Orlando, meine politische Biographie (Originaltitel: Orlando, ma biographie politique) ist ein experimenteller Dokumentarfilm von Paul B. Preciado aus dem Jahr 2023, der an den Internationalen Filmfestspielen Berlin uraufgeführt wurde.
Handlung Der Film ist eine Auseinandersetzung mit Virginia Woolfs Roman Orlando und der eigenen Biographie der Trans-Person Preciado. In Briefform richtet sich der Autor an Virginia Woolf und begleitet 26 trans und nichtbinäre Menschen im Alter von 8 bis 70 Jahren. Sie erzählen jeweils ihre eigene Geschichte der Transformation und treten in der Rolle von Orlando auf.
Rezeption mini|Paul B. Preciado mit dem Teddy Award 2023 Der Film feierte seine Premiere 2023 anlässlich der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2023, wo er mehrere Auszeichnungen erhielt. Für den Berlinale Dokumentarfilmpreis erhielt er eine lobende Erwähnung. Die Jury der Sektion Encounters verlieh ihm ex aequo mit Samsara den Spezialpreis der Jury. Bei der Verleihung der Teddy Awards wurde er mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm geehrt. Zudem wurde dem Film der Leserpreis des Tagesspiegels zugesprochen.
Philipp Stadelmaier bezeichnet Orlando, meine Politische Biografie, als einen „Safe-Space-Film“. Dessen Setting habe nach außen hin etwas Didaktisches, nach innen etwas von Gruppentherapie, Healing und Happening. „Da begegnen sich einige Orlandos in Vorzimmer des Psychiaters Dr. Reine, ‚Diplomand der patriarchalen-kolonialistischen Schule‘, der nichts kapiert hat von Nicht-Binarität und femininen Penissen, eine Karikatur, die die Welt in zwei Geschlechter eingeteilt haben will.“
Veröffentlichung Der Film ist seit dem 14. September 2023 in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln im Verleih von Salzgeber.
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2023 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Transgeschlechtlichkeit im Film