Otto Lüer (* 4. Juni 1865 in Bruchhausen; † 12. Februar 1947 in Bad Pyrmont) war ein deutscher Architekt.
Leben Lüer war der Bruder des Apothekers und Erfinders Kurt LüerHelmut Knocke: Lüer, (3) Otto. In: Hannoversches Biographisches Lexikon. S. 240. und des Architekten und Kunsthistorikers Hermann Lüer sowie der Sohn des Aktuars Georg Christian Ludwig Lüer und der Sophie Caroline Marie Lüer, geborene Jansen. Sein Onkel war der Architekt Wilhelm Lüer.Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902): Lüer, Johann Heinrich Wilhelm, glass-portal.privat.t-online.de: „Onkel von Architekt → Otto Lüer (1865–1947“
Lüer absolvierte von 1883 bis 1888 ein Architektur-Studium an der Technischen Hochschule Hannover und wurde danach als Architekt in Hannover tätig, seit 1932 in Bad Pyrmont. Er war seit 1886 Mitglied der Hannoverschen Bauhütte. Er baute vor allem im Stil der Neugotik und Neuromanik Kirchen, Villen und Denkmäler, letztere häufig zusammen mit dem hannoverschen Bildhauer Karl Gundelach.
Werk (Auswahl) mini|Markuskirche in Hannover-List mini|Nazarethkirche in Hannover-Südstadt 1896: Holzmarkt-Brunnen in Hannover (mit Karl Gundelach) 1898: Denkmalhof auf dem Alten St.-Nikolai-Friedhof in Hannover (nicht erhalten) Grabdenkmal der Familie Beindorf aus Hannover aus Laaser Marmor 1900–1901: Villa Schlikker in Osnabrück, Heger-Tor-Wall 27 1902: Hölty-Denkmal auf dem Alten St.-Nikolai-Friedhof in Hannover (mit Karl Gundelach) – denkmalgeschützt 1902–1906: Markuskirche in Hannover-List – denkmalgeschützt 1903–1904: Umbau des Schlosses Landsberg für August Thyssen 1905–1907: Nazarethkirche in Hannover-Südstadt – denkmalgeschützt Städtischer Saalbau in Celle 1916: Denkmal für Conrad Wilhelm Hase am Künstlerhaus in Hannover, Sophienstraße (mit Karl Gundelach) – denkmalgeschützt
Siehe auch Liste der Baudenkmale in Hannover
Literatur
Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Schlüter, Hannover 1998, ISBN 3-87706-538-4, S. 546 f. (Biografie und Werk) u.ö. Helmut Knocke: Lüer, (3) Otto. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 240 (books.google.de). Helmut Knocke: Lüer, (3) Otto. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 417.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Person (Bruchhausen-Vilsen) Kategorie:Architekt (Hannover) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1865 Kategorie:Gestorben 1947 Kategorie:Mann