Vogelsgrün (auch Kurort Vogelsgrün) war ein Kurort, der heute zur Stadt Auerbach/Vogtl. im sächsischen Vogtlandkreis gehört. Die einst selbständige Landgemeinde mit den Ortsteilen Georgengrün, Grünheide, Haideschachen, Reiboldsgrün und Zöbisch ging 1950 in Schnarrtanne auf und gehört folglich seit 1994 zu Auerbach. Die Ortslage Vogelsgrün hat eine eigene Gemarkung und gehört zur Ortschaft Schnarrtanne der Stadt Auerbach/Vogtl.
Geographie / Lage Vogelsgrün liegt direkt südlich von Schnarrtanne und nördlich von Reiboldsgrün. Westlich liegt Brunn. Vogelsgrün liegt direkt an der Grenze des Vogtlandes zum Erzgebirgskreises. Südlich und östlich an den auf etwa 610 m gelegene Ort schließt sich ein Waldgebiet an.
Geschichte mini|hochkant|Siegelmarke der Gemeinde Vogelsgrün (1850–1923) mini|Das Gasthaus Post „betrieb“ um 1900 auch eine Geweihhandlung
Vogelsgrün ist spätestens 1411 (und damit gemeinsam mit Rodewisch und Rebesgrün) als Voistelsgrune ersterwähnt. Spätere Ortsnamensformen sind Vogilßgrune (1455), Vogelsgrun und Vögelsgrün (1531) und Vogelsgrün (1563). 1583 war der Ort anteilig den Rittergütern Auerbach und Göltzsch (heute auch bekannt als Obergöltzsch) zugehörig. 1764 war der Ort dem Rittergut Auerbach untern Teils zugehörig. Früher zur Kirchgemeinde Auerbach gehörend, ist Vogelsgrün heute zur Kirchgemeinde Schnarrtanne-Vogelsgrün eingepfarrt. 1871 waren in Vogelsgrün 28 Häuser mit 164 Bewohnern. 1875 hatte Vogelsgrün, damals noch eine eigenständige Gemeinde, nur noch 26 bewohnte Häuser. 1880 waren es bereits 39. Die Schule befand sich damals in Schnarrtanne. +Einwohnerzahlen des Kurorts VogelsgrünJahr1583/861764183418711875188018901910192519391946Einwohnerzahlen9 besessene Mann6 besessene Mann, 6 Häusler173164163283180642490614610
1910 war Vogelsgrün unter den 69 Kommunen der Amtshauptmannschaft Auerbach auf Rang 43 der Einwohnerstatistik.
Im Juni 1933 wurde in Vogelsgrün das erste sächsische Horst-Wessel-Denkmal enthüllt.Eibenstocker Tageblatt vom 19. Juni 1933.
Zu Vogelsgrün gehörten die Ortsteile Georgengrün, Grünheide, Haideschachen, Reiboldsgrün und Zöbisch. Der Ort ging 1950 in Schnarrtanne auf. Seit 1994 gehört er zu Auerbach und ist Bestandteil von dessen heutiger Ortschaft Schnarrtanne-Vogelsgrün.
Vogelsgrün war bis 2018 staatlich anerkannter Erholungsort.Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Änderung der Liste der Sächsischen Kur- und Erholungsorte gemäß § 3 Abs. 5 Sächsisches Kurortegesetz (SächsKurG) vom 25. Oktober 2006 (SächsABl. S. 1012) auf: revosax.sachsen.de2018 kein Erholungsort mehr, siehe Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Änderung der Liste der Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen gemäß § 3 Absatz 5 des Sächsischen Kurortegesetzes vom 22. Januar 2018 (SächsABl. 2018 S. 192) auf: revosax.sachsen.de
Weblinks
Ortschaft Schnarrtanne In. Webauftritt der Stadt Auerbach/Vogtland.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Vogtlandkreis Kategorie:Geographie (Auerbach/Vogtl.) Kategorie:Ehemaliger staatlich anerkannter Erholungsort in Sachsen