Sterne im Euro NCAP-CrashtestADAC (Hrsg.): Crash-Test Opel Astra H. In: Motorwelt 07/2004 (PDF-Datei; 0,1 MB) 105px

Der Astra H (lat. „Sterne“) ist ein Fahrzeugtyp in der Kompaktklasse von Opel. Er ist der Nachfolger des Astra G und wurde von März 2004 bis September 2010 für den europäischen Markt hergestellt.

Modellgeschichte Allgemeines Auf seiner Delta-Plattform bauten auch Modelle der General-Motors-Marken Vauxhall, Holden und Saturn auf. Eine für den amerikanischen Markt geringfügig geänderte Schrägheck- und GTC-Variante des Astra H wurde von 2007 bis 2009 als Saturn Astra auch in Nordamerika verkauft. In Chile und Mexiko vertreibt General Motors den Astra H als Chevrolet Astra, in anderen Ländern Südamerikas wie Argentinien und Brasilien als Chevrolet Vectra (Stufenheck) bzw. Chevrolet Vectra GT (Schrägheck). In Australien und Neuseeland wird der Astra unter der Marke „Holden“ vertrieben.

Im Dezember 2009 wurde die neunte Generation der Mitte 1962 eingeführten Modellreihe Opel Kadett/Astra als Astra J eingeführt.

Bis zur Einstellung der Automobilproduktion im Werk Bochum lief der Opel Astra H noch bis Dezember 2014 für den osteuropäischen Markt vom Band und wurde dort parallel zum Astra J als Opel Astra Classic III angeboten.Auto, Motor und Sport Spezial, Auto Katalog, Modelljahr 2012, Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart, Seite 123; ; Die Produktion für den russischen Markt fand in Sankt Petersburg statt. Dort wurde das Modell neben der aktuellen Astra-Generation unter der Bezeichnung Opel Astra Family vermarktet.

Modellvarianten fünftüriges Schrägheck (Dezember 2003 bis September 2009) fünftüriger Kombi (Caravan; August 2004 bis September 2010) dreitüriges Schrägheck (GTC; März 2005 bis September 2010) zweitüriges Cabrio (TwinTop) mit versenkbarem Stahlklappdach (Mai 2006 bis September 2010) viertüriges Stufenheck (Sedan; Oktober 2006 bis März 2010 – bevorzugt für den osteuropäischen Markt gebaut) Lieferwagen mit drei Türen

Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen wurde die viertürige Limousine mit Stufenheck ab Herbst 2006 vorläufig nur in Osteuropa, der Türkei und Südamerika (dort unter der Bezeichnung Chevrolet Vectra) angeboten. Auf den anderen Märkten spielt der Viertürer fast keine Rolle mehr in dieser Klasse.

Modellpflege

Im Februar 2007Eckhart Bartels, Rainer Manthey: Opel: Fahrzeug-Chronik Band 3: 1991–2012. Podszun, Brilon 2013, ISBN 978-3-86133-666-2, S. 60/61 und 67/68. wurde der Astra H modifiziert, was unter anderem an geänderten Heckleuchten aus klarem statt durchgefärbtem Kunststoff und anderen Stoßfängern vorn und hinten zu erkennen war. Beim dreitürigen GTC und beim TwinTop beschränkte sich das Facelift auf einen Kühlergrill und ein mittiges Stoßstangengitter mit rechteckigem Gitter statt der vorherigen waagerechten Streben.

Ab Oktober 2008 konnte man die Stufenhecklimousine des Astra H nun auch in Deutschland bestellen. Sie war ausschließlich mit 1,6-l-Twinport-Motor lieferbar.

Ausstattungsvarianten (für Deutschland) In Deutschland wurden die folgenden Ausstattungsvarianten angeboten: Astra (Grundmodell, Essentia als EU-Neufahrzeug, ab 2008 als Selection „110 Jahre“ bezeichnet). Black & White (2010) Edition, zwischenzeitlich Catch me now. Edition „111 Jahre“ Enjoy ist die Ausstattungsversion für EU-Neufahrzeuge und entspricht bis auf ESPplus der Variante Edition. Navi, ehemals Catch me, davor Edition Plus. Sondermodell in Deutschland/Österreich, wie Edition jedoch mit Navigationssystem. Innovation, ab 2008 als INNOVATION „110 Jahre“ bezeichnet. Endless Summer, nur als Cabrio (ab 2007). Sport Elegance (10/2004–06/2005) Cosmo OPC OPC Nürburgring Edition OPC Race Camp

Die Ausstattungsvarianten in anderen Ländern weichen vom deutschen Angebot ab. So wurde in Italien keine Version Sport angeboten, in anderen Ländern wie Großbritannien wurden die Modelle mit völlig anderen Namen bei teilweise gleicher Ausstattung („Club“, „Life“, „SRi“) angeboten. In Exportmärkten wie China oder Chile wurden nur ein bis zwei Modelle verkauft. Serienmäßig gab es bei allen Varianten Servolenkung, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber vorne und elektrische Außenspiegel, sechs Airbags, Antiblockiersystem, Wegfahrsperre und Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESPplus), Antriebsschlupfregelung (TCplus), Cornering Brake Control (CBC, Bremsdruckregelung in Kurven), und einen Bremsassistent. Beim Astra GTC wurde zusätzlich noch ein Parkpilot geliefert (ab Edition).

Optional erhältlich oder in höheren Ausstattungsvarianten serienmäßig waren Extras wie ein Tempomat, eine Klimaautomatik (ECC), ein DVD-Navigationssystem, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung (diese unterstützt allerdings nur das Hands-Free-Profile und nicht das modernere remote SIM Access Profile), ein Reifendruck-Kontrollsystem (TPMS) oder eine Einparkhilfe (PDC).

Zu den weiteren Sonderausstattungen zählt ein Fahrwerk mit elektronischer Dämpferregelung (IDS+) und Kurvenlicht AFL (Adaptive Forward Lighting) in Verbindung mit Bi-Xenon-Scheinwerfern.

OPC mini|Opel Astra OPC (2005–2010) Das ab Herbst 2005 verkaufte und sportlich ausgelegte Topmodell OPC hat vergrößerte Stoßfänger und Seitenschweller, einen mittig liegenden Auspuff, serienmäßig 18"-Räder (optional 19"-Räder) und Recaro-Sportsitze. Der 2,0-l-Turbo-Motor mit 177 kW (240 PS) ermöglicht eine Beschleunigung in 6,4 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 244 km/h.

Ende Oktober 2005 unterbot der OPC den Klassenstreckenrekord auf dem Nürburgring um vier Sekunden in 8:35,93 Minuten. Am Steuer saß der Rennfahrer Manuel Reuter. Diese Rekordfahrt unter dem Motto Techniktransfer von der Rennstrecke auf die Straße wurde aufwendig inszeniert (diverse Kameras am Wagen und an der Strecke, Hubschrauberaufnahmen) und schließlich auf einer DVD mit dem Titel Pure Passion als Marketinginstrument verbreitet, die unter anderem Inboardaufnahmen mit eingeblendeten Messdaten, Luftaufnahmen und die komplette Runde aus der Cockpitperspektive enthält.

Im Jahr 2008 gab es ein Sondermodell namens OPC Nürburgring Edition mit Rallye-Muster auf Motorhaube, Dach und am Heck. Die wichtigsten Ausstattungsdetails dieser Version waren die 19"-Leichtmetallräder im Bi-Color-Design sowie die elektronische Fahrwerksregelung IDS-Plus2 (neuere Generation). Die Nürburgring Edition war auf 835 Stück limitiert, dies war eine Hommage an die von Manuel Reuter 2005 auf einem Astra H OPC gefahrene Rundenzeit von 8:35,93 Minuten auf der Nordschleife des Nürburgrings.

2009 wurde der Astra OPC Race Camp angeboten. Dieser war ausschließlich in weiß lieferbar: Das Dach, der Kühlergrill, die Außenspiegel sowie die Räder sind schwarz lackiert. Er hat außerdem das rein mechanische Fahrwerk vom englischen Schwestermodell VXR. Er weist zudem eine reduzierte Ausstattung gegenüber dem normalen OPC auf.

Im September 2010 wurde die Fertigung des Astra OPC eingestellt.

Technische Daten Motoren Die Motorenpalette reicht bei den Benzinern vom 1,4-l-Motor mit 66 kW (90 PS) (in Österreich ab 55 kW/75 PS) bis zum Spitzenmodell 2,0 l Turbo mit 177 kW (241 PS), sowie bei den Dieseln vom Einstiegsmodell mit 1,3 l Hubraum und 66 kW (90 PS) bis zum 1,9 l mit 110 kW (150 PS). Ab Dezember 2005 wurde der neu entwickelte 1,8-Liter-Benziner (Z18XER) mit 103 kW (140 PS) ausgeliefert. Ottomotoren 1.41.4 Twinport1.4 LPGecoFLEX1.6 Twinport1.6 LPGecoFLEX1.61.6 Turbo1.82.0 Turbo2.0 Turbo2.0 Turbo OPCBauzeitraum03/2004–09/201008/2009–09/201003/2004–11/200708/2009–09/201011/2006–09/201003/2004–01/200601/2006–08/201003/2004–11/200603/2004–09/201008/2005–09/2010MotorbauartReihen-Vierzylinder-Ottomotor mit Multi-Point-EinspritzungR4-Ottomotor mit Turbolader und Multi-Point-EinspritzungReihen-Vierzylinder-Ottomotor mit Multi-Point-EinspritzungR4-Ottomotor mit Turbolader und Multi-Point-EinspritzungMotorkennungZ14XELZ14XEPZ16XEP, Z16XE1Z16XERZ16LETZ18XEZ18XERZ20LELZ20LERZ20LEHVentilsteuerungvier Ventile pro Zylinder, DOHC, Kettevier Ventile pro Zylinder, DOHC, ZahnriemenHubraum1364 cm³1598 cm³1796 cm³1998 cm³Bohrung × Hub73,4 mm × 80,6 mm79,0 mm × 81,5 mm80,5 mm × 88,2 mm86,0 mm × 86,0 mmVerdichtung10,5 : 18,8 : 110,5 : 18,8 : 1Leistungbei 1/minbei 5200/minbei 5600/min(LPG: )Benzin: bei 5600/minbei 6000/min(LPG: )Benzin: bei 6000/minbei 6000/minbei 5500/minbei 5600/minbei 6300/minbei 5200/minbei 5400/minbei 5600/minmax. Drehmomentbei 1/min120 Nmbei 3800/min125 Nmbei 4000/min119 Nmbei 4000/min150 Nmbei 3900/minLPG: 147Benzin: 155bei 4000/min155 Nmbei 4000/min230 Nm bei1980–5500/min170 Nmbei 3800/min175 Nmbei 3800/min250 Nm bei1950–4000/min262 Nmbei 4200/min320 Nm bei2400–5600/minGetriebeserienmäßigFünfgang-SchaltgetriebeSechsgang-SchaltgetriebeFünfgang-SchaltgetriebeSechsgang-SchaltgetriebeGetriebeoptional –Fünfgang-Easytronic –Fünfgang-Easytronic –Fünfgang-Easytronic – Vierstufenautomatik –Höchstgeschwindigkeit178 km/h(170 km/h) 178 km/h185 km/h(189 km/h) 191 km/h191 km/h221 km/h198 km/h208 km/h217 km/h237 km/h244 km/hBeschleunigung,0–100 km/h13,7 s(14,3 s) 14,1 s12,3 s(12,2 s) 12,0 s11,7 s8,3 s10,8 s10,2 s8,9 s8,2 s6,4 sKraftstoffverbrauchauf 100 km (kombiniert)6,3 lLPG: 8,1 lBenzin: 6,1 l6,6 lLPG: 8,3 lBenzin: 6,6 l6,5 l7,7 l7,1 l9,0 l9,3 l9,2 lCO2-Emission (kombiniert)151 g/km146 g/kmLPG: 130 g/kmBenzin: 146 g/km158 g/kmLPG: 142 g/kmBenzin: 158 g/km155 g/km185 g/km169 g/km216 g/km223 g/km221 g/kmAnmerkungnur Österreichnur als Caravanauch als Twin Topnur als Caravanauch als Twin Topauch als Twin Topnur als GTC

Dieselmotoren Zunächst war ein Rußpartikelfilter für die Dieselmodelle nur gegen Aufpreis erhältlich. Ab der Überarbeitung Ende 2006 gehörte dieser zum Serienumfang. Er muss sich jedoch je nach Fahrweise etwa alle 1000–2000 km regenerieren, was dann über einige Kilometer einen Mehrverbrauch von 5 bis 10 Liter Diesel/100 km zur Folge hat und zu einem leichten Dröhnen der Auspuffanlage führen kann. Opel setzt, wie auch die anderen deutschen Autohersteller, auf die Verbrennung der gesammelten Rußpartikel per Nacheinspritzung und damit die Umwandlung in CO2.

Die 1.3- und 1.9-CDTI-Motoren wurden gemeinsam von GM Powertrain und Fiat entwickelt. Nach Beendigung des Joint Ventures teilen sich General Motors und Fiat die geistigen Rechte an diesem Motor, die Dieselmotoren werden zum Teil in den Werken von General Motors gefertigt, zum Teil bei Fiat. Die 1.7-CDTI-Motoren stammen von Isuzu. Der 1.3 CDTI ECOTEC gewann den Engine Of The Year Award im Jahre 2005 in der Klasse von 1,0 bis 1,4 l Hubraum.

Modell Motor-kenn-zeichnung Hubraum(cm³) LeistungkW (PS) bei 1/min max. Drehmoment(Nm bei 1/min) Kraftstoffverbrauchl/100 km CO2-Emission, kombiniert Getriebe Bemerkung BauzeitReihenvierzylinder-Dieselmotoren1.3 CDTIZ13DTH124866 (90)/4000200/1750–25004,8130 g/km Sechsgang oder 6-Gang-Easytronic 05/2005–09/2010 1.7 CDTIZ17DTL168659 (80)/4400170/1800–28004,9132 g/km Fünfgang nicht im GTC 03/2004–06/2005 1.7 CDTIZ17DTH74 (101)/4400240/23005,0135 g/km Fünfgang oder Sechsgang 03/2004–03/2007 1.7 CDTI (DPF)Z17DTJ/A17DTJ81 (110)/3800260/23005,2138 g/km Sechsgang 04/2007–09/2010 1.7 CDTI ecoFLEX4,5119 g/km 11/2008–09/2010 1.7 CDTIZ17DTR/A17DTR92 (125)/4000280/23005,4143 g/km 04/2007–09/20101.9 CDTIZ19DTL191074 (100)/3500260/1700–25006,0162 g/km 07/2005–09/2010Z19DT88 (120)/3500280/2000–2750 Sechsgang / Sechsgangautomatik mit ActiveSelect 07/2005–09/2010Z19DTJ88 (120)/40005,8158 g/kmSechsgang 03/2004–06/2005 1.9 CDTIZ19DTH110 (150)/4000320/2000–27505,8157 g/km auch im Twin Top 11/2004–09/2010

Kraftstoffbehälter Der Kraftstofftank fasst bei allen Modellvarianten 52 Liter.Betriebsanleitung Opel Astra

Getriebe