Lora Christowa (, wiss. Transliteration , englisch Lora Hristova; * 23. April 2003 in Sofia) ist eine bulgarische Biathletin. Sie ist vierfache Juniorenweltmeisterin im Sommerbiathlon und gewann 2026 die olympische Bronzemedaille im Einzel.
Werdegang Lora Christowa sammelte im Alter von 15 Jahren bei den Jugendweltmeisterschaften 2019 erste internationale Erfahrungen und erreichte immerhin das Verfolgungsrennen. Im Jahr darauf lief sie im IBU-Junior-Cup und nahm erstmals an den Olympischen Jugendspielen in Lausanne teil. Zu Beginn des Winters 2020/21 gab die Bulgarin ihren Einstand im IBU-Cup und erzielte mit Rang 36 am Arber auch erste Ranglistenpunkte. Bei den Jugendweltmeisterschaften 2021 ging es in den Einzelrennen unter die besten 20 sowie mit Walentina Dimitrowa und Stefani Jolowa auf Platz 7 im Staffelbewerb. Ende November 2021 feierte Christowa ihr Weltcupdebüt, wurde aber nach schwachen Ergebnissen wieder in den IBU-Cup zurückgestuft. Trotzdem wurde die 18-Jährige in das bulgarische Aufgebot für die Olympischen Spiele von Peking aufgenommen, erzielte im Sprint aber nur den 89. und damit letzten Rang. Deutlich besser verlief die Jugend-WM 2022, in derselben Aufstellung wie im Vorjahr gewann Christowa mit der Staffel die Bronzemedaille. Die zweite Medaille folgte im August des Jahres im Supersprint der Junioren im Rahmen der Sommerbiathlonweltmeisterschaften hinter Selina Kastl und Lena Repinc. Ihre ersten Weltmeisterschaften bestritt sie 2023, kurz zuvor verpasste sie ihr erstes Verfolgungsrennen beim Sprint von Antholz um weniger als drei Sekunden. Erfolgreich verliefen die Junioreneuropameisterschaften, wo die Bulgarin in Sprint und Verfolgung Medaillen gewinnen konnte. Bei den Juniorenweltmeisterschaften hingegen blieb sie vor allem aufgrund vieler Schießfehler ohne Top-10-Platzierung.
mini|links|Christowa bei den Olympischen Jugendspielen 2020 Im August 2023 siegte Christowa bei allen drei Wettkämpfen der Sommerbiathlon-WM der Junioren und zeigte vor allem läuferisch große Fortschritte. Recht gut startete sie daraufhin auch in den Winter 2023/24, indem sie in Östersund ihren ersten Verfolgungswettkampf erreichte und dort nur knapp die Punkteränge verfehlte. In ebendiese stieß die Bulgarin erstmals Ende Dezember beim Verfolger in der Lenzerheide vor, als sie dank 19 Treffern Rang 33 belegte. Beim Weltcupwochenende von Antholz konnte sie sich erneut steigern, lief im Einzel auf den 25. Platz und im Mixedbewerb – gemeinsam mit Walentina Dimitrowa, Wladimir Iliew und Blagoj Todew – unter die Top Ten. Bei den Europameisterschaften belegte Christowa im Einzelwettkampf Rang 12, die Junioren-WM endete hingegen eher überraschend ohne Medaille. Bei den Sommerbiathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2024 sicherte sie sich erneut zwei Medaillen. Zwar konnte sich die Bulgarin in der Folgesaison in der Gesamtwertung nicht verbessern, überraschte aber bei den Weltmeisterschaften 2025 in der Lenzerheide, als sie in Einzel und Verfolgung überraschend die Plätze 13 und 19 erreichte. Damit qualifizierte sie sich auch für ihren ersten Massenstart auf Weltcupebene und belegte in diesem Rang 26. Auch mit der Damenstaffel gelang ihr im Rahmen der EM mit Rang vier ein Achtungserfolg.
Am ersten Wochenende der Saison 2025/26 überzeugte Christowa mit Rang 23 im Einzel und dem neunten Rang mit der Staffel, konnte aber infolgedessen zunächst nicht an diese Platzierungen anknüpfen. Unbestrittener Saisonhöhepunkt wurden die Olympischen Spiele in Italien: Im Einzel war die Bulgarin eine von drei Athletinnen, die am Schießstand ohne Fehlschuss blieben, und gewann hinter den Französinnen Julia Simon und Lou Jeanmonnot überraschend die Bronzemedaille. Dies stellte nach dem Olympiasieg Ekaterina Dafowskas im Einzel im Jahr 1998 und Verfolgungsbronze von Irina Nikultschina vier Jahre später die erst dritte olympische Medaille Bulgariens im Biathlon dar. Auch in Sprint, Verfolgung und Massenstart zeigte Christowa als Elfte, Siebte und Vierzehnte überzeugende Leistungen; die Staffel führten Milena Todorowa und sie auf die vorübergehende Silbermedaillenposition. Ihre beste Platzierung im regulären Weltcup ließ sie bei den nacholympischen Wettkämpfen in Kontiolahti folgen, so belegte die 22-Jährige Platz acht im Einzel und qualifizierte sich erneut für den Massenstart. Im Gesamtweltcup war sie als 49. erstmals bestplatzierte Bulgarin.
Persönliches mini|Christowa 2023 in Oberhof Christowa lebt in Trojan im Norden Bulgariens.
Statistiken Weltcupplatzierungen
Weltcupwertungen Ergebnisse bei Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:
Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 2023/24 50. 16 – – 70. 8 – – 73. 24 2024/25 – – 82. 3 69. 7 – – 87. 10 2025/26 19. 55 65. 20 65. 14 53. 4 49. 93
Olympische Winterspiele Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:
Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel – 89. – – 18. – /Cortina 20px|Bronze 3. 11. 7. 14. 12. 16.
Weltmeisterschaften Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:
Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel S.-M.-Staffel 2023 – 78. – – – – – 2024 44. 65. – – 16. 22. – 2025 13. 40. 19. 26. 21. 15. –
Jugend-/Juniorenweltmeisterschaften Christowa nahm bis 2022 an den Jugend- und ab 2023 an den Juniorenwettkämpfen teil.
Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart 60 Frauenstaffel Mixedstaffel 2019 70. 59. 56. nichtausgetragen 18. nichtausgetragen 2020 43. 28. 22. 13. 2021 10. 19. 19. 7. 2022 6. – 3. 2023 24. 17. 27. – 12. 2024 10. 19. N/A 24. – 6.
Weblinks
Lora Christowa bei biathlon.bg (bulgarisch)
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