Marina Galic (* 1977) ist eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.

Leben Die Eltern von Marina Galic stammen aus Kroatien und Bosnien. Galic kam im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal näher mit dem Theater in Berührung, als sie Mitglied des Schülerclubs am Frankfurter Schauspielhaus wurde und in den Folgejahren in Produktionen des Schülerclubs sowie als Kleindarstellerin bei Inszenierungen auf der Großen Bühne mitwirkte.Porträt auf der Website von Der Theaterverlag, abgerufen am 28. Januar 2023 Nach dem Abitur studierte sie von 1994 bis 1998 Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München.Marina Galic beim Schauspielhaus Bochum, abgerufen am 24. Juli 2023 1999 spielte sie am Schauspielhaus Zürich und am Deutschen Theater Berlin, im selben Jahr ging sie eine mehrjährige Verpflichtung an der Schaubühne am Lehniner Platz ein. Es folgten ab 2002 Gastauftritte an weiteren bedeutenden Bühnen wie der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Schauspiel Frankfurt, dem Bochumer Schauspielhaus und dem Bayerischen Staatsschauspiel, wo sie von 2003 bis 2009 im Engagement stand. Seit 2009 ist das Hamburger Thalia Theater ihre künstlerische Heimat, gastweise war sie in der Spielzeit 2019/20 erneut am Bochumer Schauspielhaus zu sehen.Agenturprofil, abgerufen am 28. Januar 2023 Seit der Spielzeit 2025/26 ist sie festes Mitglied am Berliner Ensemble.Marina Galic beim Berliner Ensemble, abgerufen am 12. September 2026

Gelegentlich wirkt Marina Galic auch vor der Kamera, umfangreicher ist ihre Tätigkeit als Hörspielsprecherin. Ihre Muttersprachen sind Deutsch und Kroatisch. Sie lebt mit ihrem Ehemann und Berufskollegen Jens Harzer und den gemeinsamen zwei Kindern in Hamburg.Ovationen für «Der Geizige» von Molière am Thalia Theater, Frankfurter Rundschau vom 13. September 2020, abgerufen am 28. Januar 2023

Theaterrollen (Auswahl) Schaubühne Berlin Ödön von Horváth: Die Unbekannte aus der Seine – Rolle: Clara – Regie: Barbara Frey Roland Schimmelpfennig: Vor langer Zeit im Mai – Rolle: Frau – Regie: Barbara Frey Lars Norén: Personenkreis 3.1 – verschiedene Rollen – Regie: Thomas Ostermeier

Bayerisches Staatsschauspiel Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise – Rolle: Recha – Regie: Elmar Goerden Henrik Ibsen: Baumeister Solness – Rolle: Hilde Wrangel – Regie: Tina Lanik Bertolt Brecht: Im Dickicht der Städte – Rolle: Jane – Regie: Tina Lanik

Thalia Theater Gotthold Ephraim Lessing: Minna von Barnhelm – Rolle: Gräfin Orsina – Regie: Marco Stormann William Shakespeare: Was ihr wollt – Rolle: Olivia – Regie: Jan Bosse Franz und Paul von Schönthan: Der Raub der Sabinerinnen – Rolle: Marianne Neumeister – Regie: Herbert Fritsch Maxim Gorki: Kinder der Sonne – Rolle: Melanija – Regie: Luk Perceval Anton Tschechow: Die Möwe – Rolle: Mascha – Regie: Leander Haußmann Henrik Ibsen: Peer Gynt – Rolle: Solveig – Regie: Jan Bosse Edmond Rostand: Cyrano de Bergerac – Rolle: Roxane – Regie: Leander Haußmann Arthur Miller: Tod eines Handlungsreisenden – Rolle: Linda Loman – Regie: Sebastian Nübling William Shakesrperare: Richard III. – Rolle: Elisabeth – Regie: Antú Romero Nunes Arthur Miller: Hexenjagd – Rolle: Elizabeth Proctor – Regie: Stefan Pucher Molière: Der Geizige – Rolle: Frosine – Regie: Leander Haußmann

Weitere Bühnen Schauspielhaus Zürich: Ödön von Horváth: Glaube Liebe Hoffnung – Rolle: Elisabeth – Regie: Peter Palitzsch Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz: Bertolt Brecht: Baal – Rolle: Mutter – Regie: Thomas Bischoff Schauspielhaus Bochum: Ödön von Horváth: Geschichten aus dem Wiener Wald – Rolle: Marianne – Regie: Karin Henkel Schauspielhaus Bochum: William Shakespeare: Macbeth – Rolle: Lady Macbeth, Banquo, Macduff u. a. – Regie: Johan Simons

Filmografie 2006: Der Lebensversicherer 2016: Tatort – Es lebe der Tod 2017: Polizeiruf 110 – Nachtdienst 2018: Am Ende ist man tot 2021: Ruhe! Hier stirbt Lothar 2022: Echo 2022: Großstadtrevier – Die schlafende Unschuld 2023: SOKO Hamburg – Die letzte Beichte (Fernsehserie) 2024: Hallo Spencer – Der Film (Fernsehfilm) 2026: Tatort: König in Gelb (Fernsehreihe)

Hörspiele (Auswahl) 1995: Sigrid Lehrke: Hasenkatz – Regie: Leonhard Huber – BR 2001: Jon Fosse: Sommertag – Regie: Ulrike Brinkmann – Deutschlandradio 2002: Felix Jackson: Berlin, April 1933 – Regie: Gottfried von Einem – Deutschlandradio 2007: Marguerite Duras: Die Verzückung der Lol V. Stein – Regie: Andrea Getto – HR 2007: Louis-Ferdinand Céline: Reise ans Ende der Nacht – Regie: Ulrich Lampen – BR 2010: Eberhard Petschinka/Luana Da Silva: Im Garten des Teufels – Regie: Eberhard Petschinka – NDR 2012: Matthias Wittekindt: Die Ziege – Regie: Christine Nagel – NDR 2014: Jabbour Douaihy: Morgen des Zorns – Regie: Barbara Liebster – NDR 2017: Justin Torres: Wir Tiere – Regie: Elisabeth Maria Weilenmann – NDR 2018: Edward Morgan Forster: Die Maschine steht still – Regie: Felix Kubin – NDR 2019: Jan Decker: Bestie Angerstein – Regie: Iris Drögekamp – SWR 2019: Izzeldin Abuelaish: Ich werde nicht hassen – Regie: Claudia Johanna Leist – WDR 2020: Özlem Özgül Dündar: türken, feuer – Regie: Claudia Johanna Leist – WDR 2020: Georges Simenon: Die Glocken von Bicetre – Regie: Christine Nagel – NDR 2020: John Steinbeck: Jenseits von Eden – Regie: Christiane Ohaus – NDR 2021: Hartmut El Kurdi: Clevergirl – Regie: Claudia Johanna Leist – WDR 2022: Maurice Blanchot: Aminadab – Regie: Klaus Buhlert – Deutschlandradio

Auszeichnungen 2004: Kurt-Meisel-Preis (Förderpreis) 2006: Bayerischer Kunstförderpreis

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