Söllingen ist eine Gemeinde im niedersächsischen Landkreis Helmstedt. Sie gehört der Samtgemeinde Heeseberg mit Sitz in Jerxheim an.

Geografie Lage Söllingen liegt südlich des Naturparks Elm-Lappwald.

Gemeindegliederung Ortsteile der Gemeinde sind: Dobbeln Ingeleben Söllingen Twieflingen Wobeck alternativtext=Aktie der Zuckerfabrik zu Söllingen über 1000 Thaler aus dem Jahr 1851|mini|Aktie der Zuckerfabrik zu Söllingen von Günther & Comp. über 1000 Thaler, ausgegeben am 1. Juli 1851

Geschichte Die Anwesenheit von Menschen während der frühen Bronzezeit belegt das Gräberfeld von Söllingen, das auf einer Anhöhe südlich des Ortes im Jahr 2025 bei Baggerarbeiten entdeckt wurde.

1090 wurde die Gemeinde erstmals als Solynge urkundlich erwähnt, was auf ein früheres Salzwerk hindeutet.

Im Zuge der Industrialisierung etablierten sich in Söllingen eine Zuckerfabrik (1850), eine Brennerei, eine Dampfziegelei, eine Brauerei, eine Saftfabrik und eine Dampfmolkerei.

Am 1. November 2016 wurden auf Beschluss des Niedersächsischen Landtages die bisherigen Gemeinden Söllingen, Ingeleben und Twieflingen zu einer neuen Gemeinde Söllingen zusammengefasst.

Religion Die St.-Nikolai-Kirche ist die einzige Kirche in Söllingen, sie gehört zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

Nachdem durch den Arbeitskräftebedarf in der Zuckerfabrikation wieder Katholiken in größerer Zahl in das seit der Reformation evangelisch-lutherische Söllingen gezogen waren und 1865 das nahegelegene Hötensleben einen katholischen Seelsorger erhalten hatte, fanden ab 1865 durch den Seelsorger aus Hötensleben katholische Gottesdienste im Schützenhaus von Söllingen statt. 1873 wurden die Gottesdienste in einen Betsaal verlegt, der dafür in einer Scheune der Zuckerfabrik eingerichtet worden war, bis dieser 1877 wieder von der Zuckerfabrik gesperrt wurde.Rudolf Joppen: Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg. Band 12, Teil 6, St. Benno Verlag, Leipzig 1971, S. 150–161.

Politik Gemeinderat Der Rat der Gemeinde Söllingen besteht aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern. Die 11 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der amtierende Bürgermeister.

2021–2026

2016–2021 Die Kommunalwahl 2016 ergab direkt nach der Wahl die folgende Sitzverteilung: Kommunalwahl Bürgerliste Söllingen (BLS) Gesamt 11. September 2016 11 11 Sitze

Bürgermeisterin Seit 2016 ist Sonja Spindler ehrenamtliche Bürgermeisterin der neuen Gemeinde.

Im November 2021 wurde sie für weitere fünf Jahre wiedergewählt.

Wappen Das Wappen wurde vom Braunschweiger Heraldiker Arnold Rabbow gestaltet und so am 19. Juli 2001 vom Gemeinderat angenommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

St.-Nikolai-Kirche

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Firmensitz der Strube D&S GmbH Söllingen liegt direkt an der Bundesstraße 244, die von Helmstedt nach Wernigerode führt. Die Gemeinde hatte bis Dezember 2007 einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Jerxheim–Helmstedt.

Das Saatzuchtunternehmen Strube D&S GmbH hat seinen Hauptsitz in Söllingen.

Söhne und Töchter der Gemeinde Karl Kleye (1854–1923), Reichstagsabgeordneter Otto Schäfer (1886–1960), Politiker (FDP), Mitglied des Ernannten Braunschweigischen Landtages Carmen Scheide (* 1965), Historikerin und Sachbuchautorin

Weblinks

Website der Samtgemeinde

Einzelnachweise

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