mini|Fatimakapelle Reislas mini|Ehemaliges Schloss in Reislas

Reislas ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kirchenpingarten im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Reislas hat eine Fläche von 2,825 km². Sie ist in 286 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9878,43 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Langengefäll.

Geographie Das Dorf liegt am Heinersbach (im Unterlauf Tauritzbach genannt), einem rechten Zufluss der Haidenaab. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kirchenpingarten zur Kreisstraße BT 42 (0,4 km nordöstlich) bzw. nach Kirmsees (1,7 km westlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls zur BT 42 (0,6 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1280 als „Riuzinz“ erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 17. Jahrhundert gab es im Ort ein Schloss derer von Künßberg, später im Besitz der Herren von Brandt und der Herren von Lindenfels.D. Herrmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 544. Die Hochgerichtsbarkeit über dem Rittergut Reislas stand dem Kurfürstlichen Landrichteramt Waldeck-Kemnath zu. Die Grundherrschaft hatte das kurfürstliche Kastenamt Kemnath (Immenreuther Gezirk). Laut dem Steuerbuch von 1714 bestand Reislas aus 7 landsässischen Anwesen (6 Güter, 1 Gütel, 3 Inwohner).H. Sturm: Kemnath, S. 268.

Infolge des Gemeindeedikts wurde Reislas dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Tressau zugewiesen.H. Sturm: Kemnath, S. 321. 1818 wurde die Ruralgemeinde Reislas gegründet, zu der Langengefäll gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath.H. Sturm: Kemnath, S. 341. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden die landsässischen Untertanen dem Patrimonialgericht 2. Klasse Reislas. Zu dem Patrimonialgericht gehörten auch Untertanen in Dennhof, Eckartsreuth, Göppmannsbühl, Grub, Hahnengrün, Haidenaab, Langengefäll, Muckenreuth, Oberndorf, Poppenberg und Schmetterslohe. Insgesamt gab es 82 Familien, die dem Patrimonialgericht unterstanden.H. Sturm: Kemnath, S. 310. Am 1. Oktober 1857 wurde die Gemeinde an das Landgericht Weidenberg und dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt) überwiesen.R. Winkler: Bayreuth, S. 445f. Ab 1862 gehörte Reislas zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Weidenberg (1879 in Amtsgericht Weidenberg umgewandelt), seit 1931 ist das Amtsgericht Bayreuth zuständig.R. Winkler: Bayreuth, S. 485f. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 2,791 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Reislas am 1. April 1971 nach Kirchenpingarten eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 10: Ehemaliges Schloss Waldkapelle Bildstock

Einwohnerentwicklung Gemeinde Reislas Jahr 1824 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 131 99 132 134 126 131 133 109 113 117 107 118 112 109 106 105 106 118 118 156 148 134 130 114HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 19 19 20 23 21 21 21 21 Quelle

Ort Reislas Jahr 1818 1824 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 80 108 98 96 91 84 74 114 92 79 67Häuser 16 17 16 16 16 16 16Quelle

Religion Reislas ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Jakobus der Ältere (Kirchenpingarten) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Kirchenpingarten) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1280 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth