mini|Riesen-Schachtelhalm im NSG Das Naturschutzgebiet Baulofsbruch liegt auf dem Gebiet der Stadt Ratingen im Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen.

Das Gebiet erstreckt sich nördlich der Kernstadt von Ratingen und westlich des Ratinger Stadtteils Eggerscheidt. Am westlichen Rand des Gebietes verläuft die Landesstraße L 139 und am nördlichen Rand die Kreisstraße K 31.Karte Naturschutzgebiet Baulofsbruch auf openstreetmap.org

Beschreibung Das etwa 73,5 ha große Gebiet wurde im Jahr 1981 unter der Schlüsselnummer ME-005 unter Naturschutz gestellt.

Laut Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW handelt es sich bei dem Gebiet um

Im Naturschutzgebiet sind folgende bemerkenswerte, seltene und besonders schützenswerte Pflanzenarten vertreten:

Flatterulme (Ulmus laevis) und Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia) (lt. Roter Liste NRW (2020) beide stark gefährdet (RL2)), zudem die durch gezielte Schutzmaßnahmen wieder im Bestand stabilisierte Langährige Segge (Carex elongata), außerdem die unter gesetzlich Schutz stehenden Torfmoosarten (Sphagnum spec.) und Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus).

An seltenen Tierarten seien die Gestreifte Quelljungfer (Cordulegaster bidentata) genannt (lt. Roter Liste stark gefährdet (RL2) und extrem selten).

Im Landschaftsplan werden zudem erwähnt: Die Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) (RL3), 9 verschiedene Amphibien- und Reptilienarten, darunter Ringelnatter, Feuersalamander und Fadenmolch, drei Fledermausarten und 55 verschiedene Vogelarten, wovon 11 in der Roten Liste NRW als regional gefährdet stehen, darunter auch die stark gefährdete Waldschnepfe und der Mittelspecht.| Landschaftsplan Kreis Mettmann (2012): B 2.2-1 NSG Baulofsbruch, S. 145–148| Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere in Nordrhein-Westfalen, lanuk.nrw.de

Schutzziele Schutzziele sind die Erhaltung, Pflege und Entwicklung eines in Teilen noch naturnahen Waldkomplexes durch Überlassen der Sukzession in den Bruch- und Sumpfwaldbereichen und naturnahe Waldbewirtschaftung in den alten Buchen- und Eichenwäldern, insbesondere die Erhaltung von Alt- und Totholz und Erhaltung der alten Flatterulmen, der Schutz der Riesenschachtelhalmbestände u. a. vor Befahrung und die Kontrolle und gegebenenfalls das Zurückdrängen der Neophytenbestände.

Weblinks

Karte Naturschutzgebiet Baulofsbruch auf openstreetmap.org

Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete im Kreis Mettmann

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Ratingen) Kategorie:Naturschutzgebiet im Kreis Mettmann Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Schutzgebietsgründung 1981