mini|Grabstein von Hermann Vopel auf dem Domfriedhof in Naumburg Karl Gustav Hermann Vopel (* 1. Januar 1868 in Kupferberg; † 1. Dezember 1928 in Naumburg (Saale)) war ein deutscher evangelischer Geistlicher.
Leben Hermann Vopel besuchte sechs Jahre das Gymnasium in EislebenJahresbericht über das Königliche Gymnasium zu Eisleben, 1889, S. 53. und studierte anschließend ab 1888 evangelische Theologie an der Universität Halle. 1893 legte er das 1., 1895 das 2. theologische Examen ab. 1894 bis 1897 studierte er Kunstgeschichte an der Universität Leipzig, 1897 bis 1898 Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Universität Straßburg. Hier wurde er 1898 bei Johannes Ficker mit einer Dissertation zu den frühchristlichen Goldgläsern zum Dr. phil. promoviert. Vopel unterstützte seinen Lehrer zudem bei dessen Forschungen zu Luthers Römerbriefvorlesung, die später zum Ausgangspunkt der Lutherrenaissance wurden. 1898 bis 1900 erhielt er das Reisestipendium des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches für Christliche Archäologie. Auf diesem Gebiet war er jedoch später nicht mehr tätig. Am 1. Oktober 1900 wurde er ordiniert und zum 1. November 1900 Hilfsprediger in Weißenfels. Zum 1. Dezember 1901 wurde er 2. Domprediger am Naumburger Dom, 1915 1. Domprediger und Superintendent.
Schriften Die altchristlichen Goldgläser. Ein Beitrag zur altchristlichen Kunst- und Kulturgeschichte. Mohr, Freiburg/Leipzig/Tübingen 1898 (= Dissertation; Digitalisat).
Literatur Martin Dennert: Hermann Vopel. In: Stefan Heid, Martin Dennert (Hrsg.): Personenlexikon zur Christlichen Archäologie. Forscher und Persönlichkeiten vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2620-0, S. 1298–1299.
Einzelnachweise
Kategorie:Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Person des Christentums (Naumburg (Saale)) Kategorie:Domprediger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1868 Kategorie:Gestorben 1928 Kategorie:Mann