Berlin Universities Publishing (BerlinUP) ist der Universitätsverlag der Berlin University Alliance (BUA), zu der die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin gehören. Als nichtkommerzieller Open-Access-Verlag ist BerlinUP institutioneller Publikationsdienstleister (IPSP) der BUA und nicht zu verwechseln mit dem kommerziellen Verlag Berlin University Press, der keinen Bezug zu Berliner Universitäten hat.Petra Kipphoff: Geniestreich oder Donquichotterie? Die Zeit, 26. September 2007. Aufgabe des Verlags ist es, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung aus allen an den vier beteiligten Hochschulen vertretenen Fachgebieten frei zugänglich zu veröffentlichen.Berlin Universities Publishing: Mission Statement, abgerufen am 15. Januar 2023. BerlinUP versteht sich als Diamond-Open-Access-Verlag,Benjamin Heardle, Christina Riesenweber: Kurz davor, verstetigt zu werden. DUZ Magazin 05/2023 vom 26. Mai 2023, abgerufen am 19. Oktober 2025 der ein Gegengewicht zu gewinnorientierten Verlagen schaffen will.Heinz Pampel und Maxi Kindling: 20 Jahre Open Access: Wie Berlin das offene Publizieren prägte. Tagesspiegel vom 23. Oktober 2023, abgerufen am 19. Oktober 2025.
Geschichte Die Idee eines kooperativen Open-Access-Dienstleistungsnetzwerks für die vier großen Berliner Universitäten wurde auf der Grundlage der 2015 vom Berliner Senat verabschiedeten Open-Access-Strategie entwickelt.Senat von Berlin: Open-Access-Strategie für Berlin. http://dx.doi.org/10.17169/refubium-26319 Zunächst aus Mitteln des Exzellenzverbunds Berlin University Alliance als Projekt gefördert, wurde der Verlag 2022 gegründet und ist damit Bestandteil der Open-Science-Leitlinie der BUA.Berlin University Alliance: Die Berlin University Alliance gibt sich ein Leitbild für Offene Wissenschaft. Pressemitteilung vo 16. November 2023, abgerufen am 19. Oktober 2025. An den beteiligten Universitäten gab es bereits zuvor Publikationsdienste: der älteste Universitätsverlag Deutschlands, der Verlag der TU Berlin, stellte seinen Betrieb zugunsten des kooperativen neuen Verlags BerlinUP ein. Maxi Kindling, Maike Neufend, and Georg Fischer: Publikationsinfrastrukturen, Open Research Office Berlin vom 31. Juli 2024, https://doi.org/10.21428/986c5d43.136cae29Dagmar Schobert: Requiem für den Universitätsverlag der TU Berlin. Blog der TU Berlin, abgerufen am 19. Oktober 2025. An der FU Berlin gab es seit 2008 ein Hostingangebot für den Betrieb von Zeitschriften mit Open Journal Systems, der zur Grundlage für den Zeitschriftenservice von BerlinUP wurde.Robert Wiese, Katharina Schulz, Michael Kleineberg und Christina Riesenweber: Der Preis von Diamond Open Access: Erfahrungen bei Berlin Universities Publishing. O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal Herausgeber VDB, 12(1), 1-14. https://doi.org/10.5282/o-bib/6129 Seit Anfang 2024 ist der Betrieb durch die Schaffung von Stellen an den vier Hochschulen verstetigt. Es ist geplant, den Verlag auch für Publikationen externer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu öffnen.
Struktur Verantwortlich für das Verlagsgeschäft sind die vier Universitätsbibliotheken – Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, Zentralbibliothek der TU und UdK Berlin und die Medizinische Bibliothek der Charité. Aus deren jeweiliger Leitung setzt sich das Board of Directors zusammen, das die Budget- und Personalverantwortung trägt. Ein wissenschaftlicher Beirat aus drei Mitgliedern pro Universität berät zur inhaltlichen Ausrichtung des Verlags und Qualitätssicherung.Berlin Universities Publishing: Wissenschaftlicher Beirat, abgerufen am 15. Oktober 2025. Für den wissenschaftlichen Beirat wurden Forschende aus verschiedenen Forschungsdisziplinen der vier Einrichtungen angesprochen, um eine möglichst breite Streuung über das fachliche Forschungsspektrum in Berlin zu gewährleisten.
Der Verlag publiziert Open-Access-Monografien, Sammelbände und Schriftenreihen (BerlinUP Books) sowie zwölf wissenschaftliche Zeitschriften (BerlinUP Journals) und bietet einen Beratungsservice für Angehörige der Universitäten der Berlin University Alliance zum Open-Access-Publizieren an (BerlinUP Beratung).Open-Access-Week 2022: Berlin Universities Publishing stellt sich vor. Webseite von BerlinUP, abgerufen am 19. Oktober 2025. Gedruckte Exemplare können zusätzlich kostenpflichtig über die Webseite oder den Buchhandel bezogen werden.
Als Teil der Publikationsberatung wurde beispielsweise eine Handreichung veröffentlicht, die sich mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Open Access mit einem vorher geschlossenen Wahrnehmungsvertrag der VG Wort beschäftigt.Robert Wiese und Marc Lange: Open Access und die VG Wort: Was es bei wissenschaftlichen Texten zu beachten gilt. irights.info vom 11. September 2024, https://doi.org/10.59350/kx9w8-ehf73
Open Access, Qualitätssicherung Alle Veröffentlichungen des Verlags stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz (in der Regel CC-BY).BerlinUP: Open-Access-Grundsätze. Abgerufen am 19. Oktober 2025. Dadurch ist der sofortige, dauerhafte und freie Zugang zu allen Veröffentlichungen gewährleistet. Die Autoren behalten ihre Nutzungsrechte. Für Zeitschriftenbeiträge werden keine Publikationsgebühren erhoben. Die Veröffentlichung von Büchern ist für Angehörige der beteiligten Hochschulen kostenfrei, Satz- und Lektoratsdienstleistungen werden an externe Anbieter vermittelt. Zur Deckung dieser Kosten stehen an allen vier Universitäten Fördermöglichkeiten wie Monografienfonds zur Verfügung.
BerlinUP Books orientiert sich an den Qualitätsstandards für Open-Access-BücherArbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage: Qualitätsstandards für Open-Access-Bücher (Version 2). Zenodo 2022. https://doi.org/10.5281/zenodo.7075761 der Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage und den Principles of Transparency and Best Practice in Scholarly PublishingCOPE, DOAJ, OASPA, WAME: Principles of Transparency and Best Practice in Scholarly Publishing. https://doi.org/10.24318/cope.2019.1.12 2022 des Committee on Publication Ethics (COPE) und stellt so die formale und technische Qualität der Bücher sicher.BerlinUP Books: Qualitätssicherung, abgerufen am 22. Oktober 2025. Inhaltlich durchlaufen die Bücher ein standardisiertes Peer Review.BerlinUP Books: Peer-Review-Richtlinien abgerufen am 22. Oktober 2025.
Berlin UP Journals betreut zwölf Open-Access-Zeitschriften und stellt die technische Qualität der Artikel sicher. Die formale, inhaltliche und ethische Qualitätssicherung liegt bei den Herausgebern der Zeitschriften.BerlinUP Journals: Qualitätssicherung. Abgerufen am 22. Oktober 2025.
Mitgliedschaften BerlinUP ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage,Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage: Mitglieder. Abgerufen am 19. Oktober 2025. der Association of European University Presses (AEUP)Association of European University Presses: List of members. und der Open Access Scholarly Publishing Association.Open Access Scholarly Publishing Association: Current members. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
Weblinks Webseite des Verlags Berlin Universities Publishing
Einzelnachweise
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