Rolf Kirfel (* 22. Juni 1916 in Chemnitz; † 1990) war ein deutscher Bildhauer.

Leben

Rolf Kirfel wurde als Sohn des Indologen Willibald Kirfel und dessen Frau Elisabeth Hedwig Lechner geboren. Er hatte einen Bruder und drei Schwestern.Klaus Karttunen: KIRFEL, Willibald. whowaswho-indology.info, 16. Februar 2017

Kirfel wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Leiter des Kulturamts von Belzig. 1946 trat er der SED bei und initiierte in Belzig die Gründung der regionalen Gruppe des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands. Später war er 1. Sekretär des Kulturfonds der DDR.

Kirfel engagierte sich neben seiner künstlerischen Tätigkeit als Bildhauer auch kulturpolitisch. Er war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR (VBK) und gehörte 1956 mit Kurt Poltiniak, Paul August und Heinz Preuß zu einem Solidaritätskomitee des Bezirksverbands Potsdam.Magdalena Latkowska: Die DDR-Schriftsteller und die Protestbewegungen in Mittelosteuropa. Scholar Publishing House, Warschau, 2019, S. 63 1960 war er einer der Diskussionsredner auf der u. a. vom ZK der SED abgehaltenen Kulturkonferenz.Protokoll der Konferenz. S. 90 ff.

Kirfel zog später mit seiner Familie von Berlin nach Wansdorf. Dort trat er in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft.In: Neuer Weg, 1960, S. 797

Werke (Auswahl) Genossenschaftsbäuerin (Porträtplastik; Bronze, ausgestellt auf der Fünften Deutschen Kunstausstellung) Rübenlegerin (Statuette; Bronze, ausgestellt auf der Fünften Deutschen Kunstausstellung)

Ausstellungen 1962/1963: Dresden, Fünfte Deutsche Kunstausstellung 1981: Dresden, Ausstellungszentrum am Fučík-Platz („25 Jahre NVA“)

Literatur Kirfel, Rolf. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 439

Einzelnachweise

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