Galbulimima belgraveana ist die einzige Art der Pflanzengattung Galbulimima innerhalb der Familie der Himantandraceae. Sie kommt im nordöstlichen Australien, Neuguinea und auf den Salomonen vor.

Beschreibung mini|Kalyptrate Blütenknospen mini|Blüte mini|Zweig mit Laubblättern und Frucht

Vegetative Merkmale Galbulimima belgraveana wächst als immergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von bis über 35 Meter sowie Stammdurchmesser von über 50 Zentimeter. Manchmal werden Brettwurzeln gebildet oder der Stamm ist geriffelt.

Die wechselständig und schraubig angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und -spreite gegliedert. Die einfache, ledrige und ganzrandige Blattspreite ist eiförmig bis elliptisch, lanzettlich oder verkehrt-eiförmig mit spitzen bis zugespitztem, seltener stumpfem bis rundspitzigem oberen Ende. Die Blattunterseite ist rostig schuppig und verkahlend. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale Galbulimima belgraveana ist protogyn, also vorweiblich. Die konischen, rostig-schuppigen Blütenknospen besitzen zwei ledrige Kalyptras, die als Deckblätter gedeutet werden.

Die Blüten erscheinen einzeln und achselständig. Der Blütenstiel ist schuppig.

Die unangenehm riechenden, gelb-cremefarbenen Blüten sind zwittrig und ohne Blütenhülle. Es sind bis über 100 abgeflachte, petaloide, schmal-eilanzettliche bis linealisch-lanzettliche Staubblätter und Staminodien ausgebildet; nur die mittleren sind fertil, an den inneren und mittleren können Drüsen vorhanden sein. Die mehreren (sieben bis zwölf) und kurzen, fast freien, schuppigen Fruchtblätter bzw. Stempel sind oberständig auf einen leicht becherförmigen Blütenboden, sie wachsen später unregelmäßig zusammen.

Die rippgen, apfelartigen und glänzenden Früchte, Steinfrüchte sind bei einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Zentimeter rundlich, rötlich bis purpur-rot und enthalten viele Samen. Die hellen Samen, Pyrene, sind flach.

Vorkommen Die Art Galbulimima belgraveana s. l. kommt in Queensland, Neuguinea, auf den Salomonen und im Bismarck-Archipel vor.

Taxonomie Die Erstbeschreibung erfolgte 1887 unter dem Namen (Basionym) Eupomatia belgraveana durch Ferdinand Jacob Heinrich von Mueller in The Australasian Journal of Pharmacy, Band 2, Seite 4. Die Neukombination zu Galbulimima belgraveana wurde 1922 durch Thomas Archibald Sprague in Journal of Botany, British and Foreign, Band 60, Seite 138 veröffentlicht.

Verwendung Die alkaloidhaltigen Rinde, Früchte und die Laubblätter werden als Halluzinogen und Narkotika genutzt. Ein psychotrope Wirkung ist unbelegt oder unklar.Galbulimima belgraveana im Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen.

Das nicht beständige, relativ leichte Holz wird für einige Anwendungen genutzt.

Literatur A. Engler: Bot. Jahrb. Syst. Band 49, Engelmann, 1913, S. 164 f und Bot. Jahrb. Syst. 55, Engelmann, 1919, S. 126 f, online und eingescannt auf biodiversitylibrary.org (Illustrationen). David Prain: Hooker’s Icones plantarum. Vol. XXXI, Dulau, 1915 (1922), Tabula 3001, eingescannt auf biodiversitylibrary.org. N. Prakash, D. B. Foreman, S. J. Griffith: Gametogenesis in Galbulimima belgraveana (Himantandraceae). In: Australian Journal of Botany. Volume 32, Issue 6, 1984, S. 605–612, doi:10.1071/BT9840605. Klaus Kubitzki, Jens G. Rohwer, V. Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Volume II: Flowering Plants Dicotyledons, Springer, 1993, ISBN 978-3-642-08141-5 (Reprint), S. 338 ff.

Weblinks

Galbulimima belgraveana bei Useful Tropical Plants. Galbulimima baccata bei Australian Tropical Rainforest Plants. Galbulimima baccata bei Australian National Botanic Gardens (Illustration).

Einzelnachweise Peter K. Endress: Early Floral Development and Nature of the Calyptra in Eupomatiaceae (Magnoliales). In: International Journal of Plant Sciences. 164(4), 2003, S. 489–503, doi:10.1086/375319, online auf researchgate.net.

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