Florian Hirsch (* 8. März 1984) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler, der heute unter anderem als -trainer tätig ist.

Spielerkarriere Von Antiesenhofen über Ried nach „Schwauna“ Florian Hirsch wurde am 8. März 1984 geboren, wuchs in Antiesenhofen auf und begann seine Vereinskarriere kurz nach seinem sechsten Geburtstag im Nachwuchsbereich des Innviertler Amateurvereins SV Antiesenhofen. Anderen Quellen zufolge soll er dort bereits mit vier Jahren im Nachwuchs aktiv gewesen sein.Wenn das Herz für Fußball schlägt..., abgerufen am 6. Jänner 2023 Beim Klub an der Grenze zu Deutschland war er in weiterer Folge bis 1996 aktiv, ehe er den Sprung in die Jugendabteilung der SV Ried und über diese ins BNZ Ried schaffte. Nachdem er ab den frühen 2000er Jahren für die zweite Mannschaft der Rieder zum Einsatz gekommen war, wurde Hirsch zusammen mit seinem Teamkollegen Martin Feichtinger in der Winterpause 2003/04 von ihrem bisherigen Amateure-Trainer Andrzej Lesiak in die Profimannschaft der Innviertler hochgeholt.Andrzej Lesiak neuer Cheftrainer von SV Ried, abgerufen am 6. Jänner 2023 Acht Tage nach seinem 20. Geburtstag debütierte Hirsch in der 2. Division, als er bei einer 1:2-Heimniederlage gegen den DSV Leoben von Beginn an und über die volle Spieldauer am Platz war. Im weiteren Verlauf der Saison saß er noch einige Male auf der Ersatzbank, von der er jedoch nur mehr selten zum Einsatz kam. Nachdem er im letzten Meisterschaftsspiel gegen den SV Wörgl wieder von Beginn an im Einsatz war, hatte er es in dieser Spielzeit insgesamt auf vier Profieinsätze gebracht. In der anschließenden Sommerpause wurde bereits über seinen möglichen Abgang (eventuell als Kooperationsspieler) zum damaligen Regionalligisten SC Schwanenstadt berichtet; am Ende wechselte er auf Leihbasis nach „Schwauna“.

Bereits in der ersten Runde debütierte er am 13. August 2004 bei einem 1:0-Heimsieg über den FC Blau-Weiß Linz unter Trainer Andrzej Lesiak, der ebenfalls erst im Sommer das Traineramt beim Klub übernommen hatte, in der Regionalliga Mitte. In weiterer Folge kam er über einen Großteil der Saison 2004/05 als Stammkraft zum Einsatz und beendete die Meisterschaft mit den Schwanenstädtern, die bereits seit der fünften Meisterschaftsrunde die Tabellenspitze innehatten, auf dem ersten Platz, was einen direkten Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse des Landes bedeutete. Nachdem er bei den Riedern in der Kaderplanung nicht mehr berücksichtigt wurde und bereits in der Winterpause 2004/05 über einen eventuellen Wechsel berichtet wurde, wechselte Hirsch im Sommer 2005 fix ins Hausruckviertel zum SC Schwanenstadt. Nachdem er noch mit Lesiak in die Saison gestartet war, wurde sein ehemaliger Ausbildner, nachdem dieser mit dem Klub nach fünf Ligaspielen noch immer ohne Sieg war und das Tabellenschlusslicht bildete, ab der 6. Spielrunde durch Andreas Heraf ersetzt.Schwanenstadt trennt sich von Trainer Lesiak, abgerufen am 6. Jänner 2023 Unter Heraf hatte Schwanenstadt wieder etwas Auftrieb und schaffte es bis zur Winterpause immerhin auf den siebenten Tabellenplatz. Kurz davor wurde Hirsch noch mit dem FC Red Bull Salzburg in Verbindung gebracht; zu einer Vertragsanbahnung kam es jedoch nicht. Da Heraf noch im Winter vom Bundesligisten FC Pasching abgeworben wurde, standen die Schwanenstädter ein weiteres Mal ohne Trainer da, woraufhin der bisherige Sturm-Graz-Jugendtrainer Mario Posch das Traineramt übernahm.Mario Posch neuer Trainer in Schwanenstadt, abgerufen am 6. Jänner 2023 Unter dem Steirer, der hier seinen ersten Profiklub trainierte, fungierte Hirsch weiterhin als Stammspieler. Im Frühjahr rutschte die Mannschaft wieder Richtung Tabellenende ab; bei 16 Meisterschaftsspielen kam die Mannschaft nur auf drei knappe 1:0-Siege und ein 2:2-Remis, die restlichen Spiele unter Posch wurden allesamt verloren. Im Endklassement 2005/06 hatte „Schwauna“ schließlich nur den FC Kufstein, der es auf noch weniger Punkte gebracht hatte, hinter sich und schaffte so den Klassenerhalt im Profifußball. Hirsch war in 34 von 36 möglich gewesenen Ligapartien als Stammkraft in der Defensive im Einsatz gewesen.

Nach dem enttäuschenden Saisonergebnis feierte im Sommer 2006 Andreas Heraf, der bei Pasching nach nur drei Ligaspielen wieder entlassen worden war, sein Comeback als Trainer von Schwanenstadt.Heraf gibt Schwanenstadt-Comeback, abgerufen am 6. Jänner 2023 Nach einer Umstrukturierung des Kaders und der Verpflichtung einiger junger Spieler kehrte 2006/07 der Erfolg ins Hausruckviertel zurück. Mit 32 von 33 Meisterschaftseinsätzen – ein Spiel verpasste er aufgrund einer Gelbsperre – war Florian Hirsch eine wichtige Stütze in der Verteidigung der Schwanenstädter und war damit auch einer der Hauptverantwortlichen für das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte. Mit dem Verein, der im Herbstdurchgang lange Zeit sogar die Tabelle anführte, erreichte er im Endklassement den zweiten Platz hinter dem LASK.Schwanenstadt endgültig Vizemeister, abgerufen am 6. Jänner 2023 In Schwanenstadt wurde er oftmals als Freistoßschütze herangezogen; im Oktober 2006 wurde er zudem zum Young Star des Monats gewählt. Nach der Erfolgssaison 2006/07 folgte für Hirsch 2007/08 eine eher durchwachsene Saison. Bereits im dritten Meisterschaftsspiel wurde er nach einem schweren Foul an Patrick Scherrer vom SC Austria Lustenau mit Rot vom Platz gestellt.Schwanenstadt gestürzt, abgerufen am 6. Jänner 2023 Der Strafsenat der Bundesliga sperrte ihn daraufhin für drei Partien.Hochbetrieb im Strafsenat, abgerufen am 6. Jänner 2023 Nachdem er zwei Ligaspiele verpasst hatte – die Sperre wurde nach einem Einspruch auf zwei Spiele reduziert – und danach beim 4:2-Auswärtssieg über den ASK Schwadorf wieder als Stammkraft in der Defensive agierte, zog er sich im Heimspiel gegen die Kapfenberger SV einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und fiel in weiterer Folge für die restlichen Spiele bis zur Winterpause aus.Nächste Bruchlandung der "Schwäne", abgerufen am 6. Jänner 2023 Nachdem Heraf seinen Vertrag bei Schwanenstadt in beidseitigem Einvernehmen mit dem Klub aufgelöst und zwischenzeitlich der Sportliche Leiter Helmut Nussbaumer als Interimstrainer fungiert hatte,Heraf neuer Trainer von Parndorf, abgerufen am 6. Jänner 2023Kapfenberg zurück an der Spitze, abgerufen am 6. Jänner 2023 startete Hirsch unter dem neuen Trainer Manfred Schmid wieder als Stammspieler ins Frühjahr. Zu dieser Zeit hatte die Vereinsführung des finanziell schwer angeschlagenen Klubs bereits bekanntgegeben, nach Niederösterreich zu übersiedeln und ab der nächsten Saison unter dem neuen Namen FC Magna Wiener Neustadt weiterzuspielen. Bis zum Meisterschaftsende verpasste der Defensivakteur nur ein einziges Ligaspiel und schloss die Saison 2007/08 mit der Mannschaft auf dem siebenten Tabellenplatz ab. Wenige Tage nach Meisterschaftsende wurde der Klub umbenannt; ein Nachfolgeverein startete als SC Schwanenstadt 08 in der untersten Liga.

Letzte Profistation: Grödig Nachdem es den Spielern freigestellt war, den Verein zu verlassen oder mit dem Klub nach Niederösterreich zu ziehen, entschied sich Hirsch für die erste Variante und wechselte stattdessen innerhalb der Liga zum Aufsteiger SV Grödig. Unter Heimo Pfeifenberger wurde der zumeist als Rechtsverteidiger agierende Hirsch gleich von Beginn an in der Startformation geführt. Ausgerechnet beim ersten Aufeinandertreffen mit dem FC Magna Wr. Neustadt gelang Hirsch per Weitschuss der erste Pflichtspieltreffer in seiner Profikarriere, als er in der 56. Spielminute zum 1:1-Endstand traf.Grödig hält Magna in Schach, abgerufen am 6. Jänner 2023 Bis zum Meisterschaftsende verpasste er aufgrund einer Gelbsperre nur das letzte Saisonspiel und war hinter Diego Viana der Spieler mit den zweitmeisten Einsatzminuten im Kader. Mit den Grödigern, die ab der Winterpause von Miroslav Bojceski trainiert wurden, erreichte er im Endklassement den zehnten Tabellenplatz, was einen Abstieg zurück in die Regionalliga West bedeutete.Mössner-Triplepack zum Abschluss, abgerufen am 6. Jänner 2023 Noch vor dem Abstieg kehrte Hirsch in sein Heimatbundesland zurück und schloss sich im Sommer 2009 dem oberösterreichischen Landesligisten SV Bad Schallerbach an und sagte gleichzeitig dem finanziell bereits stark angeschlagenen SV Bad Aussee, der ihn ebenfalls verpflichten wollte, ab.Florian Hirsch zu Bad Schallerbach, abgerufen am 6. Jänner 2023 Von Béla Hegedűs wurde der beidfüßige Außenverteidiger bis zur Winterpause in zwölf Meisterschaftsspielen eingesetzt, in denen er auch einmal zum Torerfolg kam. Aufgrund privater Umstände verließ Hirsch, der in Bad Schallerbach als „Assistkönig“ betitelt wurde, im Jänner 2010 den Verein in Richtung Salzburg.Florian Hirsch verlässt Bad Schallerbach, abgerufen am 6. Jänner 2023Florian Hirsch wird Austrianer, abgerufen am 6. Jänner 2023

Zu dieser Zeit begann Hirsch auch seine Ausbildung zum Justizwachebeamten. Unter Didi Emich agierte Hirsch rasch als Stammspieler in der Defensive des zu dieser Zeit in der damals noch viertklassigen 1. Landesliga spielenden SV Austria Salzburg. In den zehn Meisterschaftsspielen, die er bis zum Saisonende für die Salzburger absolvierte, erzielte der Defensivakteur ein Tor und rangierte mit der Mannschaft am Ende mit fünf Punkten Vorsprung auf den nächsten Verfolger, den UFC SV Hallwang, auf dem ersten Platz, was den direkten Aufstieg in die Regionalliga West bedeutete.Austria Salzburg neuer Landesliga-Meister, abgerufen am 6. Jänner 2023 In ebendieser half er, nachdem zuvor bei seinem Halbjahresvertrag die Option der Vertragsverlängerung gezogen worden war, der Mannschaft in der teils recht dicht gestaffelten Endtabelle zu einem fünften Platz in der Spielzeit 2010/11, in der er selbst in 26 Ligapartien auf dem Rasen war und dabei einen Treffer beigesteuert hatte. In der Saison 2011/12 wurde Hirsch, der in Salzburg aufgrund seines kräftigen und präzisen Schusses in Standardsituation des Öfteren als „Standard-König“ bezeichnet wurde, in 24 Ligaspielen eingesetzt und kam dabei auf vier Tore. Während er mit der Mannschaft im Endklassement mit dem achten Rang nur einen Platz im Tabellenmittelfeld belegte, schaffte es die Mannschaft im Salzburger Fußballcup der Saison 2011/12 mit ins Finale und gewann dieses mit einem klaren 4:0 gegen den Salzburger AK 1914.Austria Salzburg ist Landescup-Sieger, abgerufen am 6. Jänner 2023 In dieser Saison hatte er unter drei verschiedenen Trainern gespielt. Während er unter Didi Emich in die Saison gestartet war, kam er ab 20. September bis zur Winterpause unter dem Sportlichen Leiter und Interimstrainer Gerhard Stöger zum Einsatz und beendete die Saison unter Thomas Hofer.Austria Salzburg: Ein Schritt Richtung Profi-Fußball, abgerufen am 6. Jänner 2023Austria bestätigt Thomas Hofer als Trainer, abgerufen am 6. Jänner 2023