Arthur Troester (* 11. Juni 1906 in Rostow am Don, Russisches Kaiserreich; † 26. August 1997 in Hamburg) war ein deutscher Cellist und Hochschullehrer.

Leben Arthur Troester wurde in Russland geboren, Er legte an einer Hamburger Schule das Abitur ab; erste Auftritte als Cellist lassen sich bereits 1924 nachweisen.Klopstock-Feier in der Universität. In: Hamburger Fremdenblatt, Abendausgabe vom 24. Juli 1924, S. 2 Zunächst besuchte er in Lüttich eine Handelsschule, die er 1927 als Ingénieur diplômé commercial et industriel abschloss. Danach studierte er von 1929 bis 1931 an der École normale de musique de Paris in der Violoncello-Klasse von Pablo Casals und erhielt dort 1930 die Konzertlizenz.

1934 wurde Troester Solocellist im Großen Rundfunkorchester des Reichssenders Hamburg. Von Januar 1935 bis Herbst 1945 war er Erster Solocellist des Berliner Philharmonischen Orchesters.Arthur Troester in Variationen mit Orchester, Band 2: Biografien und Konzerte. Henschel, Berlin 2007, ISBN 978-3-89487-568-8, S. 123 In Berlin unterrichtete er zudem ab 1936 am Konservatorium der Reichshauptstadt (dem ehemaligen Stern’schen Konservatorium). Er wechselte 1946 als Konzertmeister zum im Vorjahr unter Hans Schmidt-Isserstedt neugegründeten NWDR-Sinfonieorchester (später NDR-Sinfonieorchester) nach Hamburg und unterrichtete dort auch als Professor an der Hochschule für Musik und Theater. Anschließend übernahm er eine Gastprofessur an der Musikhochschule Lübeck.Arthur Troester in Variationen mit Orchester, Band 2: Biografien und Konzerte. Henschel, Berlin 2007, ISBN 978-3-89487-568-8, S. 123

1945 gründete Troester mit Erich Röhn und Conrad Hansen das Hansen-Trio,Gramophone Band 34 mit dem er über 30 Jahre lang konzertierte und mehrere Aufnahmen produzierte.Ein Gespräch mit dem Pianisten und Klavierpädagogen Conrad Hansen. In: Ibykus Nr. 60 (3/1997), abgerufen am 4. Januar 2023.

Troester konzertierte unter anderem unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Ferenc Fricsay, Sergiu Celibidache und Victor de Sabata. Er brachte, oft gemeinsam mit dem NDR-Sinfonieorchester, auch zeitgenössische Musik zur Aufführung, zum Beispiel 1958 die Uraufführung des ihm gewidmeten Konzertes für Violoncello und Orchester (1957) von Giselher Klebe. Eine von ihm gespielte Erstaufführung war 1948 das Cellokonzert von Aram Chatschaturjan. Als weitere Uraufführungen spielte er 1962 die Dialoge für Cello und Klavier von Jürg Baur und 1964 die Zyklen für Cello und Klavier von Wolfgang Fortner.

Arthur Troester gehörte der Reformierten Kirche an. 1935 heiratete er Alice Troester, geborene Fritzsche-Singler, mit der er zwei Kinder hatte, Regina und Alexander.

Auszeichnungen 1942: Bulgarisches Zivilverdienstkreuz 1956: Ritter des libanesischen Zedernordens

Diskografie (Auswahl) Ludwig van Beethoven: Serenade für Streichtrio Nr. 2. Mit Erich Röhn, Reinhard Wolf (2 × Schellack, 12″, Var: Deutsche Grammophon 92005-92006; 1949) Ludwig van Beethoven: Serenade für Streichtrio Nr. 2. Mit Erich Röhn, Reinhard Wolf (10″, Album, Gat; Deutsche Grammophon 16087 LP Desconegut) Franz Schubert: Klaviertrio Es-Dur, op. 100. Hansen-Trio (LP Mono, Telefunken, BLE 14 131 Desconegut) Ludwig van Beethoven: Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello B-Dur op. 11 / Johannes Brahms: Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello a-moll op. 114. (LP: Columbia SMC 80 902; Desconegut) Antonín Dvořák: Klaviertrio e-moll, op. 90 (Dumky). Hansen-Trio. Mit Erich Röhn, Conrad Hansen (Telefunken LB 6122, 1954)

Literatur Troester, Arthur. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1261–1262.

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Einzelnachweise

Kategorie:Klassischer Cellist Kategorie:Konzertmeister Kategorie:Mitglied der Berliner Philharmoniker Kategorie:Hochschullehrer (HfMT Hamburg) Kategorie:Musiker (Hamburg) Kategorie:Häftling im KZ Mauthausen Kategorie:Person (Norddeutscher Rundfunk) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben 1997 Kategorie:Mann