschichte der logischen Lehren, 1865, S. 124

Einzelnachweise

Kategorie:Logik Kategorie:Wissenschaftstheorie Kategorie:Lateinische Phrase