Alexander Strobele (* 6. Mai 1953 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler. Er ist seit 1983 vor allem in Fernsehserien und -filmen zu sehen und spielte bislang in rund 70 Produktionen mit.

Werdegang Im Jahr 1977 schloss er das Max Reinhardt Seminar ab, eine von Max Reinhardt gegründete Schauspielschule in Wien.

Theaterengagements führten ihn anschließend als jungen Schauspieler nach Deutschland, wo er bis 1987 auch blieb. So spielte er Rollen u. a. am Stadttheater Ingolstadt, am Schauspielhaus Bad Godesberg, dem Schauspielhaus der damaligen Bundeshauptstadt Bonn, am Staatstheater Kassel, am Schauspiel Bremen und am Theater am Turm, einem 2004 geschlossenen Haus in Frankfurt.

Die Titelrolle der sechsteiligen ORF-Serie Calafati Joe führte Strobele nach gut 14 Jahren in Deutschland wieder zurück nach Österreich. Im Zuge dieser Entwicklung traf er auch die Entscheidung, von seiner Heimatstadt Wien aus fortan als freier Schauspieler zu arbeiten.

So spielte er über die Zeit mehrfach und wiederholt an Wiener Bühnen, so beispielsweise 1990, 2007 und 2008 am Volkstheater oder 1992, 2000 und 2008 am Theater in der Josefstadt. Darüber hinaus engagierte er sich auch in freien Theaterproduktionen, die er produzierte und inszenierte wie „Ich, Feuerbach“ von Tankred Dorst als Österreichische Erstaufführung.

In einem Online-Beitrag bezeichnete der ORF Strobele als Mitglied der „österreichischen Schauspiel-Elite“.

Bei der Nominierung zum Nestroy-Theaterpreis 2018, der an die deutsche Schauspielerin Dörte Lyssewski verliehen wurde, hieß es in der Begründung der Jury, dass Strobele mit „subtilen gestalterischen Mitteln eine unauffällige Figur“ zeichne, die „dennoch Heroisches“ leiste.

Auszeichnungen Nestroy-Theaterpreis 2018 – Nominierung für „Beste Darstellung einer Nebenrolle“

Filmografie (Auswahl) 1991: Die Strauß-Dynastie 1993: Schindlers Liste 1994: Der Salzbaron (Fernsehserie) 1994: Eine Mutter kämpft um ihren Sohn 1995: Radetzkymarsch 1996: Stille Wasser 1997: Projekt: Peacemaker 1997: Tatort – Inflagranti (Fernsehreihe) 1998: Tatort – Brandwunden 1998: Natalie III – Babystrich online 2001: Amokfahrt zum Pazifik 2001: Natalie 4 – Das Leben nach dem Babystrich 2001: Uprising – Der Aufstand 2002: Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte 2002: Der Bulle von Tölz: Salzburger Nockerl 2003: Tatort – Tödliche Souvenirs 2003: Natalie 5 – Babystrich Ostblock 2003: Mein Vater, der Kaiser 2003: Mit einem Rutsch ins Glück 2003: Der Bockerer IV – Prager Frühling 2005: Fünf-Sterne-Kerle inklusive 2010: Jud Süß – Film ohne Gewissen 2010: Schatten der Erinnerung 2011: Tatort – Lohn der Arbeit 2016: Karussell 2017: Tatort – Wehrlos 2017: Life Guidance 2018: Die Toten vom Bodensee – Der Wiederkehrer 2022: Letzte Bootsfahrt (Fernsehfilm) 2025: SOKO Donau/SOKO Wien (Fernsehserie, Folge: Das Schweigen der Gartenzwerge) 2025: Landkrimi – Acht (Fernsehreihe)

Fernsehserien (Auswahl) 1989: Calafati Joe in 6 Folgen als Calafati JoeCalafati Joe auf www.fernsehserien.de abgerufen am 31. Juli 2016 Kommissar Rex Medicopter 117 – Jedes Leben zählt 2000: Der Clown Julia – Eine ungewöhnliche Frau SK Kölsch SOKO Kitzbühel Sinan Toprak ist der Unbestechliche Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei SOKO Wien 3 Folgen CopStories 1 Folge Die Bergretter 1 Folge Die Landärztin 2 Folgen Schnell ermittelt 1 Folge FC Rückpass

Theaterstücke (Auswahl) „Z!pf oder die dunkle Seite des Mondes“, Theater Hausruck 2007–2008 „Die Schüsse von Sarajevo“, Theater in der Josefstadt, 2014 „The King’s Speech“, Wiener Kammerspiele, 2012–2013 „Ein Klotz am Bein“, Theater in der Josefstadt, 2011–2012 „Der widerspenstigen Zähmung“, Frankenfestspiele Röttingen 2000

Weblinks

Alexander Strobele bei der Agentur Screen Actors

Einzelnachweise

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