mini|Gedenktafel im Fuggerschloss Kirchheim in Schwaben, gestiftet und erarbeitet von David Jan Slavicek"Bedeutung gewürdigt[.] Gedenktafel im Fuggerschloss in Kirchheim angebracht" in: Mindelheim Wochenkurier. 30. Januar 2025. p. 5. Hubert Gerhard (* um 1540/50 in ’s-Hertogenbosch; † um 1620) war ein niederländisch-deutscher Renaissancebildhauer.
Leben mini|Fragmente des marmornen Beckens des Prachtbrunnens in florentinischer Manier, den Hubert Gerhard 1595 im Innenhof des Fuggerschlosses Kirchheim in Schwaben vollendete; die Fragmente sind in der sogenannten Toskanischen Säulenhalle hinter dem Schlossportal aufgestellt, darüber an der Wand die Gedenktafel Hubert Gerhard war Schüler des Giovanni da Bologna in Florenz. Ab 1581 arbeitete er in Deutschland für verschiedene Territorialfürsten. Seine Skulpturen entsprechen dem manieristisch-frühbarocken Schönheitskanon.
Sein Bruder Heinrich Gerhard war in Augsburg und München mit ihm tätig.
Werk Bedeutende Werke von Gerhard befinden sich in Augsburg (Augustusbrunnen), München (Terrakottafiguren von St. Michael, sowie Figur im Hofgarten) und Wien (Kunsthistorisches Museum, z. B. „Mars, Venus und Amor“). Auch die Mariensäule wird oft Gerhard zugeschrieben. Außerdem findet man Gerhards Terrakottafiguren im Zedernsaal des Fuggerschlosses Kirchheim; dort und auch bei anderen Aufträgen arbeitete er eng mit Carlo di Cesare del Palagio zusammen.
Literatur
Dorothea Diemer: Hubert Gerhard und Carlo di Cesare del Palagio. Bronzeplastiker der Spätrenaissance. 2 Bände. Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2004, ISBN 3-87157-204-7. Juliane von Åkerman: Hubert Gerhard. In: Jürgen Wurst, Alexander Langheiter (Hrsg.): Monachia. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 2005, ISBN 3-88645-156-9, S. 113.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer der Renaissance Kategorie:Bildhauer des Manierismus Kategorie:Bildhauer (Augsburg) Kategorie:Bildhauer (München) Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 17. Jahrhundert Kategorie:Mann