Brigitte HatzNach ihrer Heirat mit Herbert Muck 1978 lautete der standesamtliche Nachname „Brigitte Muck“ bzw. der geführte Nachname „Brigitte Muck-Hatz“. (* 20. März 1940 in Thalmässing (Mittelfranken, BayernStandesamtsverband Eisenstadt, Personenstandsregister ID 018228-2022); † 23. Dezember 2022 in Pöttsching) war eine österreichische bildende Künstlerin.
Biografie
Hatz studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, der Akademie der bildenden Künste Wien und der Hochschule für angewandte Kunst Wien.Seit 1999 Universität für angewandte Kunst Wien Sie lebte als freischaffende Künstlerin seit 1961 in Wien, von 1970 bis 1997 in Mödling und seit 1997 in Pöttsching. Sie war mit Herbert Muck verheiratet.
Anfänglich entstanden Arbeiten in Mosaik, Fresko und Glasfenstergestaltung. Entscheidend wurden die zu gobelinartiger Wirkung gebrachten Batiken, wie der 1969/1970 entstandene Bildzyklus an den Wänden der Festsaalerweiterung in der Wiener Tierärztlichen Hochschule, heute Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.Die Wiener Tierärztlichen Hochschule wurde mit dem Universitätsorganisationsgesetz 1975 (kurz: UOG 1975) in Veterinärmedizinische Universität Wien umbenannt. Nach deren Absiedlung bezog die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien die Gebäude. Die Batiken sind dort im sogenannten Batiksaal zu sehen. 1971 entstand eine mehrteilige Batiktuchwand für die Pfarrkirche Maria Enzersdorf-Südstadt.
Seit Anfang der 1970er Jahre rückte die Gestaltung räumlicher Kommunikationsspiele durch sorgfältig strukturierte künstlerische Objekte wie dem Gitterspiel oder Figurenspiel ins Zentrum ihres Schaffens.
Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl) Innsbruck, Canisianum, Raum und Bild – Lehrausstellung, Beteiligung, 1961 Wien Lainz, Passionsbild – Ausstellung, Beteiligung, 1968 Wien Lainz, Konzilsgedächtniskirche, 1970 Wien, Akademie der bildenden Künste, 1972 Innsbruck, Canisianum, Raum u. Bild. Lehrausstellung, Beteiligung, 1974 „Gitterspiel“ Gestaltung und Verfilmung durch Max Vrecer, 1974 (Wiss.Film 12-1991) München, Gitarren-Improvisation zum Gitterfilm mit Tobies Michel, 1975 Kunsthalle Bielefeld, „Zwischen den Dingen“, Gitterspiel, 1975 München St. Bonifaz, Gitterspiel, 1976 Innsbruck, Canisianum, Raum u. Bild Ausstellung, Gitterspiel, 1977 Kunsthalle Bielefeld, „Auf der Suche nach dem Schatten“, Figurenspiel, 1978 Wien, Akademie der bildenden Künste, „Zwischen den Dingen“, Gitterspiel, 1979 Linz, Galerie Maerz, Galerie am Taubenmarkt, Gitterspiel, 1981 Rod am Berg, „Bänderspiel“, 1982 Harnstein, Gitterspiel, 1985 Rolduc-Kerkrade, Holland, „Raumspiel“, 1988 Michaelbeuern, Raumspiele, 1988 Berlin Französischer Dom, RaumspieI, 1988 Wien, Bundesinstitut für den wissenschaftlichen Film (ÖWF), Gitterfilm ins Repertoire für Hochschulen 1991 Götzis, Gruppenspiel im Rahmen von Kult-Ur-Sprünge, 1992 Karlsruhe Neureut, Uhl Kirche, Workshop, „Raumspiel-Aktionen“, 1992 Bamberg, Philippus-Kirche, Raumspiel, 1994 Pöttsching Meierhof, „Tanzbegegnung“, 2000 (Verfilmung durch Max Vrecer)
Auftragsarbeiten und Ankäufe
Wien Tierärztliche Hochschule, Aula, Batik-Tücher Zyklus, 1970 Maria Enzersdorf, Südstadt-Kirche der Pfarrexpositur Pfarre Hinterbrühl, seit 1993 Pfarre Maria Enzersdorf, 1992 Kunsthaus Bregenz, Figurenspiel, 2011
Audiovisuelle Medien
Österreichische Mediathek, Technisches Museum Wien. Digitalisierung des Gitterspiels und Neuvertonung, P 2303, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft u. Kultur, 2005
Literatur (Auswahl)
Muck, Herbert (1988): Gegenwartsbilder. Kunstwerke und religiöse Vorstellungen des 20. Jahrhunderts. Ottokar Uhl (Hg), Wien: Picus, ISBN 978-3-85452-106-8 Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film (ÖWF) (Hrsg.) (1991): Begleitveröffentlichung zum Film P2303 Das Gitterspiel von Brigitte Hatz, Wien 1991. Muck, Herbert (1979): Zwischen den Dingen, Katalog: Akademie der bildenden Künste, Wien Weisner, Ulrich (Hg) (1978): Auf der Suche nach dem Schatten, Katalog: Kunsthalle Bielefeld Weisner, Ulrich, Herbert Muck (Hg) (1975): Zwischen den Dingen, Katalog: Kunsthalle Bielefeld Hempel, Helmut (1979): Das Gitterspiel, Das Figurenspiel von Brigitte Hatz, Katalog Akademie der bildenden Künste Wien, 24-28. Das Gitterspiel von Brigitte Hatz, in: Akademie der bildenden Künste, Wien 1989,82 f. Das Bänderspiel von Brigitte Hatz-Muck, in: Waldemar Wucher, Alte Kirchen – Räume der Zukunft, Gießen 1984. ISBN 978-3-87711-118-5 Ottokar Uhl (Hg) (1992): Kirche Neureut Workshop 1992, Lehrstuhl für Bauplanung und Entwerfen, Universität Karlsruhe. Die Batikbilder von Brigitte Hatz in der Tierärztlichen Hochschule Wien, in: Das Münster 24.Jg.1-1971,34 f. Titelbild, Architekturforum 3. Jg. 7-1972 (Ausschnitt aus dem Fastentuch)
Einzelnachweise
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