Reinhold Lunow (* 13. August 1953 in Hemer) ist ein deutscher Mediziner und Fußballfunktionär. Er war von 2022 bis 2025 Präsident von Borussia Dortmund.
Beruflicher Werdegang Nach dem Abitur am Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium in Hemer im Jahr 1973 studierte Lunow bis 1980 Medizin an der Universität Bonn und promovierte dort im Jahr 1981. Das Thema seiner Dissertation war: „Rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen verschiedener Natur- und Kunststoffe nach Urineinwirkung in vitro“.National Library of Medicine, PMID 452191. Danach absolvierte er in Köln seine Facharztausbildung. Im Jahr 1986 ließ er sich als Internist in Bornheim nieder, wo er seit 2005 als ärztlicher Leiter eine überregional tätige Praxisklinik mit 18 Ärzten führt.„Der Kandidat“, Mitgliedermagazin von Borussia Dortmund, Ausgabe 198 (Oktober 2022) Im Jahre 2022 wurde der Praxisklinik, die auch an weiteren Standorten in Bonn und Swisttal vertreten ist, in der Kategorie „Check-Up-Zentren“ der Deutsche Gesundheits-Award verliehen.Deutscher Gesundheits-Award https://www.lifepr.de/pressemitteilung/disq-deutsches-institut-fuer-service-qualitaet-gmbh-co-kg/Deutscher-Gesundheits-Award-2022/boxid/913759
Funktionärs-Laufbahn Lunow wuchs in Hemer (Sauerland) auf, im unmittelbaren Einzugsgebiet des BVB, dessen Fußballmannschaft in den Jahren 1956 und 1957 die ersten beiden von bisher insgesamt acht Deutschen Meisterschaften gewann und damit unmittelbar die Kindheit Lunows prägte. Als begeisterter Fan erlebte er alle Höhen und Tiefen mit seinem Klub. 1998 lernte er Hans-Joachim Watzke kennen. Als der Ende 2001 zum Schatzmeister des BVB gewählte Watzke gut drei Jahre später in der größten wirtschaftlichen Krise von Borussia Dortmund die Geschäftsführung der KGaA übernahm, brachte er Lunow als möglichen Kandidaten für seine Nachfolge im Amt des Schatzmeisters ins Gespräch. Am 20. November 2005 wurde Reinhold Lunow von der Mitgliederversammlung gewählt(2)„Der Kandidat“, Mitgliedermagazin von Borussia Dortmund, Ausgabe 198 (Oktober 2022) und in den Jahren 2008, 2011, 2014BVB-Jahrbuch, Ausgabe von 2016, Seite 32, 2017 und 2020 in diesem Amt bestätigt.
Im April 2007 startete er eine erfolgreiche Mitglieder-Werbekampagne. Sein Wunsch damals lautete: „Jeder Borusse soll einen Mitgliedsausweis im Portemonnaie haben.“ Knapp sieben Jahre später durchbrach der Verein die Marke von 100.000 Vereinsmitgliedern.BVB begrüßt das 175.000. Vereinsmitglied, auf bvb.de, abgerufen am 10. August 2023 Zudem gilt Lunow als „Vater“ des ursprünglich auf einer Initiative der BVB-Fanabteilung entstandenen Vereinsmuseums Borusseum, das am 19. Dezember 2008 eröffnet wurde und am 2. April 2022 komplett runderneuert seine Wiedereröffnung feierte.Feierliche Wiedereröffnung des BORUSSEUM, auf bvb.de
2021 wurde Lunow als Nachfolger von Gerd Pieper ins Amt des Vizepräsidenten von Borussia Dortmund gewählt. Ein Jahr später trat er die Nachfolge von Reinhard Rauball an, der nach insgesamt 23 Jahren an der Spitze des Vereins auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Lunow erhielt bei seiner Wahl zum BVB-Präsidenten 99,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.Reinhard Rauball: Ovationen für einen großen Präsidenten, auf bvb.de Bei der Mitgliederversammlung 2025 trat er nicht erneut an. Seit 2014 ist er Mitglied des Aufsichtsrates der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA.BVB Aktie Dr. Reinhold Lunow / Aufsichtsrat / BVB auf einen Blick / Aktie Borussia Dortmund
Privates Reinhold Lunow ist seit 1980 verheiratet. Er hat zwei Kinder und lebt in Swisttal-Heimerzheim.Das „Doppelleben“ des Bornheimer Internisten Reinhold Lunow , auf stadtmagazine.de
Einzelnachweise
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