mini|Filialkirche St. Helena (2011) mini| Lageplan der Filialkirche St. Helena (Neumarkt in der Oberpfalz) auf dem Urkataster von Bayern Die römisch-katholische Filialkirche St. Helena, auch als Wehrkirche Helena bezeichnet, befindet sich in Helena, einem Gemeindeteil der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz von Bayern. Sie ist unter der Aktennummer D-3-73-147-65 als Baudenkmal verzeichnet. „Archäologische Befunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit im Bereich der Kath. Filialkirche St. Helena in Helena, darunter die Spuren von Vorgängerbauten bzw. älterer Bauphasen“ werden zudem als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6735-0162 geführt. (PDF; 208 kB; Stand: 22. September 2022). Die Filialkirche St. Helena liegt im Dekanat Neumarkt in der Oberpfalz und gehört zur Pfarrei St. Johannes (Neumarkt) im Bistum Eichstätt. Homepage der Pfarrei St. Johannes (Neumarkt), abgerufen am 10. Januar 2023. Das Patrozinium findet am 18. August statt.

Geschichte Die gotische Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde im 18. Jahrhundert barockisiert und das Kirchenschiff nach Westen verlängert.

Ihr Einzugsgebiet umfasst auch die Ortschaften Höhenberg, Lähr und Voggenthal.

Baulichkeit mini|Blick in den Altarraum der Kirche St. Helena mini|Orgelempore der Kirche St. Helena Es ist eine Saalkirche mit einem quadratischen Chorturm im Osten. Sie ist mit einem Walm- und der Turm mit einem Haubendach eingedeckt. Das Langhaus besteht aus fünf Jochen mit kleinen Stichkappen. Der Chor ist mit einem Kreuzgewölbe ausgestattet. Zwischen den Fenstern des Langhauses befinden sich schwach ausgeprägte Pilaster. Eine Sakristei befindet sich nördlich des Langhauses.

Zu der Anlage gehört die ehemalige Friedhofbefestigung. Von dieser bestehen noch Mauerreste und ein spitzbogiger Torbau im Osten, über dem Tor sind Reste eines Wehrgangs mit rechteckigen Schießluken zu sehen; diese stammen vom Anfang des 16. Jahrhunderts. Das westliche Torhaus ist ein Walmdachbau mit einem offenen Dachstuhl aus dem 16./17. Jahrhundert.

mini|hochkant|Kanzel von St. Helena Innenausstattung Der barocke Hauptaltar besitzt vier Säulen. Er stellt eine hölzerne Marienfigur im Strahlenkranz mit dem Jesuskind (um 1730) dar. Die Seitenaltäre sind jeweils mit zwei Säulen ausgestattet. Der rechte ist St. Helena geweiht und stellt die Kreuzauffindung durch die hl. Helena und den hl. Augustinus dar. Der linke stellt die Szene Mariä Heimsuchung aus dem Leben von Maria dar. Im Chorbogen ist eine Strahlenkranzmadonna angebracht.

Die Kanzel (um 1700) zeigt am Korpus zwischen gedrehten Säulen in Muschelnischen Darstellungen der vier Evangelisten.

Orgel Die Orgel mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde 2002 als Opus 298 von Hubert Sandtner erbaut. Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 12. Februar 2026. I Hauptwerk Principal 8′ Gedeckt 8′ Octave 4′ Spitzflöte 4′ Doublette 2′ Mixtur III ′ II Schwellwerk Rohrflöte 8′ Viola 8′ Gedecktflöte 4′ Sesquialter II ′ Waldflöte 2′ Pedal Subbass 16′ Gedecktbass 8′

Koppeln: II/I, I/P, II/P Effektregister: Tremulant I + II

Literatur Friedrich Hermann Hofmann, Felix Mader (Bearbeiter). Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern – Stadt und Bezirksamt Neumarkt. Oldenbourg Verlag, München 1909, S. 252.

Weblinks

Filialkirche St. Helena auf der Homepage der Pfarrei St. Johannes (Neumarkt), abgerufen am 10. Januar 2023.

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Helena Helena Helena Kategorie:Helena-von-Konstantinopel-Kirche Kategorie:Filialkirche des Bistums Eichstätt Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk in Bayern Kategorie:Barockisierte Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Bayern Kategorie:Ersterwähnung 1323 Kategorie:Erbaut im 15. Jahrhundert Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Disposition einer Orgel