Hannah Auchentaller (* 28. März 2001 in Innichen, Südtirol) ist eine italienische Biathletin. Sie wurde 2022 Juniorenweltmeisterin und startet seither im Weltcup. Im Februar 2023 gewann sie mit der Frauenstaffel auch den Weltmeistertitel bei den Senioren.

Werdegang Erfolge im Juniorenbereich Hannah Auchentallers erster internationaler Auftritt erfolgte bei den Juniorenweltmeisterschaften 2019, wo als bestes Ergebnis Rang 6 mit der Jugendstaffel heraussprang. Ihre erste Medaille gewann sie im Jahr darauf in der Lenzerheide mit Linda Zingerle und Rebecca Passler, die Staffel kam 1,4 Sekunden hinter den siegreichen Norwegern ins Ziel. Zudem wurde Auchentaller Siebte im Sprint und Neunte des Einzels. Im Winter 2020/21 bestritt sie zwar nicht viele Rennen, gewann bei der Junioren-WM aber erneut Staffelsilber. Zudem lief die Italienerin erste IBU-Cup-Rennen und kam gleich bei ihrem ersten Auftritt in Obertilliach auf den fünften Rang im Kurzeinzel. Im September 2021 gewann sie bei den italienischen Meisterschaften hinter Lisa Vittozzi und Samuela Comola die Bronzemedaille im Einzel. Auch zu Beginn der Folgesaison gelang Auchentaller beim Verfolger von Idre Platz 5, woraufhin sie beim Sprint von Östersund ihren ersten Einsatz im Weltcup bekam und das Rennen auf Rang 81 von 113 Athleten abschloss. Der Höhepunkt des Winters war erneut die Juniorenweltmeisterschaft, wo es für Auchentaller im Verfolger hinter Tereza Voborníková die erste Einzelmedaille gab. Ihr erstes Gold gewann sie ebenfalls, mit Rebecca Passler, Linda Zingerle und Beatrice Trabucchi war sie als Schlussläuferin der italienischen Staffel siegreich.

Etablierung im Weltcup und WM-Titel mini|links|Auchentaller während des WM-Staffelbewerbs 2023 Zu Beginn des Winters 2022/23 verbesserte Auchentaller mit Rang vier in Idre ihr bis dahin bestes Resultat im Sprint und durfte daraufhin beim Weltcup von Le Grand-Bornand starten, bei welchem sie das Verfolgungsrennen erreichte. Im neuen Kalenderjahr stieg die 21-jährige dann in Osrblie hinter ihrer Landsfrau Eleonora Fauner erstmals auf ein Podest im IBU-Cup, eine Woche später folgte im kurzen Einzelbewerb auf der Pokljuka sogleich der erste Sieg. Mit diesen Ergebnissen ergatterte sich die Antholzerin das Startrecht für ihren Heimweltcup, bei dem sie den Verfolger erreichte und dort mit Rang 33 erste Weltcuppunkte einfuhr sowie ihren Platz in der Frauenstaffel sicherte, die nach einer Strafrunde von Auchentaller das Podest knapp verfehlte. Weiterhin war sie Teil der Weltmeisterschaften in Oberhof, wo sie nach drei Top-30-Platzierungen ihren ersten Massenstart erreichte. Die größte Aufmerksamkeit bekam sie allerdings im Staffelrennen, welches die Italienerin, an dritter Stelle laufend, als Führende von Samuela Comola und Dorothea Wierer übernahm. Sie benötigte lediglich einen Nachlader und übergab, weiterhin in Führung liegend, an Lisa Vittozzi, die ohne Schießfehler blieb und als erste die Ziellinie überquerte. Damit war Auchentaller Teil der ersten siegreichen italienischen Weltmeisterstaffel. Am Saisonende erzielte sie mit Rang 17 im Einzel von Östersund ihre beste Weltcupplatzierung und startete in einem weiteren Massenstart, den sie als 22. abschloss. Zudem war sie zusammen mit Patrick Braunhofer bei den nationalen Meisterschaften im Single-Mixed-Rennen siegreich.

Eher enttäuschend verlief der Beginn der Saison 2023/24: Auchentaller erzielte bis in den Januar lediglich einmal Weltcuppunkte und bekam deshalb auch nicht die Chance, erneut an Weltmeisterschaften teilzunehmen. Stattdessen lief die Italienerin bei der EM und gewann dort zusammen mit Nicola Romanin, Nicolò Betemps und Beatrice Trabucchi die Bronzemedaille im Mixedbewerb. Angestachelt davon siegte sie eine Woche später am Arber zum zweiten Mal in einem IBU-Cup-Wettkampf und stieß daraufhin in Oslo wieder zur Nationalmannschaft. Am gleichen Ort qualifizierte sich Auchentaller nach Rang 20 im Einzel für den Massenstart, den sie auf Platz 14 und damit einer persönlichen Bestleistung abschloss, in der Mixedstaffel verhinderten zwei Strafrunden Tommaso Giacomels ihren ersten Weltcuppodestplatz.

In den Winter 2024/25 fand Auchentaller stark hinein. Im ersten Trimester lief sie in sechs von sieben teilgenommenen Rennen die Punkteränge, darunter fiel auch ihr erster Top-10-Platz im Sprint von Le Grand-Bornand und Rang 13 im Massenstart am gleichen Ort. Bei den Weltmeisterschaften kam als Bestergebnis Platz 21 im Einzel zustande, mit der Frauen- und Mixedstaffel gelangen ihr im Saisonverlauf drei Top-5-Platzierungen. Nach Saisonende krönte sich Auchentaller in Abwesenheit von Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi zur italienischen Meisterin im Massenstart. Ende November 2025 stieg sie gemeinsam mit Wierer, Vittozzi und Michela Carrara im Staffelrennen in Östersund zum ersten Mal auf ein Weltcuppodest. In Ruhpolding standen die Italienerinnen im gleichen Wettkampf lange Zeit vor dem Sieg, bevor Schlussläuferin Lisa Vittozzi auf der Zielgeraden noch von Maren Kirkeeide überholt wurde. Trotz fehlender Einzelergebnisse wurde Auchentaller für die Olympischen Spiele in ihrer Heimat Antholz nominiert und erzielte dort als bestes Resultat Rang 26 in der Verfolgung. Das letzte Trimester verlief mit zwei Top-15-Platzierungen in Kontiolahti erfolgreicher.

Persönliches mini|Auchentaller (2. v. r.) nach dem Gewinn der Goldmedaille bei der WM 2023 mit Samuela Comola, Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi Auchentaller lebt in Antholz Niedertal. Sie ist die Tochter des heutigen US-amerikanischen Nationaltrainers Armin Auchentaller.

Statistiken Weltcupplatzierungen

Weltcupwertungen Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:

Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 2022/23 39. 24 – – 53. 19 39. 18 57. 61 2023/24 41. 27 80. 6 – – 34. 27 60. 60 2024/25 – – 28. 104 41. 39 39. 28 40. 171 2025/26 29. 35 68. 18 45. 40 38. 27 45. 120

Olympische Winterspiele Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel -Cortina 30. 43. 26. – 11. –

Weltmeisterschaften Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:

Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel S.-M.-Staffel 2023 22. 33. 32. 29. 20px|Gold 1. – – 2025 21. 46. 40. – 7. 7. –

Europameisterschaften mini|Auchentaller beim Liegendschießen Ergebnisse bei Europameisterschaften:

Europameisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Mixedstaffel S.-M.-Staffel 2022 23. 52. 13. 18. – 2024 15. 14. 22. 20px|Bronze 3. –

Jugend-/Juniorenweltmeisterschaften Auchentaller nahm bis 2020 an den Jugend- und ab 2021 an den Juniorenwettkämpfen teil.

Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Frauenstaffel Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung 2019 33. 16. 25. 6. 2020 9. 7. 35. 2. 2021 19. 12. 23. 2. 2022 8. 7. 2. 1.

IBU-Cup-Siege Nr. Datum Ort Disziplin 1. Kurzeinzel 2. Sprint

Weblinks

Hannah Auchentaller bei der FISI

Einzelnachweise

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