mini|Irina Kastrinidis (2017) Irina Kastrinidis (* 1978 in Zürich) ist eine schweizerisch-österreichische Schauspielerin und Dramatikerin mit griechischen Wurzeln väterlicherseits.
Leben Kastrinidis absolvierte von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Musik und Theater in Bern ein Schauspielstudium.H. Hollandt: Im Mittelpunkt steht das Genie, in: Südkurier vom 2. August 2003, abgerufen am 23. Februar 2023. Im Anschluss hatte sie ihr erstes Festengagement am Staatstheater Braunschweig.
Sie war ab 2004 mehrere Jahre Teil des Ensembles der Berliner Volksbühne unter Frank Castorf. Dort übernahm sie Haupt- und Nebenrollen in Castorfs Inszenierungen.Werner Theurich: Alles im weißen Bereich, in: Der Spiegel, 17. Dezember 2004, abgerufen am 23. Februar 2023.Ulrich Seidler: Das Selbstvernichtungsmittel, in: Berliner Zeitung, 8. Oktober 2005, abgerufen am 23. Februar 2023.Eva Behrendt: Das Chaos wieder finden, in: taz, 25. Februar 2006, abgerufen am 23. Februar 2023.Margarete Affenzeller: Hände hoch, das ist ein Prosaüberfall!, in: Berliner Zeitung, 11. Juni 2007, abgerufen am 23. Februar 2023.
2018 war Kastrinidis als Dozentin an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) im Bereich Darstellende Künste tätig.
2022 wurde Kastrinidis erstes selbst verfasstes Stück Schwarzes Meer von Castorf am Landestheater Niederösterreich uraufgeführt mit Julia Kreusch in der Hauptrolle.Martin Thomas Pesl: Familie Castor erobert St. Pölten, in: Die Welt, Nr. 21, 31. Januar 2022, S. 16. Das Stück behandelt die Verfolgung der Pontosgriechen in den 1920er Jahren im Griechisch-Türkischen Krieg und ist als Monolog durch die Augen einer griechischen Frau inszeniert. In dem Stück verbindet Kastrinidis die jüngere Geschichte mit mythologischen Inhalten und Popkultur. Im Jahr 2025 veröffentlichte George Theodorakis das Lied Die Einsamkeit ist ein böser Wolf mit einem Text von Kastrinidis.
Inszenierungen (Auswahl) Als Schauspielerin 2003: Picassos Frauen, Stadttheater Passau, Regie: Barbara Geiger (Rolle: Dora Maar)C. Grimsmann: Barbara Geiger führt bei "Picassos Frauen" Regie, in: Passauer Neue Presse, 23. April 2003, abgerufen am 23. Februar 2023. 2004: Die Schneekönigin, Berliner Volksbühne, Regie: Frank Castorf (Rolle: Räubermädchen) 2005: Schuld und Sühne, Berliner Volksbühne, Regie: Frank Castorf (Rolle: Vermieterin) 2006: Im Dickicht der Städte, Berliner Volksbühne, Regie: Frank Castorf (Rolle: Jane) 2007: Norden, Berliner Volksbühne, Regie: Frank Castorf 2007: Der Selbstmörder, Berliner Volksbühne, Regie: Dimiter Gotscheff 2012: Der Geizige, Berliner Volksbühne, Regie: Frank Castorf (Rolle: Mariane)Ulrich Seidler: Rustikale Kunstarschbacken, in: Berliner Zeitung, 16. Juni 2012, abgerufen am 23. Februar 2023. 2013: Wilhelm Tell, Schauspielhaus Zürich, Regie: Dušan David Pařízek (Rolle: Hedwig) 2019: Justiz, Schauspielhaus Zürich, Regie: Frank Castorf (Rolle: Helene Kohler)
Film 2006: Schwarze Schafe, Episodenfilm, Regie: Oliver Rihs (Rolle: Natascha) 2012: Bella Australia, Fernsehen, Regie: Vivian Naefe (Rolle: Maike) 2023: The Palace, Kino, Regie: Roman Polanski (Rolle: Dubravka)
Als Dramatikerin 2022: Schwarzes Meer, Landestheater Niederösterreich, Regie: Frank Castorf
Weblinks Persönliche Website von Irina Kastrinidis Biografie auf der Seite des Schauspielhaus Zürich
Einzelnachweise
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