Maren Hjelmeset Kirkeeide (* 1. März 2003 in Stryn, Sogn og Fjordane) ist eine norwegische Biathletin. Sie startet seit 2023 regelmäßig im Weltcup und erreichte auf dieser Ebene 2025 ihre ersten Einzelpodestplätze. 2026 wurde sie Olympiasiegerin im Sprint, im Jahr davor gewann sie bei den Weltmeisterschaften Bronze im Massenstart.
Werdegang Maren Kirkeeide ist die Nichte des ehemaligen Skilangläufers Odd-Bjørn Hjelmeset und Cousine von Lars Agnar Hjelmeset. (norwegisch) Auch ist sie die Cousine des ehemaligen Weltklasse-Skispringers Anders Fannemel. Sie stammt wie Tarjei und Johannes Thingnes Bø aus Stryn und startet ebenfalls für den Markane Idrettslag. Ihr Bruder Simon ist ebenfalls als Biathlet aktiv.
Erfolge im Juniorenbereich und vierfache Europameisterin Kirkeeides erste internationale Rennen im Biathlon erfolgten bei den Jugendwettbewerben der Juniorenweltmeisterschaften 2022 in Soldier Hollow. Dort gewann sie trotz eines Schießfehlers das Sprintrennen und durfte in der Staffel der älteren Jahrgänge laufen, klassierte sich hier aber mit über drei Minuten Rückstand auf die siegreichen Italienerinnen als Vierte.
Für Aufsehen sorgte Kirkeeide bei den Saisonvorbereitungsrennen in Sjusjøen Mitte November 2022. Dort konnte sie in Abwesenheit der norwegischen Topbiathleten zwar keinen Podestplatz erreichen, erzielte im zweiten Sprint aber Laufbestzeit und wurde trotz zweier Schießfehler Vierte. Daraufhin gab sie in Idre im Alter von 19 Jahren ihr IBU-Cup-Debüt und wurde im Einzelwettkampf sogleich Zweite. Ihren ersten Sieg feierte Kirkeeide zwei Wochen später, als sie in der Verfolgung von Ridnaun gegen Federica Sanfilippo den Zielsprint gewann. Auch in Osrblie war sie mit dem Sieg im Supersprint und mit der Mixedstaffel erfolgreich. Daraufhin durfte Kirkeeide in Ruhpolding einen Einzelwettkampf im Weltcup bestreiten und beendete diesen nach drei Fehlern als 50. Ende Januar 2023 bestritt sie ihre ersten Europameisterschaften und gewann, nachdem die Einzelrennen ohne Top-10-Platzierung endeten, an der Seite von Karoline Erdal, Erlend Bjøntegaard und Vebjørn Sørum die Goldmedaille im Mixedwettkampf. Bei den finalen Wettkämpfen in Canmore war Kirkeeide, in Sprint und Mixedstaffel, zwei weitere Male siegreich, sodass sie beim Weltcupfinale in Oslo einen Startplatz bekam und den dortigen Sprint mit einem Schießfehler auf Rang 25 abschloss. In der IBU-Cup-Gesamtwertung belegte sie den vierten Platz, die Supersprintwertung entschied sie für sich.
Zur Saison 2023/24 wurde Kirkeeide in die norwegische A-Nationalmannschaft aufgenommen, konnte sich bei den Qualifikationsrennen im November in Sjusjøen allerdings nicht für den Weltcup qualifizieren. Sie begann die Saison im Anfang Dezember in Kontiolahti im IBU-Cup, bei dem sie Zweite im Einzel wurde und mit der Mixedstaffel gewann. Danach bestritt sie bis Weihnachten krankheitsbedingt keine Rennen mehr. Im Januar kehrte die Norwegerin zurück und gewann in Martell fehlerfrei den Sprint, woraufhin sie in Ruhpolding und Antholz im Weltcup starten durfte und als bestes Ergebnis einen 29. Platz erzielte. Ende Januar 2024 war Kirkeeide mit drei Goldmedaillen und einer Silbermedaille in vier Rennen die erfolgreichste Athletin bei den Europameisterschaften in Osrblie. Dennoch wurde statt ihr Ida Lien für die Weltmeisterschaften nominiert. Anfang März kehrte Kirkeeide in Oslo in den Weltcup zurück und erreichte mit Platz 12 im Einzel ihr bis dahin bestes Weltcupergebnis, in der Gesamtwertung belegte sie am Saisonende Rang 54.
Rasanter Aufstieg mit WM-Medaillen und Olympiasieg In der Saison 2024/25 steigerte Kirkeeide ein weiteres Mal ihre Leistungen und war als Zehntplatzierte der Weltcupgesamtwertung erstmals beste Norwegerin. Ihren ersten Podestplatz in einem Staffelrennen erzielte sie zu Saisonbeginn in Kontiolahti an der Seite von Juni Arnekleiv, Karoline Knotten und Ingrid Landmark Tandrevold, die erste Top-10-Platzierung in einem Individualbewerb folgte Ende Dezember in Le Grand-Bornand mit Platz fünf in der Verfolgung. Im Sprint von Oberhof erreichte die Norwegerin schließlich den zweiten Rang, dabei stand sie neben Paula Botet und Milena Todorowa, welche beide wie Kirkeeide vorher noch keine Podestplatzierung erreicht hatten, auf dem Siegerpodest. Im zugehörigen Verfolger wurde sie erneut Zweite. Auch bei den Weltmeisterschaften in der Lenzerheide zeigte die 21-Jährige ihr Potenzial, indem sie die Frauenstaffel als Schlussläuferin auf den zweiten Rang führte und im Massenstart die Bronzemedaille gewann. Im letzten Trimester erreichte sie in zwei weiteren Staffelwettkämpfen das Podium, bei den nationalen Meisterschaften gewann sie mit starken Leistungen in allen drei Rennen Gold.
In den Winter 2025/26 startete Kirkeeide äußerst stark: Sie beendete im ersten Trimester sechs von acht Einzelrennen unter den Top-10, lief mit der Staffel zweimal auf das Podest und entschied mit dem Massenstart in Le Grand-Bornand, bei dem sie sich im Zielsprint gegen Lou Jeanmonnot und Justine Braisaz-Bouchet durchsetzte, ihr erstes Einzelrennen im Weltcup für sich. Ebenfalls schneller auf der Zielgeraden war die Norwegerin gegen Lisa Vittozzi im Staffelrennen in Ruhpolding und beendete das Rennen für ihr Team damit erneut als Erste. Als Mitfavoritin auf eine Medaille reiste sie daraufhin zu den Olympischen Spielen in Antholz und bestätigte dies im Sprint, indem sie am Schießstand fehlerfrei blieb und den Wettkampf mit 3,8 Sekunden Vorsprung auf Océane Michelon für sich entschied. Auch in Verfolgung und Frauenstaffel sicherte sie sich eine Medaille. Nach dem Saisonhöhepunkt fiel die Form der 23-Jährigen etwas ab und sie fiel im Gesamtklassement vom zwischenzeitlich zweiten auf den neunten Rang zurück.
Persönliches Kirkeeide lebt in Lillehammer.
Statistiken Weltcupsiege Nr. Datum Ort Disziplin 1. Massenstart Nr. Datum Ort Disziplin 1. Staffel
Weltcupplatzierungen
Weltcupwertungen Ergebnisse bei Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:
Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 2022/23 – – 64. 16 – – – – 74. 16 2023/24 37. 29 68. 12 65. 11 39. 14 54. 66 2024/25 28. 41 8. 204 7. 214 19. 89 10. 548 2025/26 35. 29 8. 240 8. 244 9. 126 9. 639
Olympische Winterspiele Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:
Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel -Cortina 49. 20px|Gold 1. 20px|Silber 2. 12. 20px|Bronze 3. 4.
Weltmeisterschaften Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:
Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel S.-M.-Staffel 2025 8. 16. 33. 20px|Bronze 3. 20px|Silber 2. 4. –
Jugendweltmeisterschaften Ergebnisse bei Jugendweltmeisterschaften:
Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Frauenstaffel Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung 2022 17. 1. 5. 4. (Junioren)
IBU-Cup-Siege Nr. Datum Ort Disziplin 1. Verfolgung 2. Supersprint 3. Mixedstaffel 4. (EM) Mixedstaffel 5. Sprint 6. Mixedstaffel 7. Mixedstaffel 8. Sprint 9. (EM) Einzel 10. (EM) Verfolgung 11. (EM) Mixedstaffel
Weblinks
A-Kader bei skiskyting.no (norwegisch)
Einzelnachweise
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