mini|Ralph Stieber in Wien, 2016 Ralph Michael Stieber (* 17. Dezember 1978 in Aschaffenburg) ist ein deutscher Autor, Schauspieler und Poet.
Leben und Karriere Stieber schreibt seit seinem 14. Lebensjahr, in frühen Jahren vorrangig Gedichte für Literaturzeitschriften. Erste Aufmerksamkeit erlangte er als Spoken-Word-Poet ab den späten 1990er-Jahren mit Auftritten bei Social-Beat- und Poetry-Slam-Veranstaltungen sowie als Theaterschauspieler und Darsteller in Filmproduktionen. Nach dem Fachabitur im Jahr 1999 ging er nach Stuttgart, um dort auf der Kolping Akademie Kunst zu studieren. Später arbeitete er in der Werbebranche und veröffentlichte Sachbücher sowie Fachbücher zu Storytelling, bevor er sich stärker der Lyrik zuwandte. Seit Mitte der 2020er-Jahre tritt er vor allem mit Gedichtbänden und szenischen Lesungen in Erscheinung.
Nach einem Semester brach er das Kunststudium ab und schloss sich einer Theatergruppe an, weil ein Schauspieler erkrankte und ausfiel. Kurz darauf begann Ralph Stieber sein Schauspielstudium an der Internationalen Schauspielakademie CreArte Stuttgart. Nach zwei Semestern wechselt er zur Actor’s Company in Aschaffenburg.
Im Jahr 2002 schloss Stieber sein Schauspielstudium ab und lebte anschließend mehrere Jahre in Berlin. Neben ersten Rollen in Kurzfilmen stand er unter anderem in Produktionen wie Spiel’s nochmal, Sam am Theaterforum Kreuzberg sowie Amphitryon, Die Möwe beim Burgtheatersommer Roßlau und Pterodactylus im Theaterlabor Bremen auf der Bühne. Später folgten weitere Rollen in Theaterinszenierungen und Filmproduktionen, darunter der Spielfilm Nur einmal leben (2006) und der Vampirfilm Montrak (2012). Bis 2009 war Stieber überwiegend als Schauspieler für Theater, Film und Fernsehen tätig.
Im Jahr 2002 folgte der erfolgreiche Abschluss des Schauspielstudiums. Stieber lebte fortan einige Jahre in Berlin. Neben ersten kleinen Rollen in Kurzfilmen hielt er sich vorerst mit Nebenjobs als Barkeeper, Pizzalieferant und Gärtner über Wasser. Später folgten Hauptrollen in Fernsehfilmen, Kino und Theater. Bis zum Jahr 2009 war Stieber als Schauspieler zu sehen.
Werbebranche Von 2009 bis 2010 absolvierte Stieber ein Studium an der Werbefachschule Miami Ad School und schloss im Bereich Copywriting & Creative Concept. ab. Während des Studiums arbeitete er unter anderem bei der Agentur Aimaq & Stolle in Berlin. Anschließend war er als Texter und Creative Director für verschiedene Agenturen tätig, darunter Scholz & Friends, Heimat, DDB, BBDO, Vice Media.
Eine Ausbildung zum Drehbuchautor schloss Ralph Stieber im Jahr 2014 ab, eine Ausbildung zum Autor für Film & TV an der Master School Drehbuch in Berlin folgte im gleichen Jahr.
Seit 2015 als Freiberufler Seit 2015 arbeitet Stieber freiberuflich als Autor und Creative Director mit Schwerpunkt auf Storytelling. 2018 war er Co-Gründer des Story-Kollektivs Story Berlin, das Marken bei Storybranding und Storytelling begleitete.
Seit 2015 arbeitet Stieber freiberuflich als Autor und Creative Director mit Schwerpunkt auf Storytelling. 2018 war er Co-Gründer des Story-Kollektivs Story Berlin, das Marken bei Storybranding und Storytelling begleitete. Ende 2023 beendete er seine Tätigkeit in der Agenturarbeit, um sich verstärkt seinen literarischen Projekten, Lesungen und Schreibaufenthalten zu widmen.
Buchautor Im Jahr 2015 begann seine Karriere als Buchautor. In den Jahren 2016 und 2017 folgten Veröffentlichungen von drei Sachbüchern im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag. 2021 und 2023 folgten die Veröffentlichungen zweier Fachbücher zum Thema Storybranding und Storytelling im Vahlen Verlag.
Seit 2024 widmet sich Ralph Stieber wieder verstärkt dem literarischen Schreiben mit Schwerpunkt auf Lyrik und Poesie. 2024 erschien sein Lyrik-Debüt im Verlag Stadtlichter Presse, in dem er in seinen Gedichten Themen wie Jugend, Großstadtleben, Musik und Erinnerung verhandelt.
2025 folgte der Band Poetarium im Verlag Stadtlichter Presse, der in Form von Gedichten und Persona Gedichten einen Dialog zwischen legendären Dichtern und einem lyrischen Ich entwickelt und damit Elemente von Lyrik und dramatischem Monolog verbindet. Seine Gedichte und Kurzgeschichten wurden in verschiedenen Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht, darunter Mosaik, Der Maulkorb und Lost Voices.
Lyrik und Theater In seinen Gedichtbänden verbindet Stieber erzählende Lyrik mit szenischen Elementen. Kritiken betonen die Nähe seiner Gedichte zu Kurzgeschichten und dramatischen Monologen sowie den Einfluss von Beat-Literatur und Popkultur. In Poetarium arbeitet er mit dialogischen und szenischen Formen, in denen Dichterfiguren aufeinandertreffen und über Poesie, Identität und Alltagserfahrungen sprechen. Darüber hinaus tritt Stieber mit Lesungen und Spoken-Word-Programmen auf, bei denen der performative Aspekt seiner Texte im Vordergrund steht.
2025 erhielt er ein Arbeitsstipendium und war Artist in Residence im Literaturhaus Pazin, gefördert durch das Goethe-Institut Kroatien. Im gleichen Jahr gründete Ralph Stieber gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Dichterin Dakini Böhmer, das zeitgenössische Wortkunst-Format „the poets“. Unter diesem Dach leiten beide kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Poetry Performances sowie bildende Workshops und praxisorientierte Masterclasses.
Theatrografie 2003: Spiel’s nochmal, Sam von Woody Allen am Theaterforum Kreuzberg (Regie: Claudius Klein) 2005: Amphitryon von Heinrich von Kleist am Burgtheatersommer Roßlau (Regie: Claudius Klein) 2006: Die Möwe von Anton Pawlowitsch Tschechow am Burgtheatersommer Roßlau (Regie: Claudius Klein) 2006: Das ist unsere Jugend von Kenneth Lonergan am Theaterforum Kreuzberg (Regie: Pablo Meneses) 2007: Comic Potential – ein komisches Talent von Alan Ayckbourn im Theaterlabor Bremen (Regie: Peter Kühn) 2007: Pterodactylus von Nicky Silver im Theaterlabor Bremen (Regie: Peter Kühn) 2007: Nachtasyl von Maxim Gorki im Theaterlabor Bremen (Regie: Patrick Schimanski)
Autor 2006: Wie es einmal war oder fast eine Liebesgeschichte (Uraufführung Theaterlabor Bremen, Memento Theaterverlag) 2008: Ein Tag und die Nacht woanders (Memento Theaterverlag)
Filmografie Kino
Fernsehserien und -reihen
Musikvideos
Synchronrolle Das Gute leben: Schweizer Käse (Regie: Annika Damaschke)
Hörspiele und Hörbücher Tilly Timber auf Megaland für Radijojo Berlin (Regie: Bernd Dominiak) Waringham Saga Das Lächeln der Fortuna 2: Die Wende (Regie: Johanna Steiner) Waringham Saga Das Lächeln der Fortuna 3: Die Rückkehr (Regie: Johanna Steiner)
Auszeichnungen 2008: ADC Germany 2008: Cannes Lions 2009: D&AD 2010: Saatchi & Saatchi Deutschland - New German Directors’ Showcase
Literatur Who the Fuck reads poetry?: GEDICHTE, Books on Demand (2010) ISBN 978-3-8423-2869-3 111 Gründe, seinen Chef zu hassen: Tyrannen, Fanatiker und Selbstdarsteller – wenn der Boss dich in den Wahnsinn treibt! Schwarzkopf & Schwarzkopf (2016), ISBN 978-3-86265-575-5 How To Survive Scheißjobs: Wie man die miesesten Jobs überlebt und den Traumberuf findet, Schwarzkopf & Schwarzkopf (2016), ISBN 978-3-86265-601-1 111 Gründe, Hipster zu hassen: Mein Leben zwischen Vintage-Möbeln, isländischem Hardcore und Bartpflege, Schwarzkopf & Schwarzkopf (2017), ISBN 978-3-86265-646-2 Storyseller: Wie Marken zu Bestsellern werden: Teil 1: Storybranding, Vahlen (2021), ISBN 978-3-8006-6354-5 Storyseller: Wie Marken zu Bestsellern werden: Teil 2: Storytelling, Vahlen (2023), ISBN 978-3-8006-6632-4 Wir waren hier. Gedichte, Stadtlichter Presse (2024), ISBN 978-3-947883-45-5 Poetarium: Gedichte, Stadtlichter Presse (2025), ISBN 978-3-947883-49-3 Poetarium: Monologe, Stadtlichter Presse (2026), ISBN 978-3-947883-53-0
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Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Mann