Villatorres ist eine südspanische Gemeinde (municipio) mit Einwohnern (Stand: ) im Westen der Provinz Jaén in der Autonomen Gemeinschaft Andalusien.

Geografie Villatorres liegt gut 18 Kilometer (Fahrtstrecke) nordnordöstlich vom Stadtzentrum von Jaén in einer Höhe von ca. . Den Nordrand der Gemeinde bildet der Río Guadalquivir.

Geschichte Durch Archäologischen Funde ist eine Besiedlung durch Menschen im Gebiet der Gemeinde Villatorres seit der Jungsteinzeit (3000 v. Chr.) nachgewiesen. Auf dem Hügel La Pedriza bei Villagordo existieren zudem Überreste einer iberisch-römischen Siedlung und in einer Nekropole in Cortijo de la Chica wurde eine Graburne geborgen, die auf einen hohen sozialen Status des beigesetzten schließen lässt (ausgestellt im Provinziellen Archäologischen Museum). Im Zweiten Punischen Krieg gab es hier, im Grenzgebiet zwischen den Reichen der Puniern und Römer, mehrere Gefechte. Der von Plinius und Ptolemäus erwähnte Oringis-Havia soll sich dort befunden haben, wo später die Siedlung Torrequebradilla entstanden ist.

Archäologischen Funde in der Umgebung belegen, dass es in dem Gebiet zur Zeit der Römer zahlreiche kleine Bauernhöfe gab. Während der islamischen Besatzung gab es verstreute Weilern und die Bevölkerung suchte in Gefahrenzeiten Zuflucht in befestigten Orten. Das Castillo de Esnader, das König Ferdinand III. 1219 von Quesada kommend erobern wollte, soll sich in Torrequebradilla befunden haben. 1230 wurde der Ort erobert und gehörte zum Herrschaftsgebiet des Ordens von Calatrava. Alfons XI. verlieh dem Ort Torrequebradilla 1340 den sowie verschiedene Privilegien als Anerkennung für die Teilnahme an der Schlacht am Salado. Weitere Vergünstigungen, wie die erhielt der Ort für die Unterstützung der Katholischen Könige bei der Eroberung von Baeza. Damit endete die Zugehörigkeit zur Herrschaft des Ordens.

Villargordo gehörte nach der Eroberung durch die Christen zum königlichen Besitz und unterstand der Gemeinde Jaén. 1457 wurde der Ort durch eine Schenkung Heinrichs IV. anlässlich der Heirat des Konnetabels von Kastilien, Miguel Lucas de Iranzo († 1473), mit Teresa Torres, der Gemeinde Villardompardo angegliedert. Im 17. Jahrhundert kam Torrequebradilla in den Besitz der Herrschaft des Markgrafen Íñigo Fernández de Córdoba y Mendoza (27. Mai 1596 – 1661),Valeriano Sánchez Ramos: Íñigo Jacinto Fernández de Córdoba y Mendoza. In: Historia Hispánica. Real Academia de la Historia (spanisch, historia-hispanica.rah.es). der hier den Palacio de los Fernández de CórdobaPalacio de los Fernández de Córdoba villatorres.es (spanisch). errichten ließ.Historia de Villatorres redjaen.es (spanisch).Saskia Mier: History of Villatorres andalucia.com (englisch).

Die Gemeinde wurde 1975 aus den bis dahin eigenständigen Kommunen und heutigen Ortsteilen Villargordo, Torrequebradilla und Vados de Torralba zusammengelegt, der Verwaltungssitz befindet sich in Torrequebradilla.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1980 1990 2000 2010 2020 2025 Einwohner 3.908 3.889 4.225 4.498 4.342Villatorres – Bevölkerungsentwicklung. 4.259Datos ine.es.

Sehenswürdigkeiten mini|hochkant=0.7|Kirche in Vados de Torralba Kirche Mariä Himmelfahrt (Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción) in Villagordo Franziskuskirche (Iglesia de San Francisco de Paula) Kirche von Vados de Torralba Annenkapelle in Villagordo Museum Cerezo Moreno

Persönlichkeiten Francisco Cerezo Moreno (1919–2006), Maler und Restaurator

Weblinks

Einzelnachweise

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