NewJeans () ist eine südkoreanische Girlgroup der vierten K-Pop-Generation, die 2022 vom zur Hybe Corporation gehörenden Label ADOR gegründet wurde. Als Folge eines Rechtsstreits mit ADOR nannte sich die Gruppe am 7. Februar (bis 2. November 2025) vorübergehend in NJZ (koreanisch ) um. NewJeans bestand bislang aus fünf Mitgliedern: Minji, Hanni, Danielle, Haerin und Hyein. Am 29. Dezember hat Ador Danielle's Vertrag gekündigt.Daniel Koch: K-Pop: NewJeans ab jetztohne Danielle Marsh. In: Starzone.ch, 29. Dezember, abgerufen am 29. Dezember. Die Girlgroup debütierte am 1. August 2022 mit dem Mini-Album New Jeans. Der Name des offiziellen Fanclubs lautet Bunnies.
Name Der Name „NewJeans“ nimmt Bezug auf Jeans als alltägliches und zeitbeständiges Kleidungsstück. Er soll den Anspruch der Gruppe ausdrücken, über Generationen hinweg populär zu sein. Der Name ist zweideutig, da es sich um ein Wortspiel auf new genes („neue Gene“) handelt, was ausdrücken soll, dass NewJeans für eine neue Generation der Popmusik steht. NJZ ist eine Abkürzung ihres früheren Namens.
Geschichte 2019 begannen Big Hit Entertainment und Source Music mit den Vorbereitungen für eine neue Girlgroup unter Leitung von Min Hee-jin, die zuvor für SM Entertainment als Artdirectorin arbeitete. Kurz darauf begannen weltweite Auditions („Vorsingen“). 2021 wurde das gesamte Projekt in das neue Label ADOR verschoben, dass zur Hybe Corporation gehört und dessen Leiterin Min Hee-jin war.
2022: Debüt mit New Jeans Am 22. Juli 2022 debütierte NewJeans offiziell mit dem Musikvideo zum Song Attention. Einen Tag später folgten vier verschiedene Musikvideos zum Song Hype Boy, wiederum einen Tag später das Musikvideo zum Song Hurt. Alle drei Songs sind Teil der EP New Jeans, die am 1. August in digitaler und am 8. August in physischer Version veröffentlicht wurde. Am 1. August erschien auch das Musikvideo zu Cookie, dem vierten Song auf der EP.
New Jeans erreichte den ersten Platz der südkoreanischen Albumcharts und den zwölften Platz der japanischen Oricon-Albumcharts. Darüber hinaus erreichte das Album in weiteren Ländern Chartplatzierungen, so etwa Platz 91 in Deutschland. Auch die Singles Attention und Hype Boy konnten sich beide in den südkoreanischen Singlecharts auf Rang 1 platzieren. Am Ende des Jahres 2022 erhielt NewJeans die Auszeichnung als „Newcomer des Jahres“ bei mehreren wichtigen Preisverleihungen der südkoreanischen Musikszene: bei den Melon Music Awards, den Golden Disk Awards, den Korean Music Awards, den Seoul Music Awards, den Asia Artist Awards, den The Fact Music Awards und den Hanteo Music Awards. Im Februar 2023 überschritt das Album New Jeans die Marke von einer Million verkaufter Einheiten in Südkorea, was bislang noch keinem weiblichen K-Pop-Act mit seinem Debütalbum gelungen war.
2022-2023: OMG und Get Up Am 19. Dezember 2022 veröffentlichte NewJeans den Song Ditto in digitaler Form. Zu diesem wurden zwei zusammenhängende Musikvideos veröffentlicht, die mit Side A und Side B betitelt wurden. Ditto stellte mit insgesamt 13 Wochen in Folge auf Platz 1 einen neuen Rekord in den südkoreanischen Singlecharts auf und belegte Platz 1 der Jahrescharts 2023. Ditto war Teil des Single-Albums OMG, das am 2. Januar 2023 zeitgleich mit dem Song OMG veröffentlicht wurde. OMG erreichte in Südkorea Platz 2 der wöchentlichen Singlecharts und Platz 4 der Jahrescharts 2023. Beide Songs konnten sich auch jeweils für mehrere Wochen in den US-amerikanischen Billboard Hot 100 platzieren. Nach 219 Tagen, am 8. März 2023, erreichte NewJeans 1 Milliarde Streams auf Spotify und erhielt bei den Guinness World Records den Eintrag „Schnellster K-Pop-Act, der 1 Milliarde Streams auf Spotify erreicht hat“.
NewJeans' zweite EP, Get Up, erschien am 21. Juli 2023, nachdem bereits am 7. Juli die Songs Super Shy und New Jeans veröffentlicht worden waren. Sowohl im Musikvideo zu New Jeans als auch auf dem Cover der EP sind die Bandmitglieder als animierte Figuren im Stil der Powerpuff Girls zu sehen. Get Up erschien wie zuvor OMG zusätzlich zur normalen Albumversion in einer Version, die exklusiv über die Plattform Weverse erhältlich war: Beide Versionen von Get Up verkauften sich in Südkorea im Jahr 2023 zusammen rund zwei Millionen Mal. Get Up erreichte zudem unter anderem Platz 1 der US-Albumcharts und Platz 10 der deutschen Albumcharts. In Deutschland konnte sich Get Up acht Wochen lang in den Charts halten. Das Musikmagazin Rolling Stone listet Get Up auf Platz 33 seiner Liste der „100 besten Alben des Jahres 2023“.
Am 3. August trat NewJeans als erster weiblicher K-Pop-Act beim Lollapalooza Chicago auf. Dies war zugleich ihr erster Auftritt in den USA.
2024: How Sweet/Bubble Gum und Japan-Debüt mit Supernatural/Right Now Am 24. Mai 2024 erschien die Single How Sweet/Bubble Gum, bestehend aus den gleichnamigen Songs. Zuvor war bereits am 27. April das Musikvideo zu Bubble Gum veröffentlicht wurden. NewJeans sang Bubble Gum auch in japanischer Sprache ein, diese Version wurde in Japan in Werbespots für die Shampoo-Marke Essential der Firma Kao verwendet. Die Bandmitglieder sind ebenfalls in den Werbespots zu sehen. Bubble Gum wurde außerdem als Titelsong für die tägliche Morningshow Mezamashi 8 des japanischen TV-Senders Fuji Television ausgewählt.
Am 21. Juni veröffentlichte NewJeans ihre offizielle japanische Debütsingle Supernatural. Der Liedtext ist in japanischer, englischer und koreanischer Sprache verfasst. Die CD-Single Supernatural enthält zudem den Song Right Now, für dessen Musikvideo die Gruppe mit dem japanischen Künstler Takashi Murakami zusammen gearbeitet hat.
Rechtsstreit mit Hybe Corporation und ADOR 2024 Seit April 2024 waren die Hybe Corporation und die ausführende Produzentin von NewJeans, Min Hee-jin, in einen Arbeitskonflikt verwickelt, der am 27. August durch Hybes Vorstandsmitglieder zur Entlassung von Min Hee-jin als CEO von ADOR führte. Die NewJeans-Mitglieder drückten während des gesamten Streits öffentlich ihre Unterstützung für Min Hee-jin aus. In einem überraschend angesetzten YouTube-Livestream am 11. September bekräftigten sie ihre Unterstützung für Min Hee-jin und deren Bedeutung für ihre Gruppenidentität. Sie erläuterten auch die angeblichen Probleme mit dem Hybe-Management, darunter Schikanen am Arbeitsplatz, Untätigkeit, durchgesickerte private Informationen und Löschung ihrer YouTube-Inhalte. Am Ende der Sendung stellte NewJeans dem Hybe-Vorsitzenden Bang Si-hyuk ein Ultimatum, Min Hee-jin bis zum 25. September wieder als CEO einzusetzen. In einem Artikel für die New York Times bemerkte Jon Caramanica, dass „die NewJeans-Rebellion – einer der bedeutendsten Arbeitskonflikte im K-Pop der letzten Jahre – sich wie ein echter Bruch anfühlt. ...So etwas kommt auf dieser Ebene im K-Pop selten vor“. Am 25. September lehnte Hybe das Ultimatum von NewJeans ab, Min Hee-jin wieder einzustellen, und berief sich dabei auf den eigenen Grundsatz, Management und Produktion zu trennen. Hybe bekräftigte jedoch die fortgesetzte Rolle von Min Hee-jin als Produzentin von NewJeans. Trotz des Konflikts erklärte Min Hee-jin in einem Interview mit TV Asahi, die Zukunftspläne von NewJeans voranzutreiben, und erklärte, dass sie „einen Plan habe, diese Herausforderungen zu meistern“.
Der Umwelt- und Arbeitsausschuss der Nationalversammlung Südkoreas untersuchte die Arbeitskultur in der Unterhaltungsindustrie, die Belästigungsvorwürfe und Maßnahmen zum Schutz der Künstler. Am 15. Oktober trat Hanni als Zeugin vor dem Ausschuss auf. In ihrer Aussage erklärte Hanni, dass Hybe und deren leitende Manager NewJeans untergraben würden, und berichtete von mehreren Vorfällen, bei denen sie und ihre Gruppe von Mitarbeitern diskriminiert wurden. Kim Joo-young, die derzeitige CEO von ADOR, wurde ebenfalls als Zeugin zur Anhörung aufgerufen und sagte, dass sie bei der Untersuchung des Vorfalls kooperieren würde.
Am 13. November wurde von Yonhap News berichtet, dass NewJeans einen Brief an ADOR geschickt hätte, in dem sie erklärte, dass sie ihren Exklusivvertrag mit dem Unternehmen kündigen würde, wenn dieses nicht alle wesentlichen Verstöße gegen ihren Exklusivvertrag innerhalb von 14 Tagen beheben würde. Dieser Brief wurde durch Berichte ausgelöst, denen zufolge Hybe beschließen würde, NewJeans zugunsten der anderen Gruppen des Unternehmens fallenzulassen, zusätzlich zu einer früheren Ablehnung des Antrags der Gruppe, Min Hee-jin wieder als CEO von ADOR einzusetzen. Am 20. November 2024 trat Min Hee-jin von ihrer Position bei ADOR zurück.
Auf einer Pressekonferenz am 28. November kündigten die fünf NewJeans-Mitglieder die einseitige Kündigung ihres Exklusivvertrags mit ADOR an. Als Begründung wurden angebliche Verstöße angegeben, die dem Unternehmen zuvor gemeldet worden waren. Sie erklärten, dass sie ab dem 29. November ihre Aktivitäten unabhängig von Hybe und ADOR fortsetzen wollen und „bis zum Ende dafür zu kämpfen, unser Recht auf den Namen [der Gruppe] zu sichern“. ADOR bestritt die angeblichen Vertragsverletzungen und erklärte, dass die Mitglieder von NewJeans weiterhin an ihre Vertragsverpflichtungen gebunden seien. NewJeans Anwälte erklärten gegenüber der Korea Joongang Daily, dass die Mitglieder alle notwendigen rechtlichen Schritte unternommen hätten, um ihren Vertrag zu kündigen. Es liege nun an ADOR, Klage einzureichen, damit ein Gericht entscheidet. Rechtsanwalt Kim Kyoung-nam von For You Law Office argumentierte, dass ein Gericht die Ansprüche von NewJeans wahrscheinlich nicht unterstützen werde. Die Korea Management Federation (KMF) und die Korea Entertainment Producers’ Association (KEPA) stellten sich auf die Seite von Hybe und ADOR und argumentierten, dass eine einseitige Vertragskündigung einer „Zerstörung der Grundprinzipien der Branche“ gleichkomme, was die Anfälligkeit von Investitionen der Unterhaltungsunternehmen hervorheben und die Besorgnis über die Schaffung eines Präzedenzfalls zum Ausdruck bringen würde. KEPA forderte die Mitglieder von NewJeans auf, „ihr kindisches und verantwortungsloses Argument schnell zurückzunehmen“ und KMF verlangte „von ihrer Forderung Abstand zu nehmen“. Beide Verbände von K-Pop-Agenturen standen in früheren Streitigkeiten gegenüber Künstlern immer auf der Seite der Entertainmentunternehmen.
Am 5. Dezember reichte ADOR beim Gericht eine Petition ein, um die aktuelle Gültigkeit des Vertrags von NewJeans zu klären. In einer darauffolgenden Pressemitteilung warnte ADOR andere Akteure der Branche davor, sich auf einen angeblich laufenden Vertrag einzulassen, und bekundete ihre Entschlossenheit, weiterhin Gespräche mit den Mitgliedern von NewJeans zu führen. Als Reaktion darauf bekräftigten die fünf Mitglieder in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass ihre Verträge mit ADOR am 28. November endeten, und beschuldigten das Unternehmen, Mitarbeiter und Produzenten, die mit ihnen zusammengearbeitet haben, zu schikanieren.
Am 14. Dezember erstellten die fünf Mitglieder von NewJeans einen neuen Instagram-Account mit dem Namen „jeanzforfree“, getrennt vom bestehenden offiziellen Account von ADOR. Der Account gewann innerhalb eines Tages mehr als 2 Millionen Follower. ADOR hat mit rechtlichen Schritten bezüglich des neuen Kontos gedroht.
2025: Änderung des Gruppennamens, Inaktivität, Ende des Rechtsstreits und Rückänderung des Gruppennamens