Xeno ist ein japanisches Science-Fantasy-Videospiel-Franchise, das von Tetsuya Takahashi konzipiert wurde. Das erste Spiel wurde von SquareSoft und alle nachfolgenden Spiele von Monolith Soft entwickelt, einer Firma, die Takahashi gründete, nachdem er Square 1999 verlassen hatte. Während die verschiedenen Spiele untereinander zum einen keine direkte Story-Verbindung aufweisen, haben sie zum anderen thematische Verbindungen und beinhalten alle das Xeno-Präfix, welches Takahashi des Öfteren als Mittel zur Identifizierung seiner Spiele sowie als symbolische Darstellung der Serie beschrieben hat. Alle Spiele der Xeno-Meta-Serie finden in einer Science-Fiction-Welt mit einigen Fantasy-Elementen statt, wobei deren Handlung häufig psychologische, philosophische und religiöse Themen enthält.

Das erste Spiel, Xenogears, wurde ursprünglich als Handlungsstrang für Final Fantasy VII vorgeschlagen, dann als Nachfolger des JRPG Chrono Trigger von 1995 aus der Chrono-Serie, bis schließlich die Erlaubnis erteilt wurde, dass Konzept als eigenes Projekt zu entwickeln. Nachdem Square den Fokus verstärkt auf die Final-Fantasy-Serie verlagert hatte, verließen Takahashi und einige andere Xenogears-Entwickler Square, gründeten Monolith Soft und begannen mit den Arbeiten an den Xenosaga-Spielen. Sowohl Xenogears als auch Xenosaga waren als sechsteilige Serien geplant, jedoch hat sich durch unterschiedliche Umstände ergeben, dass die Pläne gekürzt wurden. Nach dem vorzeitigen Ende der Xenosaga-Serie begann Monolith Soft mit der Entwicklung von Xenoblade Chronicles, welches ursprünglich als Originaltitel gedacht war. Die Spiele des Xeno-Franchise wurden generell gut verkauft und haben gute Kritiken bekommen.

Spiele Xenogears +SpielErscheinungsjahrPlattformenAnmerkungenXenogears 11. Februar 1998 20. Oktober 1998PlayStationFünfte Episode einer auf sechs Teile ausgelegten Reihe Xenogears spielt in einer fremden Welt, mit verfeindeten menschlichen Imperien. Der Protagonist Fei Fong Wong wird in den Kampf gegen Deus hineingezogen, eine uralte maschinelle Waffe, die als Gott verehrt wird. Das Gameplay bietet ein rundenbasiertes Kampfsystem zu Fuß und in zweibeinigen Mechs namens "Gears". Ursprünglich war eine Geschichte aus sechs Teilen geplant, Xenogears sollte den fünften Teil darstellen. Xenogears gehört Square Enix.

Xenosaga +SpieleErscheinungsjahrPlattformenAnmerkungenXenosaga Episode I: Der Wille zur Macht 28. Februar 2002 25. Februar 2003PlayStation 2Xenosaga Freaks 28. April 2003PlayStation 2Xenosaga Episode II: Jenseits von Gut und Böse 24. Juni 2004 25. Februar 2005

28. Oktober 2005PlayStation 2Xenosaga: Pied Piper Juli – Oktober 2004Vodafone-Mobilgeräte, i-mode ServiceIn drei Episoden nacheinander veröffentlichtXenosaga I & II 30. März 2006Nintendo DSRemake der ersten beiden Episoden mit kleinen ÄnderungenXenosaga Episode III: Also sprach Zarathustra 6. Juli 2006 29. August 2006PlayStation 2 Die Xenosaga-Serie besteht aus einer Haupttrilogie von RPGs für die PlayStation 2, sowie aus Spin-Offs, die Teil der Hauptgeschichte sind. Die Spiele wurden zwischen 2002 und 2006 veröffentlicht. Die Xenosaga Trilogy bietet ein ähnliches Gameplay wie Xenogears, obwohl das Gleichgewicht zwischen Story und Gameplay für das zweite Spiel drastisch abgeändert wurde. Ebenso wie Xenogears war auch Xenosaga als sechsteilige Geschichte geplant, wurde aus verschiedenen Gründen aber auf eine Trilogie gekürzt. Xenosaga ist trotz Ähnlichkeiten keine direkte Fortsetzung oder Vorgeschichte zu Xenogears, sondern ein geistiger Nachfolger. Die Xenosaga-Serie gehört Bandai Namco Entertainment.

Xenoblade Chronicles +SpieleErscheinungsjahrPlattformenAnmerkungenXenoblade Chronicles 10. Juni 2010 19. August 2011

1. September 2011

6. April 2012Wii, Wii UAuf der Wii U erschien das Spiel nur in digitaler Form im eShopXenoblade Chronicles 3D 2. April 2015 2. April 2015

2. April 2015

10. April 2015New Nintendo 3DSNeuauflage von Xenoblade ChroniclesXenoblade Chronicles X 29. April 2015 4. Dezember 2015

4. Dezember 2015Wii UGeistiger Nachfolger, der allerdings nichts mit der Handlung des ersten Teils zu tun hatXenoblade Chronicles 2 1. Dezember 2017Nintendo SwitchXenoblade Chronicles 2: Torna – The Golden CountryExpansion Pass: 14. September 2018

Handelsversion:

21. September 2018Nintendo SwitchVorgeschichte zu Xenoblade Chronicles 2; enthalten im DLC von Xenoblade Chronicles 2, aber auch alleinstehend zu erwerbenXenoblade Chronicles: Definitive Edition 29. Mai 2020Nintendo SwitchXenoblade Chronicles 3 29. Juli 2022Nintendo SwitchXenoblade Chronicles 3: Future RedeemedExpansion Pass: 26. April 2023Nintendo SwitchVorgeschichte zu Xenoblade Chronicles 3; enthalten im DLC von Xenoblade Chronicles 3Xenoblade Chronicles X: Definitive Edition 20. März 2025Nintendo Switch Xenoblade Chronicles besteht derzeit aus vier Spielen und zwei Bonus DLC-Storyerweiterung. Die Spiele verwenden ein aktionsbasiertes Kampfsystem welches Cooldown-Fähigkeiten und Quick-Time-Befehle enthält. In Xenoblade Chronicles X ist es möglich mit riesigen Mechs, genannt Skells, zu reisen. Während Xenoblade Chronicles auf eine von der Story getriebene Erzählweise setzt, baut Xenoblade Chronicles X auf einer nicht linearen Struktur mit einer Open World. Zwischen Xenoblade Chronicles X und den restlichen Spielen der Reihe besteht keine direkte Story-Verbindung. Die Skells waren eine bewusste Rückbesinnung auf die Gears aus Xenogears. Die Xenoblade-Serie gehört Nintendo und seiner Tochtergesellschaft Monolith Soft.

Thematische Gestaltung Das Präfix "Xeno", welches etwas Seltsames oder Fremdes für eine Gruppe bedeutet, wurde in Verbindung mit der Gestaltung der Spiele verwendet. Der Titel Xeno wurde in der gesamten Serie wiederholend verwendet: In einem Interview zu Xenoblade Chronicles, gab Game-Director Tetsuya Takahashi an, dass das Präfix zu einem Symbol geworden sei, dass auf die früheren Werke von Monolith Soft verweist. Noch später wurde der Xeno-Title als Unterscheidung von Takahashis Arbeit beschrieben, der Interviewer nannte es die "Unterschrift des Directors". Alle Spiele der Serie haben eine Science-Fiction-Prämisse verwendet, auch wenn diese manchmal für Stellen in den Hintergrund gestellt wurden, welche eher dem Fantasy-Genre zuzuordnen sind. Scans

Laut Takahashi dreht sich jedes Spiel um ein eigenes Thema. Die Serien Xenogears, Xenosaga, und Xenoblade machen ausgiebigen Gebrauch von religiösen und philosophischen Themen. Xenogears hat Konzepte aus den Werken von Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud und Carl Jung integriert. Eine besondere Referenz ist der Protagonist Fei, dessen Persönlichkeit in mehrere Teile gespalten ist, von denen einer eine gewalttätige Person ist, die als "Id" bekannt ist.https://web.archive.org/web/20141110155021/http://www.edge-online.com/features/time-extend-xenogears/ Zudem Xenogears Glaubenssystem, zusammen mit anderen Konzepten wie Reinkarnation. Während der Entwicklungsphase soll der japanische Name des Antagonisten 'Deus' „Yahweh“ gewesen sein, aber das Team wurde vom Lokalisierungsleiter Richard Honeywood überzeugt, ihn nicht zu nutzen, und machten den Namen stattdessen aus einem Stück japanischem Slang.

Die Xenosaga-Serie macht starken Gebrauch von biblischen Elementen, besonders dem Neuen Testament. Es gibt auch umfangreiche Verweise auf den Gnostizismus, das Judentum und die Jungsche Psychologie. Der Hauptautor der Spiele gab an, dass die Themen auch parallelen zu vielen anderen Weltreligionen aufweisen. Auf die Werke Nietzsches wurde in den Xenosaga Spielen ebenfalls Bezug genommen: das erste Xenosaga bezog sein Hauptthema auf den „Willen zur Macht“, einem von Nietzsche geprägten Begriff zur Beschreibung der treibenden Motivation der Menschheit. Die Untertitel jedes Xenosaga Hauptspiels beziehen sich ebenfalls auf die Ideen und Werke von Nietzsche.

Die Gestaltung von Xenoblade Chronicles konzentriert sich auf die Hauptcharaktere die ein vorherbestimmtes Schicksal überwinden und den Sinn der menschliche Existenz finden, zusammen mit dem, was Takahashi als "Kontrast der Bereiche des Mikros und des Makros" beschrieb. Xenoblade Chronicles X war eine bewusste Abkehr dieses Stils des Geschichtenerzählens und der Einbeziehung philosophischer Themen: laut Takahashi bestand das Konzept darin, eine solide Gameplay-Grundlage zu schaffen, auf der ein zukünftiges Werk basieren würde, welches wieder eine starke Geschichte bieten würde. Trotzdem behandelt es thematisch ähnliche Bereiche wie Xenoblade Chronicles.

Entwicklung Xenogears, das erste Spiel in der späteren Xeno-Serie, wurde Square erstmals von Tetsuya Takahashi und seiner Frau, bekannt unter dem Pseudonym Soraya Saga, als potentieller Handlungsstrang für Final Fantasy VII vorgeschlagen. Während es für die Final-Fantasy-Serie als zu ausgereift galt, durfte Takahashi ein Originalwerk basierend auf der Prämisse erstellen. Nachdem er zunächst versucht hatte, eine Fortsetzung von Chrono Trigger zu erstellen, machte Takahashi das Projekt völlig einzigartig und begann mit der Entwicklung zwei Jahre, vor der Veröffentlichung. Während ein zweites Xenogears-Spiel geplant war, beschloss Square sich auf die Final-Fantasy-Serie zu konzentrieren, eine Entscheidung, mit der Takahashi nicht einverstanden war. Er verließ Square und gründete 1999 mit mehreren anderen Xenogears Entwicklern Monolith Soft. Monolith Soft wurde gegründet, damit Takahashi die Konzepte von Xenogears weiterentwickeln konnte, und mit finanzieller Unterstützung von Namco, begann das Team mit der Entwicklung des ersten Xenosaga.

Der Entwicklungszyklus der Xenosaga Spiele war beunruhigt: nachdem das erste Spiel unterdurchschnittlich abgeschnitten hatte, wurde das Entwicklungsteam gewechselt, die vorgeschlagene sechsteilige Serie wurde auf die Hälfte gekürzt und der zweite Teil verlagerte seinen Fokus von der Geschichte auf das Gameplay. Nach dem Aufschrei ändert sich das Spiel erneut, mit dem Versuch Geschichte und Gameplay in Einklang zu bringen und gleichzeitig die Xenosaga-Geschichte zu Ende zu bringen. Nach dem Scheitern von Xenosaga befanden sich die Mitarbeiter von Monolith Soft in einem Zustand niedriger Moral. Während der Entwicklung von Disaster: Day of Crisis, war Takahashi von der Idee begeistert, ein Spiel auf den Körpern zweier gefrorenen Göttern stattfinden zu lassen. Nachdem mit einem anderen Mitarbeiter ein Konzeptmodel dafür erstellt worden war, begann Monolith Soft mit der Entwicklung. Während es ursprünglich als Originaltitel namens Monado: The Beginning of the World gedacht war, ließ Nintendos damaliger CEO Satoru Iwata den Titel ändern, um Takahashis frühere Spiele und die harte Arbeit an dem Titel widerzuspiegeln und brachte das neue Spiel so in die Xeno-Serie. Monolith Soft arbeitete innerhalb absichtlicher Beschränkungen und entfernte sich vom vorherigen Cutscene-lastigen Stil von Xenogears und arbeitete daran, das Spiel zu einem perfekten Gleichgewicht von Gameplay und Story zu bringen. Bei Xenoblade Chronicles X konzentrierten sich die Entwickler auf den Gameplay-Aspekt, insbesondere auf die Schaffung einer offenen Welt und Online Elementen mit erneut selbst auferlegter Beschränkungen. Official translation

Kurz vor dem Veröffentlichungsdatum von Xenoblade Chronicles X erklärte Takahashi, dass wenn er die Möglichkeit dazu hätte, hoffen würde, ein weiteres klassisches Videospiel im JRPG-Style ähnlich wie Xenoblade Chronicles entwickeln zu können. Er gab an, dass er hoffte die Serie fortsetzen zu können, indem er viele verschiedene Stile erkundete, anstatt sich nur auf ein spezifisches Genre zu beschränken. Er erklärte außerdem, dass er das in Xenoblade Chronicles X erstellte Kernsystem nutzen möchte, um die Story und die thematischen Elemente für ihr nächstes Projekt weiter auszubauen. Zwei Jahre später, wurde Xenoblade Chronicles 2 veröffentlicht, welches zu dem storygetriebenen JRPG-Style zurückkehrte, welcher in Xenoblade Chronicles definiert wurde.