Tobias N. Siebert (* 26. Dezember 1972 in Ebersberg) ist ein deutscher Filmproduzent.

Leben Tobias Siebert arbeitete nach seinem Schulabschluss in North Carolina zunächst als Video-Cutter für MTV, ARD und NHK. Er studierte zunächst Theater- und Kommunikationswissenschaften an der LMU München und anschließend Filmproduktion an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Sein Abschlussfilm Die Geschichte vom weinenden Kamel von Byambasuren Davaa und Luigi Falorni wurde bei der Oscarverleihung 2005 für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.

2011 gründete er zusammen mit Eva Kemme, Ansgar Frerich und Florian Beck die Filmproduktionsgesellschaft Basis Berlin Film, die vorher ein Postproduktionsstudio war. Für dieses produzierte er einige Dokumentar- und Spielfilme, unter anderem Berg Fidel – eine Schule für alle (2011), die Fernsehserie FernOst – Von Berlin nach Tokio (2013), Freies Land (2019) und Die Adern der Welt (2019). Für Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats (2017) erhielt er bei der Oscarverleihung 2019 seine zweite Oscar-Nominierung. Der Film gewann außerdem den Deutschen Filmpreis 2019 als Bester Dokumentarfilm. Erneut ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis wurde er 2021 für Die Adern der Welt. Filmografie (Auswahl)

2003: Die Geschichte vom weinenden Kamel 2005: Kalte Haut (Kurzfilm) 2005: Der Schein der Dinge 2010: Keep Surfing 2011: Immer ostwärts: Von Berlin nach Wladiwostok (Fernsehserie) 2011: 90 Minuten – Das Berlin Projekt 2011: Berg Fidel – eine Schule für alle 2013: Alphabet 2013: Verlorener Horizont 2015: Hello, I Am David – Eine Reise mit David Helfgott 2017: Taste of Cement – Der Geschmack von Zement 2017: Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats 2018: Berlin putzt! – Dreckige Zeiten (Fernsehserie) 2018: Liebesfilm 2018: Alles Isy 2018: Let the Bell Ring 2020: Die Adern der Welt 2020: 4 Wände Berlin (Fernsehserie)

Nominierungen und Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis

2004: nominiert für den besten Dokumentarfilm (Die Geschichte vom weinenden Kamel) 2018: nominiert für den besten Dokumentarfilm (Taste of Cement – Der Geschmack von Zement) 2019: Bester Dokumentarfilm (Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats) 2021: Bester Kinder- und Jugendfilm (Die Adern der Welt)

Oscar

2019: nominiert für den Besten Dokumentarfilm (Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats)

Weitere Preise

2019: Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen 2019 für die Beste Produktion

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann