Klaus Hennig (* 27. Juli 1932 in Halle/Saale; † 30. September 2007 in Berlin) war ein deutscher Gebrauchsgrafiker.

Leben und Werk Hennig machte 1951 in Halle das Abitur. Danach absolvierte er dort Praktika bei der DEWAG und der Großdruckerei VEB Gravo-Druck. Von 1951 bis 1957 studierte er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, unter anderem bei Werner Klemke, Ernst Jazdzewski und Ernst Rudolf Vogenauer. Danach arbeitete er in Berlin als freischaffender Gebrauchsgrafiker. Er schuf unter anderem Signets und Exlibris, entwarf Plakate und betätigte sich als Ausstellungsgestalter. Sein im Auftrag des Forstzentrums Markkleeberg geschaffenes Signet Waldbrandgefahr, das lodernde Flammen in Form eines Eichhörnchens darstellt, wurde in der DDR zum allgemein anerkannten Warnzeichen.

Die größte Bedeutung erlangte Hennig ab 1962 als Briefmarkengrafiker für die Deutsche Post. Dabei arbeitete er häufig mit Dietrich Dorfstecher zusammen. Weitere Partner waren Gerhard Bläser und Gerhard Stauf.

Hennig war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.

Die Grabstätte Hennigs befindet sich auf dem St.-Hedwigs-Friedhof II in Berlin-Weißensee.

Werke (Auswahl) Entwürfe für Briefmarken der Deutschen Post Kampf gegen Malaria (1963; mit Dorfstecher)Briefmarken-Jahrgang 1963 der Deutschen Post der DDR 15 Jahre Deutsche Demokratische Republik (1964; mit Dorfstecher):Datei:Stamps of Germany (DDR) 1964, MiNr Block 019.jpg Kunstwerke aus dem Vorderasiatischen Museum in Berlin, darunter „Schreitender Löwe mit gesenktem Schweif aus der Prozezessionsstraße“Michel-Katalog Deutschland (DDR Nr. 1231, Ausgabe 1966, 23. November) Märchen der Brüder Grimm. Tischlein deck dich (1966; mit Bläser) Vollblutmeeting der sozialistischen Länder (1967; mit Bläser)Briefmarken-Jahrgang 1967 der Deutschen Post der DDR Neujahr 1984 (1984)Briefmarken-Jahrgang 1983 der Deutschen Post der DDR

Weiteres Signet Volleyball-Europameisterschaft 1983

Plakatentwürfe Verhindert Waldbrände (1966; wahrscheinlich Auftrag des Forstzentrums Markkleeberg) Berliner Maisingen (1987; Auftrag des Palasts der Republik) Berliner Tage der Volkskunst (1987; Auftrag des Palasts der Republik)

Ausstellungen (mutmaßlich unvollständig) 1967/1968, 1972/1973, 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, VI. Deutsche Kunstausstellung und VII., IX. und X. Kunstausstellung der DDR 1969: Leipzig, Messehaus am Markt („Kunst und Sport“) 1982: Berlin, Bezirkskunstausstellung 1984: Berlin, Altes Museum („Junge Künstler der DDR“)

Literatur

Hellmut Rademacher (Einführender Text): Gebrauchsgrafik in der DDR. Verlag der Kunst, Dresden, Herausgeber Verband Bildender Künstler der DDR, 1975, S. 333 Hennig, Klaus. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 346

Weblink Hennig, Klaus, Bund-Forum

Einzelnachweise

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