Die Liste der Hochschulen und Akademien im NS-Staat umfasst Hochschulen und Akademien, die im NS-Staat, d. h. dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus, bestanden.
Die Bedingungen der akademischen Lehre und Forschung in der NS-Zeit sind in den Artikeln Universität im Nationalsozialismus und Akademien der Wissenschaften in der NS-Zeit beschrieben.
Aufteilung der Hochschulen auf die Gaue des Reiches mini|Gaue der NSDAP im Deutschen Reich im Jahr 1944
Im NS-Staat gab es verschiedene sich überlagernde und z. T. konkurrierende Verwaltungsgliederungen. Neben der bei der Machtergreifung übernommenen administrativen Aufteilung in Länder, deren Befugnisse weitgehend zur Reichsregierung, d. h. dem Kabinett Hitler, verlagert wurden, bestand eine verwaltungsgeographische Inkongruenz zur Verwaltungsgliederung der NSDAP, deren Instanzen ebenfalls ihre Befugnisse immer stärker ausweiteten.
Die Hochschulen unterstanden unmittelbar dem Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung innerhalb der Reichsregierung. Einige Zuständigkeiten verblieben bei den Landesregierungen. Jedoch war der Rektor einer Hochschule als „Führer der Hochschule“ dem Reichswissenschaftsminister gegenüber allein verantwortlich. Einen großen Einfluss auf das Wesen der akademischen Lehre übten die Leiter und Gliederungen der NSDAP aus, deren größte Gebiete die Gaue waren. Dies erfolgte u. a. durch den Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbund und die Reichsstudentenführung. An leitender Stelle hatte der für einen Gau zuständige „Gaudozentenführer“ die Aufgabe, die Hochschulen in seinem Hoheitsbereich im Sinne der NS-Ideologie auszurichten. Ein weiteres frühes Instrument war die Hochschulkommission der NSDAP.
In unterschiedlichem Ausmaß wurden die zur NS-Zeit begonnenen Hochschulgründungen, das heißt v. a. die Reichsuniversität Posen, die Hohe Schule der NSDAP und die Technische Hochschule Linz, realisiert. Weitere akademische Einrichtungen, die von Grund auf explizit nationalsozialistisch sein sollten, waren die SS-Ahnenerbe-Institute, die unter der Ägide der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe begründet wurden, und ebenfalls bei Kriegsende in unterschiedlichem Ausmaß realisiert waren.
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