Rábacsécsény (ehemals Csécsény) ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Tét im Komitat Győr-Moson-Sopron.
Geografische Lage Rábacsécsény liegt 19 Kilometer südwestlich des Zentrums des Komitatssitzes Győr und 11 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Tét am linken Ufer des Flusses Rába. Nachbargemeinden sind Bodonhely, Bágyogszovát, Kóny, Enese, Rábapatona, Mérges und Rábaszentmihály, das direkt am gegenüberliegenden Ufer des Flusses liegt.
Geschichte Die Siedlung wurde zur Zeit der Árpáden im Jahr 1258 erstmals schriftlich erwähnt. Der Name des Ortes geht zurück auf eine Familie Csecsenyi. Im 19. Jahrhundert wurde eine Zuckerfabrik gebaut, die Zuckerrüben von einer Fläche mit 40 Hektar verarbeitete, jedoch nach wenigen Jahren abbrannte. Häufige Überschwemmungen des Flusses Rába richteten wiederholt Schäden im Ort an. Im Jahr 1909 wurde der Ort von Csécsény in Rábacsécsény umbenannt. 1913 gab es in der damaligen Kleingemeinde 125 Häuser und 806 Einwohner auf einer Fläche von 3229 Katastraljochen. Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Sokoróalja im Komitat Győr.
Söhne und Töchter der Gemeinde Balázs Magyar (1934–2006), Chemiker
Sehenswürdigkeiten Ferenc-Deák-Denkmal, erschaffen von György Túri Kruzifixe Mariensäule (Szűz Mária-oszlop) aus dem Jahr 1910, gestiftet von Auswanderern nach Amerika Römisch-katholische Kirche Szentháromság, erbaut 1831 im barocken Stil Szent-Ágota-Standbild aus dem 17. Jahrhundert, restauriert
Verkehr Durch Rábacsécsény verläuft die Landstraße Nr. 8417. Es bestehen Busverbindungen über Rábaszentmihály und Kisbabot nach Mórichida sowie über Mérges und Enese nach Győr. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich acht Kilometer nördlich in Enese.
Literatur Rábacsécsény – Településképi Arculati Kézikönyv. Hrsg. von der Gemeindeverwaltung, Rábacsécsény 2018.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Ort im Komitat Győr-Moson-Sopron