Der Militärapotheker (auch Kriegs- oder Wehrapotheker) ist ein Apotheker, der für die pharmazeutische Versorgung von Streitkräften zuständig ist. Er ist damit im Militärsanitätswesen tätig.
Bereits im 15. Jahrhundert gab es Militärapotheker, genannt auch Feldapotheker.Dieter Kronabel: Militärapotheker in Württemberg vom 15. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. In: Wehrmedizin und Wehrpharmazie. Band 10, 1986, Nr. 4, S. 99–100. Bis zur 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts bestanden keine im heutigen Sinne stehenden Heere und also auch keine ständig einsatzbereiten Militärärzte oder -apotheker. Erst als man das Militärwesen zu organisieren begann, traten auch Militärapotheker offiziell in Erscheinung. Im Januar 1798 wurde der Apotheker und Brauwissenschaftler Sigismund Friedrich Hermbstädt Generalstabsapotheker mit einem Friedensgehalt von 500 Reichstalern‚ wie es die Generalchirurgen bezogen, als erster Militärapotheker fest angestellt.
Die heutigen Militärapotheker sind im Wesentlichen in drei Gebieten tätig: praktische und wissenschaftliche Pharmazie, Sanitätsmaterialwirtschaft und Lebensmittelchemie (in der DDR Militärmedizintechnik genannt).
Bundeswehr Folgende Dienstgrade (in Klammern die gleichrangigen Dienstgrade der Offiziere im Truppendienst) gibt es: beim Heer und der Luftwaffe Stabsapotheker (Hauptmann) Oberstabsapotheker (Major) Oberfeldapotheker (Oberstleutnant) Oberstapotheker (Oberst) Generalapotheker (Brigadegeneral) bei der Marine Stabsapotheker (Kapitänleutnant) Oberstabsapotheker (Korvettenkapitän) Flottillenapotheker (Fregattenkapitän) Flottenapotheker (Kapitän zur See)
Siehe auch Wehrpharmazie
Literatur Gustav Devin: Die Deutschen Militärapotheker im Weltkriege. Julius Springer, Berlin 1920. / als Online-Ausgabe: Springer, Berlin / Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-50895-0.
Einzelnachweise
Kategorie:Sanitätswesen (Militär) Kategorie:Pharmazie