Das Unteramt Aach war in napoleonischer Zeit eine Verwaltungseinheit im Süden des Königreiches Württemberg.
Geschichte mini|Aach auf einer Karte der Grafschaft Nellenburg (18. Jh.) Die im Hegau im Süden des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg gelegene Kleinstadt Aach hatte seit dem Hochmittelalter unter der Herrschaft der Habsburger gestanden. Dort war sie der Landgrafschaft Nellenburg, als Teil Vorderösterreichs, unterstellt und kam mit dieser aufgrund des Friedens von Pressburg von 1805 an Württemberg. Nachdem mit der Verabschiedung der Rheinbundakte 1806 eine Reihe benachbarter Ortschaften der Hegauischen Ritterschaft mediatisiert worden und ebenfalls unter die württembergische Landeshoheit gefallen waren, wurden sie, im Rahmen der Verwaltungsgliederung des Landes, dem Siebten Kreis Rottweil zugeordneten Oberamt Stockach zunächst einzeln zugewiesen. Später errichtete die württembergische Regierung dann das Unteramt Aach, in dem sie diese zusammenfasste.
Mit dem 1810 geschlossenen Grenzvertrag zwischen Württemberg und Baden wurde es an das Großherzogtum Baden abgetreten. Dort wurden zunächst die ritterschaftlichen Orte auf die Ämter Blumenfeld und Stockach verteilt.Umstrukturierung der Bezirkseinteilung, Verordnung vom 15. November 1810, veröffentlicht im Großherzoglich-Badischen Regierungsblatt am 4. Dezember 1810, Heft XLIX, S. 356. Letzterem wurde im September 1811 noch Aach selbst zugewiesen.Entsprechende Anordnung vom 2. September 1811, veröffentlicht am 5. September 1811 im Großherzoglich-Badischen Regierungsblatt, Heft XXIII, S. 103. Auch später waren die Orte des Unteramtes lange Zeit unterschiedlichen Verwaltungseinheiten zugeteilt, seit Anfang 1973 sind sie unter dem Dach des Landkreises Konstanz wieder vereinigt.
Orte und Einwohnerzahlen 1810 wurde von diesen Orten und Einwohnerzahlen berichtet: Aach: 573 Beuren an der Aach: 234 Binningen: 346, davon in Hofwiesen: 47 Schloß und Hof Hohenstoffeln (nur Dienstboten) Storzeln (unbewohnt) Duchtlingen: 342, davon in Schloß Hohenkrähen: 14 Eigeltingen, mit Lochmühle und Probsthof: 626 Mühlhausen bei Singen: 539, davon in Mägdeberg: 8 Maierhöfle: 11 Ziegelhütte: 5 Reute bei Morgenwies: 195 Schlatt unter Krähen: 175 Steißlingen: 943, davon in Wiechs: 91 Volkertshausen: 270, davon in der Hammerschmitte: 30 der Papiermühle: 6 Wasserburger Hof (ohne Angabe) Weiterdingen: 635, davon in Homboll und Sennhof: 9 Lochmühle: 4 Pfaffwiesen: 10 Weiler am See: 40
Literatur Königlich-Württembergisches Staats-Handbuch. Jahrgang 1807/08, S. 480ff. Königlich-Württembergisches Hof- und Staats-Handbuch, Jahrgang 1809/10, S. 392f. Historischer Atlas von Baden-Württemberg, online verfügbar bei LEO-BW: Blatt VI.13: Herrschaftsgebiete und Ämtergliederung in Südwestdeutschland 1790, Beiwort von Michael Klein. Blatt VII.2: Württemberg in napoleonischer Zeit, Beiwort von Walter Grube und Hans Haller.
Einzelnachweise
Kategorie:Königreich Württemberg Kategorie:Politik (Landkreis Konstanz) Kategorie:Aach (Hegau)